Autor: Dennis Schneider; Fotograf: Bundeswehr

Hamburg, 13.07.2016

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Vertreter der Abordnungen nahmen die Ehrung stellvertretend entgegen

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Kapitän zur See Michael Setzer und Staatsrat Holstein bedankten sich bei den Soldaten

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Vielfältige Hilfe: ein Soldat liest einem Kind vor.

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Durch Wechselschichten und Ablösungen waren insgesamt etwa 1000 Soldaten in der Flüchtlingshilfe eingesetzt

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Kapitän zur See Michael Setzer sprach als Standortältester in Hamburg

Senat und Standortältester Hamburg haben gemeinsam rund 1000 norddeutsche Soldaten für den Dienst in der Flüchtlingshilfe in Hamburg ausgezeichnet.„Für diese Ansprache an Sie gibt es keine Vorlage, kein historisches Vorbild.  Die Unterstützung der Bundeswehr in der Flüchtlingshilfe hier in Hamburg und bundesweit war eine völlig neue Form des Auftrags“, erklärte Kapitän zur See Michael Setzer, Standortältester und Kommandeur Landeskommando Hamburg bei einem gemeinsamen Appell mit Staatsrat Christoph Holstein in der Iserbrooker Reichspräsident-Ebert-Kaserne.

Breites Spektrum an Truppenteilen

Es waren Abordnungen angetreten, die einen beachtlichen Querschnitt durch die verschiedensten Truppenteile in Norddeutschland repräsentieren: von den Kieler Marinesoldaten über Husumer Spezialpioniere der Streitkräftebasis bis zur Panzertruppe des Heeres aus dem niedersächsischen Munster.Die letzten Monate brachten in Hamburg 97 Einsätze für die Flecktarn-Helfer,bei denen in der Spitze fast 300 Soldaten gleichzeitig eingesetzt waren.Durch Schichtsysteme und regelmäßige Ablösung warensogar insgesamt über 1000 Soldaten im Rahmen der Amtshilfe beteiligt.

Soldaten halfen im Dienst und ehrenamtlich

„Sie waren eingesetzt als helfende Hände, zur  Unterstützung bei der Registrierung, in der sanitätsdienstlichen Unterstützung, beim Bettenaufbau sowie der Vorbereitung von Unterkünften“, erklärt Setzer. ,,Sie waren  Ansprechpartner und Unterstützer in den Aufnahmeeinrichtungen. Sie haben sich eingebracht in  Kinderspielgruppen, als Lehrer beim Deutschunterricht, Sportlehrer und bei vielen weiteren Hilfsmaßnahmen, die zum Teil auch weiter fortgeführt werden.Sie alle, Aktive und auch Reservisten, halfen im Dienst und auch ehrenamtlich,  immer mit hohem persönlichem Einsatz und mit großer Motivation. Dafür gilt Ihnen mein größter Respekt“.

Konstruktive und professionelle Kooperation

Auch Staatsrat Christoph Holstein zog Bilanz über die zivil-militärische Zusammenarbeit in der Flüchtlingshilfe, die vom Landeskommando in Iserbrook federführend koordiniert wurde: „Die Kooperation zwischen Stadt und Bundeswehr war professionell und konstruktiv.Hervorzuheben ist das hohe Maß an Flexibilität, das die Kräfte im Einsatz unter Beweis gestellt haben.Und beeindruckend und bewegend war die Motivation der Soldatinnen und Soldaten.Sie haben durch ihre Hilfe bewirkt, dass wir unser zentrales Ziel erreicht haben, Geflüchtete nicht obdachlos werden zu lassen“, so Holstein. Es sei ein Teil der jüngeren Geschichte Hamburgs, dass sich die Stadt, wenn es ernst wird, auf die Bundeswehr verlassen kann. Man habe der Geschichte dieser Partnerschaft ein Kapitel hinzugefügt, so Holstein..

Doppelbelastung zusätzlich zum Einsatz

Setzer blickte auch auf die Schwierigkeiten einer Doppelbelastung durch Flüchtlingshilfe und Auslandseinsätze. „Die Flüchtlingshilfe lief parallel zur Erfüllung unserer Hauptaufträge. Das hat uns zusätzlich gefordert und auch belastet“, betonte Setzer. „Es hat in den Monaten der Mehrfachbelastung  viele Einschränkungen im Ausbildungsbetrieb in Deutschland gegeben, auf den Truppenübungsplätzen und am Heimatstandort, wenn zum Beispiel Sportplätze und Sporthallen als Unterkunft eingerichtet waren.Im individuellen Umfeld, in den Familien gab es für viele von Ihnen sicher auch den ein oder anderen zusätzlichen Tag der Abwesenheit von zu Hause zu verkraften“, erklärte Setzer anerkennend in Richtung der Soldaten.

Auftrag erfüllt

Das positive Fazit über eine „erfolgreiche Erfüllung des Auftrags“ steht für Setzer zweifelsfrei fest:  „Ich möchte Sie ermuntern: Tragen Sie bitte auch nach außen, dass Ihr Engagement wertgeschätzt wurde. Wenn Sie mit Freunden und Familie zusammenkommen, berichten Sie von der Vielfalt der Hilfe durch die Bundeswehr, die so vielen von Terror und Krieg gepeinigten Menschen Zeit zum Durchatmen und zu neuem Lebensmut verholfen hat.“

 

Autor: Diana Wade ; Fotograf: Katharina Junge

Hamburg, 12.07.2016

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Projektoffizier Korvettenkapitän Läzer adressiert die Gäste

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Kochteams der Logistikschule aus Garlstedt, Außenstelle Plön, gestalten den kulinarischen Abend

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NATO-Führungsprozess praktisch angewandt

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Künftige Einsätze vor Augen – Training in international durchmischten Übungsgruppen

30. Juni, Hamburg, 12.15 Uhr, es wird ruhig im Gneisenau-Saal an der Führungsakademie der Bundeswehr, als der spanische Lehrgangsteilnehmer Comandante Sanz Rebollo die Bühne betritt.

Er eröffnet die Ergebnispräsentation des Lehrgangs Generalstabs-/ Admiralstabsdienst National (LGAN). Es ist eine Zeit unruhigen sicherheitspolitischen Fahrwassers. Mit Spannung wird die Veröffentlichung des neuen Weißbuches erwartet, das die Lehrgangsteilnehmer auch in ihren Studien bearbeitet haben. Die Veranstaltung war von hohem Interesse für zahlreiche hochrangige Gäste aus der Bundeswehr.

Gewinnbringende Analyse

Der Lehrgang zeigte während der Ergebnispräsentation sowohl inhaltlich als auch methodisch, was er in den vergangenen Monaten gelernt hat. Die Ergebnisse und insbesondere ein durch den Lehrgang entwickeltes Modell zur Fähigkeitsanalyse ist mit großem Interesse aufgenommen worden. Das Bundesministerium der Verteidigung, das auch mit Gästen aus der Abteilung Planung I 1 vertreten war, erachtete die Ergebnisse als gewinnbringend und will sich das Modell näher ansehen.

Lob aus den Reihen der Generalität

„Der Ansatz war überzeugend, zielführend und konstruktiv", lobte Generalinspekteur der Bundeswehr, General Volker Wieker, die Methodik der Zukunftsforschung. „Der Lehrgang hat damit alle Möglichkeiten der Studienphase genutzt, um in dieser spannenden Zeit die Bundeswehr zu gestalten“, fährt General Wieker fort.

Fähigkeitsprofil schärfen

Der Lehrgang setzte sich mit Anforderungen auseinander, die sich aus der Auftragserfüllung ergeben. Er analysierte und sprach Empfehlungen aus, wie diesen Anforderungen begegnet werden kann. Das Plädoyer: Fähigkeitsprofil der Bundeswehr durch Kooperation und vernetztes Handeln stärken. „Dass die Studienphase einen großen Wert für die Bundeswehr darstellt, unterstreicht dieser LGAN“, sagt Generalinspekteur Wieker.

Ziele wurden erreicht

„Mit der Präsentation der Ergebnisse seiner Studienphase hat der LGAN somit das Ziel erreicht, der Führung der Bundeswehr alternative Denkmodelle zur Weiterentwicklung unserer Streitkräfte anzubieten und damit sein Kreativpotenzial und den Gestaltungswillen klar zum Ausdruck zu bringen“, erklärt der Direktor Lehre, Brigadegeneral Thomas Hambach. Lehrgangsteilnehmer und Projektoffizier Korvettenkapitän Daniel Läzer betonte: „Die Ergebnisse zeigen, dass der LGAN 2014 im Sinne der Inneren Führung nicht aus Ja-Sagern besteht und dass sich die Teilnehmer nicht scheuen, unliebsame Tatsachen anzusprechen, getreu dem Lehrgangsmotto ´Miteinander, Füreinander´.“

 

 

 

Autor: Laurens Christopher Fuchs / Nils Wienböker Fotograf: Nils Wienböker

Hamburg, 05.07.2016

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Militärbeobachter im Sudan. (Quelle: Bundeswehr/Marcus Rott)

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Bund wie die Vereinten Nationen.

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Christobal Fundora Sitton ist auf seinem ersten UN-Lehrgang.

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Normalerweise verrichtet Oberleutnant Dominik Burger seinen Dienst im Streitkräfte Amt in Bonn.

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Die sudanesischen Freunde des schwedischen Australiers nennen Thomas Metzler ehrfurchtsvoll „weißer Stier“.

Zum zweiten Mal finden sich in diesem Jahr Lehrgangsteilnehmer aus aller Welt in der General-Baudissin-Kaserne ein, um sich auf ihren Einsatz in einem Stab der Vereinten Nationen vorzubereiten. Die Führungsakademie und ihre Dozenten sind befähigt und zertifiziert, diese Ausbildung durchzuführen.

Ein Großteil des militärischen Lehrpersonals nahm selbst schon mindestens einmal an einer Friedens- oder Beobachtermission der Vereinten Nationen teil. Ihre fachliche Expertise in der Stabsarbeit aber auch ihre Erfahrungen im internationalen Miteinander geben die Dozenten und Tutoren an die 23 Teilnehmer aus Militär aber auch zivilen Behörden und Organisationen. Den Abschluss findet das dreiwöchige Seminar in einer Planübung, in der die erlernten Führungs- und Arbeitsprozesse angewendet werden. Als Grundlage dient dafür ein fiktives Szenario. Diesmal geht es um das Schicksal von Kolpoto.

Die Perle des achten Kontinents im Chaos

Das fiktive Land Kolpoto liegt an der Westküste des achten Kontinents. Das Land mit zwölf Millionen Einwohnern versank in humanitären und politischen Krisen. Die Lebenserwartung liegt nur bei 45 Jahren. Und fast jedes zehnte Kind stirbt, bevor es das sechste Lebensjahr erreicht.

Die Landschaft Kolpotos geht über von Wüsten in Tropenwälder. Die Fläche beläuft sich auf 370.000 Quadratkilometer – vergleichbar mit der Fläche Deutschlands. Moro ist der angrenzende Nachbarstaat im Norden, Chorum im Osten und Tara im Süden.

Britanniens ehemalige Kolonie Kolpoto ist seit 1957 ein unabhängiger Staat. Aufgrund verschiedener kultureller Gegebenheiten und stärkerer wirtschaftlicher Entwicklung durch besser ausgebauter Infrastruktur aus Kolonialzeiten in den westlichen Regionen des Landes eskalierten die Spannungen in den 70ern zu einem Bürgerkrieg, der bis heute andauert. Zurzeit steht der Westen unter Kontrolle der Regierung unter Präsident Molawe.

Der Osten dagegen wird von der Rebellengruppe KLM (Kolpoto Liberation Movement) regiert, welche 1994 Mahari Akara gründete und bis heute anführt. Es besteht jedoch große Hoffnung auf Frieden: Die Verhandlungen zwischen der Regierung und der KLM werden geführt, so dass der Friedensvertrag bald in die finale Version gehen wird. Dieser muss schnell zu erkennbaren Erfolgen für die Bevölkerung führen, um das aufflammen neuer Konflikte zu verhindern.

Das Team für Kolpoto

Wie nun schnell sichtbare und fühlbare Erfolge des Friedensprozesses geschaffen werden, liegt nun in der Hand der Teilnehmer. Natürlich gibt jeder hochmotiviert vollen Einsatz für Kolpoto, doch bleibt hier nur Platz um drei Teilnehmer kurz vorzustellen.

Der Panama Mann

Seminarteilnehmer Christobal Fundora arbeitet in seiner Heimat Panama für das Parlament. Während der Planübung muss er nun die administrativen und logistischen Aspekte der Mission betrachten und bearbeiten. Das Zentrum für Internationale Friedenseinsätze lud ihn auf das Seminar an der Akademie ein. Sein Dienst für die Regierung Panamas verschlug ihn zwar schon unzählige Jahre ins Ausland doch dieses ist sein erster Lehrgang der Vereinten Nationen.

Der schwedische Australier

Derzeit arbeitet Thomas Metzler für die zivile EU-Mission „EUAVSEC“ im Südsudan. Die europäische Union unterstützt den Ausbau des Flughafen Juba, einer der zwei internationalen Flughäfen der seit 2011 wieder unabhängigen Republik im Herzen Afrikas. Der Lehrgang an der Führungsakademie wurde ihm von Kollegen aus dem World Food Programm wegen seiner „exzellenten Reputation“ weiter empfohlen.  

Der Oberleutnant als Stabsoffizier

Der junge Luftwaffenoffizier Dominik Burger verlegt in Kürze als Teil des All Sources Information Fusion Unit (ASIFU) nach Mali. Dort wird er als politischer Analyst Presseauswertungen erstellen. Während der Übung ist daher auch die Presse-und Öffentlichkeitsarbeit der Mission seine Aufgabe. Das Seminar ist Teil seiner Einsatzvorbereitung. Nun besitzt er schon als Oberleutnant eine Stabsoffizierbefähigung.

Lachen und Lernen

Auf die Frage wie die Atmosphäre des Seminars sei, antworten die meisten Teilnehmer mit: „multinational!“ „ Es ähnelt auch im Arbeitsklima einem internationalen Stab. Die Atmosphäre ist durch freundliches Miteinander geprägt“, ergänzte ein deutscher Major auf Nachfrage. Nun sind die Vereinten Nationen um 23 potenzielle Stabsoffiziere reicher und die Führungsakademie kann Ende November die nächsten internationalen Teilnehmer United Nation Staffofficer Course (UNSOC) begrüßen.

 

Paris, 30.06.2016

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Zu einer Informationsveranstaltung zum Thema „Die Bundeswehr im Zeichen neuer Herausforderungen - Neuausrichtung und Multinationale Kooperation" hat Botschafter Meyer-Landrut am 27. Juni 2016 in seiner Residenz Palais Beauharnais 50 deutsche und französische Stabsoffiziere begrüßt. Einer guten Tradition folgend, waren die französischen und deutschen Absolventen der Generals- und Admiralstabsausbildung an der Führungsakademie der Bundeswehr einer Einladung zum Gedankenaustausch gefolgt.

 

Der Botschafter ging in seiner Begrüßung auf die aktuelle Situation in der Europäischen Union nach dem Referendum in Großbritannien ein und stellte die folgende Informationsveranstaltung somit in einen aktuellen Kontext.

Als Gastredner konnte der Abteilungsleiter Führung Streitkräfte im Bundesverteidigungsministerium, Generalleutnant Eberhard Zorn, gewonnen werden. In einem aufschlussreichen Vortrag über die Neuausrichtung der Bundeswehr sowie die multinationale Kooperation der deutschen Streitkräfte erläuterte er die künftige Ausrichtung der Bundeswehr und ihr Handeln im internationalen Rahmen. Er erklärte die Konzipierung eines neuen Organisationsbereiches der Streitkräfte „Cyber- und Informationsraum“ ebenso wie die „Trendwenden“ in den Bereichen Personal und Rüstung.

Besonderes Gewicht legte  Generalleutnant Zorn auf die Analyse des internationalen Engagements der Bundeswehr. Etwa 3.500 deutsche Soldaten seien derzeit in 17 Einsätzen weltweit gebunden. Neben bekannten Verpflichtungen im Rahmen von VN, NATO und EU seien auch neue Einsätze in „Koalitionen der Willigen“ getreten (beispielsweise die Ausbildungsmission für kurdische Peschmerga im Norden Iraks und die Beteiligung der Bundeswehr im Kampf gegen Daesh in Syrien).

In diesen Einsätzen, aber auch in einsatzgleichen Verpflichtungen wie der Übungsbeteiligung an NATO-Übungen in Polen und dem Baltikum oder der Flüchtlingshilfe in der Bundesrepublik mit insgesamt etwa 7.700 Soldaten spiegele sich die weltweite sicherheitspolitische Verantwortung der Bundesrepublik, die auch im neuen Weißbuch der Bundesregierung reflektiert werde (dieses erscheint im Sommer 2016).

An den Vortrag schloss sich eine lebhafte Diskussion an, in der die französischen Stabsoffiziere und ihre deutschen Kameraden die Neuausrichtung der Bundeswehr und die Möglichkeiten zukünftiger deutsch-französischer militärischer Kooperation hinterfragten.

Der Abend klang im Garten der Residenz mit persönlichen Gesprächen aus.
Aufgrund der positiven Resonanz aus dem Kreis der Teilnehmer beabsichtigt der Verteidigungsattaché an der Deutschen Botschaft Paris, Herr Brigadegeneral Hans-Dieter Poth, die Fortsetzung dieses Dialogs unter französischen und deutschen Absolventen der Führungsakademie.

 

Autor: Nils Wienböker; Fotograf: Nils Wienböker

Hamburg, 29.06.2016

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Das Weltraumlagezentrum untersteht dem Zentrum Luftoperationen.

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Die Lehrgangsteilnehmer kamen aus aller Welt in die Clausewitz-Kaserne

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Auch für die "Boots-on-the-Ground" ist Satellitenkommunikation unverzichtbar.

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Schon seit den 80er besteht Interesse den Orbit als vierte Ebene des Gefechts zu nutzen.

Zum vierten Mal veranstaltet das Weltraumlagezentrum den Lehrgang „Weltraumlage“ im Admiral-Dieter-Wellershoff-Gebäude. Die 24 Teilnehmer, ziviles und militärisches Personal des Lagezentrums sowie Soldaten vergleichbarer Einrichtungen anderer NATO-Staaten, erhalten dieses Mal auf Englisch Einblick in die Lage im Erdorbit.

„Was ist dort oben los?“

Der Soldat ist ständig mit Lagen konfrontiert, der eigenen, der Feindlage oder der Lageänderung. Eher selten ist die „Weltraumlage“ von Interesse. Die Kameraden, die eben diese Auskunft geben können, sind erneut Gast an der Führungsakademie. Das Weltraumlagezentrum der Bundeswehr nutzt die Räumlichkeiten des Admiral-Dieter-Wellershoff-Gebäudes für diesen Lehrgang. Militärisches und ziviles Personal des Zentrums mit Sitz im niederrheinischen Uedem, aber auch unserer NATO-Partner, erhält zwei Wochen lang detailliert Einblick in die Situation weit über unseren Köpfen. Aufgrund der hohen internationalen Nachfrage wird das Seminar nun auf Englisch abgehalten.

Kein Krieg der Sterne, sondern Krieg dem Müll

Der Orbit ist nicht so kriegerisch, wie es Hollywood und Science Fiction gerne verkaufen. Doch die Lage ist ernst, und der Feind ist klar: Schrott! Genau wie auf der Erde, überall wo der Mensch wandelt, hinterlässt er Müll. So hat ein halbes Jahrhundert Raumfahrt die erdnahen Umlaufbahnen erheblich zugemüllt. Von der Schraube bis zur Raketenstufe, unzählige Teile verschiedenster Größen bewegen sich mit mehrfachen Schallgeschwindigkeit zwischen den Umlaufbahnen unserer wertvollen Telekommunikations- und Beobachtungssatelliten. Das Aufklären, Erkennen und Katalogisieren dieses Weltraumschrotts ist die Hauptaufgabe des Weltraumlagezentrums. 

7 Jahre, 20m² , 4%

„Das Problem ähnelt der Umweltverschmutzung hier auf der Erde“, erläutert Dr. Wiedemann, Leiter des Teams „Weltraummüll“ am Institut für Raumfahrtsysteme der Technischen Universität (TU) Braunschweig und Dozent des Seminars. Es müssen jetzt Lösungen gefunden werden, erläutert er, um den Weltraum auch dauerhaft in einem Zustand zu halten, der Raumfahrt ermöglicht. Der Durchschnittssatellit mit einem Erdorbit von etwa 800 Kilometern und einer Querschnittsfläche von 20 Quadratmeter hat eine vierprozentige Chance, innerhalb seiner sieben Jahre Betriebszeit durch einen Treffer von Weltraumschrott auszufallen. Rechnet man dies auf die mehr als 1000 Satelliten im Erdorbit hoch, erscheinen vier Prozent plötzlich gar nicht mehr so gering. Auch erhöht sich die Kollisionswahrscheinlichkeit durch die entstehenden Trümmer von Zusammenstoß zu Zusammenstoß. 

Wir sind nicht alleine!

Wir sind nicht alleine, zumindest im Kampf gegen den Weltraumschrott gibt es zahlreiche Mitstreiter. Denn nicht nur die TU Braunschweig unterstützt das Weltraumlagezentrum. Ohne Zusammenarbeit mit der Fraunhofer Gesellschaft, genauer dem Fraunhoferinstitut für Hochfrequenzphysik und Radartechnik, dem Fraunhofer-Institut für Kurzzeitdynamik, Ernst-Mach-Institut, EMI, sowie der Firma Hyperschall Technologie Göttingen wäre das Seminar in diesem Umfang nicht möglich. 

Die Teilnehmer hoffen, dass die Veranstaltung Augen und Ohren für die Lage im Orbit weiter geschärft hat und dass das Weltraumlagezentrum auch nächstes Jahr wieder zahlreiche interessierte Teilnehmer in der Clausewitz-Kaserne begrüßen kann.

Übergang zur operativen und strategischen Ebene

Für die Heeresuniformträger in der anspruchsvollen Generalstabsausbildung endete mit der Stabsübung „Determined Effort“ die Ausbildung auf der höchsten taktischen Ebene. Sie blicken auf eine spannende und fordernde Zeit zurück, in der vor allem die taktische Führung von Landstreitkräften vertieft, bereits aber auch Schnittstellen zur operativen Ebene abgebildet wurden. Diese Ebene wird in der folgenden „Joint-Lehre“ gemeinsam mit den Kameraden von Luftwaffe und Marine im Fokus der Ausbildung stehen.

 

Autor: Autor: Nils Wienböker; Fotograf: Nils Wienböker

Hamburg, 24.06.2016

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Wie kommen die Figuren auf das Schachbrett?

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Zu Wasser

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Zu Lande

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Aus der Luft

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Der östereichische Oberst des Generalstab Lampl stellt die logistischen Prozesse im Multinationalen Kommando Operative Führung in Ulm vor.

Das Modul „Multinationale Logistik“ bereitet Stabsoffiziere auf ihre Verwendungen in internationalen Planungsstäben vor.

„Stell dir vor es ist Krieg, und niemand geht hin…“

„...dann kommt der Krieg zu euch!“ Dieses oft falsch genutzte Zitat beschreibt zutreffend die logistischen Herausforderungen eines multinationalen Bündnisses wie der NATO. Bedroht irgendwo ein lokaler Konflikt die Sicherheit des Bündnisses oder seiner Mitglieder, muss schnell gehandelt werden, bevor die Lage eskaliert. Und handeln bedeutet immer das schnelle und sichere Bewegen von Truppen. Egal, ob es sich um eine Luftkampagne handelt oder ob „Boots-on-the-ground“ benötigt werden, alle müssen verlegt, versorgt und anschließend rückverlegt werden. So beschreibt Seminarleiter Oberstleutnant i.G. Detlef Baum in seiner Einführungsveranstaltung die Kernaufgaben der Einsatzlogistik.

Wie gelangen die Figuren auf das Schlachtfeld?

Wie kommt der Soldat ins Einsatzland? Dort hört die Arbeit der Logistiktruppe nicht auf. Selbst im Einsatzland entspricht die Quote von Unterstützern zu operativ agierenden Kräften meist zwischen 1 zu 3 bis 1 zu 5. Dabei sind die zivile Versorgung im Heimat und Einsatzland oder die militärischen logistischen Maßnahmen im Inland nicht mit einberechnet.

Planung ist alles 

Großen militärischen Erfolgen gehen in der Regel große logistische Leistungen voraus. Daher ist es wichtig, dass operationelle und logistische Planung Hand in Hand gehen. Ein Punkt, der sich kontinuierlich durch das Seminar zieht. Denn, was nützt die stärkste Panzerwaffe, wenn das Einsatzland keine Häfen oder Landeplätze hat, um sie anzulanden? 

Vertrauen entscheidet

Genauso wichtig ist das Vertrauen der verschiedenen multinationalen Partner zueinander. Dieses schafft man einerseits durch das Setzen gemeinschaftlicher Standards, sei es bei Luft- und Landfahrzeugen oder in der Organisation der Stabsarbeit, andererseits durch Kommunikation und Kameradschaft. Daher kann der Kurs viele Gastdozenten aus Stäben der EU und NATO willkommen heißen, die die komplexen Strukturen ihrer Logistik vorstellen.

Alles kostet Geld

Ökonomisches Handeln steht eher selten im Fokus eines Taktikers. Der Taktiker stellt den Missionserfolg und das Leben seiner Männer und Schutzbefohlenen über jede monetäre Kalkulation. Doch wer die Versorgung und Verlegung eben dieser Männer plant, sollte sein Budget im Auge behalten, denn alles kostet Geld. Hier kann von ziviler Kooperation und Expertise profitiert werden.

Vorbild Wirtschaft

Die großen Logistikunternehmen dieser Welt wissen wie sie ihre Waren schnellstmöglich auch in und durch Länder mit zweifelhafter Bürokratie transportieren können. Wie sie von diesen Lektionen aus der Praxis für die Praxis profitieren können. Wie die Kooperation mit Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft aussehen kann, erfuhren die Teilnehmer durch einen zivilen Dozenten des Gütertransportriesens Kühne und Nagel. 

Mission abgeschlossen

Ziel des zweiwöchigen Lehrgangs ist es, Stabsoffiziere, die erstmalig eine Verwendung in der operativen und logistischen Planung und Führung im Einsatz oder in multinationalen Hauptquartieren bekleiden, einen Einstieg in ihr neues Tätigkeitsfeld zu geben. Dieses scheint in entspannter, kameradschaftlicher Atmosphäre gut zu funktionieren, denn die Lehrgangsteilnehmer zeigen sich selbst nach anstrengender „Kästchenkunde“ motiviert und zufrieden mit dem Gelernten.

 

Autor: Rayk Felix Hähnlein

Hamburg, 22.06.2016

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Deutsche Delegation vor dem kanadischen Parlament in Ottawa

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Auf den Spuren großer Männer - Lincoln Memorial in Washington DC

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Einmal die Welt erobern - Skyline von New York

So hat es Ronald Reagan einmal formuliert. Nicht nur für die Träume unseres wichtigen transatlantischen Bündnispartners interessierte sich der LGAN 2014 auf seiner Nordamerikareise. Natürlich auch für die aktuelle sicherheitspolitische Ausrichtung und Folgen für die Verbündeten.

 

Zwei Wochen lang hatten die Lehrgangsteilnehmer auf ihrer Reise die Chance, mit einem breiten Spektrum staatlicher und nichtstaatlicher Institutionen und Persönlichkeiten in den Dialog zu treten und unterschiedliche Meinungen und Analysen zu erfahren. Dies haben die Offiziere als unschätzbaren Mehrwert erlebt, um einen eigenen Standpunkt zu nordamerikanischen Positionen zu entwickeln.

Startpunkt Ottawa

Die Reise startete in Kanadas Hauptstadt Ottawa. Der Besuch rückte neben den Themenkomplexen `Hoher Norden´ und `Sicherheitslage im Pazifik´ vor allem Kanadas starkes Engagement bei den `Train, Advice and Assist´-Missionen im Nordirak und im Rahmen von UN-Peacekeeping Operationen ins Blickfeld. Mit der aktuellen sicherheitspolitischen Bestandsaufnahme unter der kanadischen Regierung des Premierministers Trudeau wurden erstaunlichen Parallele zu ähnlichen Vorhaben in Europa aufgezeigt.

Herz der Vereinigten Staaten: Washington

Der dreitägige Aufenthalt in Washington wurde durch die Deutsche Botschaft inhaltlich eingeleitet. Der deutsche Gesandte Dr. Ackermann und sein Team führten die Lehrgangsteilnehmer durch die wichtigsten Handlungsfelder der US-Politik und der bilateralen deutsch-amerikanischen Beziehungen. Ein ganztägiger Besuch an der National Defence University in Fort McNair stand im Zeichen des Kampfes gegen den `Islamischen Staat´ und unter dem Eindruck der sich wandelnden Beziehungen zu Russland.

Anregende Diskussionen

Breit gefächerte, hochrangige und interessierte Podien, besetzt durch das Department of State, etablierte Think Tanks und militärpolitische Berater boten dem deutschen Auditorium eine einmalige Gelegenheit zum offenen Meinungsaustausch auf Augenhöhe. Eine Chance, die durch die Lehrgangsteilnehmer umfangreich genutzt und von allen Beteiligten als Gewinn wahrgenommen wurde. Ein Gespräch mit zwei Vertretern des Pentagon und ein Besuch des Militärfriedhofes in Arlington rundeten den Besuch in Washington ab.

New York, New York

Eine Busfahrt entlang der Ostküste führte uns für das Wochenende nach New York. Der Besuch der Ständigen Vertretung Deutschlands bei den Vereinten Nationen und eine sehr individuelle Führung durch das UN-Hauptgebäude halfen dabei, den Blick für die Belange der Weltgemeinschaft zu weiten. Das sich anschließende freie Wochenende in New York wird den Teilnehmern stets in Erinnerung bleiben.

CENTCOM und SOUTHCOM in Florida

Der vierte und letzte inhaltliche Schwerpunkt führte die Delegation nach Florida, wo sie zwei sehr unterschiedliche US-Regionalkommandos kennen lernte. Das auf den erweiterten Mittleren Osten ausgerichtete U.S. CENTCOM in Tampa und das für Südamerika zuständige U.S. SOUTHCOM in Miami. Das CENTCOM ist derzeit mit Afghanistan, Irak, Syrien und den Jemen auf vier wesentlichste regionalen Krisenhotspots fokussiert.

Großes Engagement

Eindrücklich machte der Besuch deutlich, welche Herausforderungen, Unsicherheiten und auch Ungewissheiten die dortigen Einsätze für die US-geführten Koalitionen mit sich bringen und wie sehr diese Koalitionen die Bedeutung der NATO für die USA relativieren. Der Besuch dort war sehr wertvoll, denn er rückte ein US-Kommando in den Blick, das sich bei seinem südamerikanischen Engagement ganz dem Ziel der Ganzheitlichkeit verschrieben hat. Oder, um mit den Worten des dortigen Chief of Staff, Generalmajor Michael Plehn, zu sprechen: „We don`t launch missiles, we launch ideas. We ask ourselves: How can we be the most attractive security partner in the region?“ 

Flüchtlinge im Fokus

Die abschließenden Besuche bei der US Coast Guard und beim Miami DADE County boten einen guten Einblick in den US-amerikanischen Umgang mit Flüchtlingsfragen. Überall in Amerika spürten die Lehrgangsteilnehmer das starke amerikanische Interesse an deutschen Positionen, das Vertrauen und die Erwartungen an unsere Rolle in Europa. Die sich anschließende Hauptstadtreise ins politische Berlin, die Reisen zu NATO und EU nach Brüssel und zu unseren europäischen Partnern schärften das sicherheitspolitische Profil der Gesamtveranstaltung.

Höhepunkt des Lehrgangs

Die Reise stellt mit Sicherheit den Höhepunkt des General- und Admiralstabslehrgangs dar. Ihr unschätzbarer Wert erschließt sich den Teilnehmern erst nach und nach. Wie lassen sich die Eindrücke dieser Reise nun in einem Satz zusammenfassen? Vielleicht am besten frei nach Theodor Heuss: Trotz aller aktuellen Widersprüche, Herausforderungen und Unsicherheiten sind die USA immer noch eine Nation, deren Gegenwart vom Vertrauen auf eine sichere Zukunft geprägt ist. Und die sichere Zukunft dieses bemerkenswerten Freundes liegt auch in unserem ureigenen deutschen und europäischen Interesse – das wurde den Teilnehmern sehr deutlich!

 

Hamburg, 18.06.2016

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Auch in diesem Jahr besuchte der Lehrgang General- / Admiralstabsdienst im Rahmen der NATO-/EU-Reise die portugiesische Hauptstadt und das europäische Zentrum vieler internationaler Institutionen, die Schweizer Stadt GENF.

Unmittelbar im Anschluss an die gemeinsamen Weiterbildungen in Brüssel, Mons und Brunsum ging es für einen Teil des Lehrganges nach Lissabon. Dabei wurden nach dem obligatorischen Empfang durch den Botschafter das Jallc, Strikfornato und  das portugiesische Pendant zur Führungsakademie, das Institudo de Estudos Superiores Militares, besucht. All diese unterschiedlichen Einrichtungen haben ei-nen sehr anspruchsvollen Beitrag gestaltet und der gesamten Delegation einen in-teressanten Einblick geboten.

 

Besonders deutlich wurde, dass das NATO-Gründungsmitglied Portugal trotz un-verändert angespannter wirtschaftlicher Lage seinen bestmöglichen Beitrag zum Bündnis leistet und weiterhin leisten will.
Von Lissabon ging es für die gesamte Delegation nach Genf weiter zum GCSP, dem Geneva Centre for Security Policy. Der militärische Repräsentant hat aus dem scheinbar unerschöpflichen Pool an internationalen Organisationen und Institutio-nen ein eindrucksvolles Programm gestaltet. Dabei wurden UNO/OCHA, das Centre for Democratic Control of Armed Forces (DCAF), aber auch das CERN besucht. Vor allem die Besichtigung des unterirdischen Teilchenbeschleunigers war ein unver-gessliches Erlebnis. Ein weiterer Höhepunkt wartete auf die Delegation in den Räumen des GCSP.

 

Der frühere deutsche Bundesminister und derzeitiges Mitglied des Vorstandes im Weltwirtschaftsforum Philipp Rösler nahm sich insgesamt 3 Stunden Zweit, um über aktuelle Themen der Sicherheits-, Wirtschafts- und Außenpolitik zu sprechen. Insbesondere der gemeinsame Stehimbiss mit sehr persönlichen Bemerkungen zu aktuellen Fragen hat Eindruck hinterlassen. Zum Ende der knapp einwöchigen Reise sei an dieser Stelle allen Beteiligten für eine sehr informative und erlebnisrei-che Woche gedankt. Vor allem das große Angebot an unterschiedlichen Perspekti-ven verschiedenster Institutionen in Lissabon und Genf machen diese Reise für jeden Teilnehmer sehr wertvoll.

 

 

Autor: Nils Wienböker; Fotograf: Katharina Junge

Hamburg, 17.06.2016

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Teilnehmer des Luftmachtseminares

An der Akademie hält das Kommando Luftwaffe sein jährliches Luftmachtseminar ab. Die Veranstaltung ist ein wichtiger Pfeiler in der Weiterentwicklung der Luftstreitkräfte.

„Framework“ und „Cluster

Jedes Jahr nutzt das Kommando Luftwaffe die Räumlichkeiten des Manfred-Wörner-Zentrums für seine einwöchige Arbeitsklausur, in der neue strukturelle und strategische Veränderungen der deutschen Luftstreitkräfte beraten werden. Dieses Jahr arbeiten die ausgewählten Stabsoffiziere an Möglichkeiten der Umsetzung des „Framework Nation“-Konzeptes der NATO für die Luftwaffe.

Kern dieses von Deutschland propagierten Modelles ist es, Mitgliedsnationen die Möglichkeit zu geben, innerhalb der Bündnisstrukturen ihre Zusammenarbeit zu intensivieren. Diese so entstehenden Gruppen von Nationen, „Cluster“ im Nato-Jargon, werden von einer Framework-Nation geführt. Ziel ist es, innerhalb dieser Cluster Fähigkeiten für das Bündnis zu organisieren und zu generieren, die auf Ebene des gesamten Bündnisses sonst nicht umsetzbar wären.

Deutschland als Rahmennation

Solch eine Führungsrolle als Framework-Nation sucht die Bundesrepublik in einer der neun „Expeditionary Airgroups“. Das sind multinationale Luftkampfverbände, die im Rahmen dieses Konzepts aufgestellt werden sollen. Sie sollen in der Lage sein, täglich 350 einzelne Flugmissionen zu koordinieren.  Welche Aufgaben und Verpflichtungen sich für die Luftwaffe aus der Beteiligung und Führung dieses Verbandes entwickeln, war die Aufgabe einer von drei Arbeitsgruppen des Luftmachtseminars. Welche Auswirkung dieses auf die Struktur der NATO hätte, berät eine andere. Die dritte Gruppe betrachtet die Anreize und Herausforderungen so eines Kampfverbandes aus Sicht der beteiligten Partnernationen.

Der Luftwaffenrat tagt

Die Ergebnisse der Arbeitsgruppen sind wichtig für die strategische Weiterentwicklung der Luftstreitkräfte Deutschlands. Dieses kommt nicht zuletzt durch die Anwesenheit des Inspekteurs der Luftwaffe am letzten Seminartag zum Ausdruck. Er nutzt den Besuch nicht nur dafür, sich die Seminarergebnisse aus erster Hand vortragen zu lassen, sondern versucht, diese gleich zu implementieren. Während Tutoren und Seminarteilnehmer im Manfred-Wörner-Zentrum die letzten Ergebnisse zusammentragen und niederschreiben, lässt der Inspekteur den Luftwaffenrat im Hamburger-Saal des Offizierheim tagen.

Zukunftsfähigkeit groß geschrieben – diesem Motto Rechnung tragend haben alle von der Klausur profitiert.

 

 

Autor: Matthias Hoopmann; Fotograf: Katharina Junge

Hamburg, 14.06.2016

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Glückliche Gesichter nach dem Abschluss des Lehrgangs. Nun geht es weiter in Stabsverwendungen auf der ganzen Welt.

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Die Auszeichnungen für die Lehrgangsteilnehmer sind ein wertvolles Erinnerungsstück an die Führungsakademie in Hamburg und die lehrreiche Zeit in Deutschland.

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Unter den Gästen waren Militärattaches und Generalkonsule der vertretenen Nationen, Paten und Familienangehörige der Lehrgangsteilnehmer sowie Mitglieder des Freundeskreises.

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Die internationalen Lehrgangsteilnehmer im Auditorium des Manfred-Wörner-Zentrums

Zum Ende der letzten Woche verabschiedete die Führungsakademie der Bundeswehr den Lehrgang General-/Admiralstabsdienst International 2015. Die Lehrgangsteilnehmer aus aller Welt verlassen die Akademie nach einem erlebnisreichen Jahr in Freundschaft und tiefster Verbundenheit.

„Wir sind wie Sand in der Hand.“ Man dürfe nicht zu fest zugreifen und man dürfe nicht zu sanftmütig sein, so beschreibt es der Lehrgangssprecher des internationalen Lehrgangs Major Zhenhao Chen aus Singapur in erstaunlich gutem Deutsch. Doch die Tutoren hätten immer die richtigen Worte gefunden und seien auf diesem vielfältigen Lehrgang der rote Faden für die ausländischen Offiziere gewesen.

Höhen und Tiefen

Die deutschen Mentoren seien für Ihre Schützlinge und Freunde aus aller Welt immer zuverlässige und hilfsbereite Ansprechpartner gewesen. Gemeinsam haben sie nun fast ein Jahr lang die Höhen und Tiefen an der Akademie in Hamburg Blankenese durchlebt. Die zahlreichen Kleinen und Großen Nationalen Informationstage, an denen sich die jeweiligen Länder eines jeden Lehrgangs vor ausgewähltem Publikum präsentieren, hob der Lehrgangssprecher als ideale Basis für den internationalen Diskurs hervor.

Ob Ukraine, Kosovo, Südkorea oder Kongo. Die individuelle Erfahrung, welche die Lehrgangsteilnehmer aus aller Welt in die Lehre der Akademie einbringen, ist eine einzigartige Möglichkeit, Diskussionen und Meinungsaustausch zwischen Kulturen und Völkern der gesamten Welt zu forcieren.

Wir sind ein Netzwerk

Direktor Jörn Thießen zeigte sich im Rückblick auf das abgelaufene Lehrjahr überaus beeindruckt von dem Erlebten. Der Fachbereichsleiter an der Akademie habe eine Offenheit und tiefstes Vertrauen in der Zusammenarbeit mit den internationalen Offizieren erlebt, die sehr einprägsam gewesen sei. Der Lehrgang trage den wichtigen Gedanken der Grundfreiheiten unserer Demokratie in die Welt.

Generalmajor Achim Lidsba, Kommandeur der Führungsakademie, eröffnete die ehrenvolle Veranstaltung. Bereits in naher Zukunft würden die internationalen Lehrgangsteilnehmer in verantwortungsvollen Positionen in sämtlichen Regionen dieser Welt ihren Platz finden. Bevor die Lehrgangsteilnehmer jedoch ein Stück deutsche Kultur hinaus in die Welt tragen, wird ein Großteil von Ihnen im nächsten Schritt am Lehrgang Europäische Sicherheit teilnehmen.

Dr. Martin Willich hielt auch in diesem Jahr die Laudatio bei der Verleihung des Scharnhorstpreises. Dieser Lehrgang an der Führungsakademie sei eine der wichtigsten Diplomatischen Errungenschaften der Bundesrepublik, so der Präsident des Freundeskreises. Den Scharnhorstpreis im Jahr 2016 erhielt Oberstleutnant Eugenio Ribba aus Chile.

Wie die Gorch Fock

Was die Gorch Fock zu Wasser, sei dieser Lehrgang zu Lande. Ein Aushängeschild. Eine Philosophie und ein Träger der deutschen Leitkultur in ferne Länder.

„Wir bauen hier und heute diplomatische Brücken für die Zukunft“, beschreibt Wolf Dieter Anders das gemeinsame Engagement mit seiner Frau Ute Anders für die internationalen Lehrgangsteilnehmer. Seit mittlerweile 20 Jahren bringen Sie sich als Paten in den kulturellen Austausch ein.

Der Lehrgang bringe ein gemeinsames Verständnis für internationale Solidarität hervor, erklärt Lehrgangsleiter Oberst i.G. Matthias Kohnen. Für die Lehrgangsteilnehmer sei es eine hervorragenden Chance, sich mit den Menschen anderer Streitkräfte auszutauschen, pflichtet Major Pheradze, einer von drei georgischen Lehrgangsteilnehmern bei.

Generalmajor Thapa aus Nepal besuchte in der vergangenen Woche die Führungsakademie. Als ehemaliger Lehrgangsteilnehmer wurde ihm die Ehre zuteil, die Festrede für den Lehrgang General- Admiralstabsdienst International 2015 zu halten.

Bereits am Samstag verabschiedete sich der LGAI beim Gala-Abschlussabend von seinen Paten und vom Freundeskreis. Der Kommandeur der Führungsakademie nebst Gattin war als Ehrengast geladen. Musikalische Untermalung durch das Heeresmusikorps Hannover und weitere Showacts rundeten den Ball zum Abschied des LGAI in Hamburg ab.

Generalstabs-/Admiralstabsdienst International (LGAI)

Der zehnmonatige Lehrgang steht deutschen und internationalen Teilnehmern offen. Lehrgangssprache ist Deutsch. Den internationalen Lehrgangsteilnehmern stehen deutsche Stabsoffiziere als Mentoren zur Seite. Über die militärische Ausbildung hinaus, bekommen die Teilnehmer einen Einblick in die politischen und wirtschaftlichen Strukturen und die kulturellen Eigenheiten unserer Gesellschaft.

Das wichtigste Ziel des Lehrgangs ist der Ausbau eines internationalen Netzwerks auf der obersten militärischen Führungsebene. Das Bundesministerium der Verteidigung entscheidet gemeinsam mit dem Auswärtigen Amt, welche Länder Offiziere nach Deutschland entsenden können.

 

 

Autor: Matthias Hoopmann; Fotograf: Katharina Junge

Hamburg, 14.06.2016

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Offenheit beginnt mit offenen Türen. Die neue Broschüre der Führungsakademie der Bundeswehr war ein Blickfang am Tag der Bundeswehr.

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Auch am Wissensstandort Hamburg wird der gesundheitliche Aspekt in der Ausbildung nicht vernachlässigt.

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Oberstleutnant Wolfgang Janker brachte dem interessierten Publikum das Ausbildungskonzept der Akademie näher.

260.000 Besucher Besucher bundesweit, 5.500 Gäste in Hamburg, Appell zur Leutnantsbeförderung durch Staatssekretär Gerd Hoofe: Der nach 2015 nun zweite Tag der Bundeswehr am 11. Juni 2016 bot ein besonderes Programm.

 

Die Hansestadt Hamburg ist für die Bundeswehr eine bedeutende Bildungsmetropole. Gemeinsam mit der Helmut-Schmidt-Universität, dem akademischen Bundeswehr-Lehrkrankenhaus und weiteren Dienststellen präsentierte die Führungsakademie die vielschichtige Weiterbildung und das umfangreiche Ausbildungsprogramm. Von Hohn bis Stetten am kalten Markt und von Trier bis Schlieben stellte die Bundeswehr ihr facettenreiches Können dar.

Wissensstandort Hamburg

Am 11. Juni stellte sich auch die Führungsakademie am „Tag der Bundeswehr“ in Vorträgen, Mitmachaktionen, Präsentationen und zahlreichen Gesprächen vor. Die Akademie in Hamburg Blankenese spielt eine zentrale Rolle für den Wissensstandort Hamburg

Leutnantsbeförderung

Auf dem Gelände der Universität der Bundeswehr wurde den rund 5.500 Gästen ein umfangreiches und vielfältiges Programm geboten, darunter eine Kinderuniversität und ein moderiertes buntes Show-Programm auf der Bühne. Gleichzeitig fand an dem Tag der große Appell zur Leutnantsbeförderung von etwa 400 Soldatinnen und Soldaten durch Staatssekretär Gerd Hoofe statt.

Über 260.000 Besucher

Bundesweit erlebten über 260.000 Besucher den zweiten Tag der Bundeswehr. Nach der erfolgreichen Premiere im Vorjahr lernten die Gäste die Streitkräfte aus nächster Nähe kennen. Brigadegeneral Thomas Hambach, Direktor Lehre an der Führungsakademie, repräsentierte die Führungsakademie vor Ort. "Ich bin sehr zufrieden mit dem Ablauf. Die hohe Anzahl an Besuchern und die vielen interessanten Gespräche zeigen das große Interesse der Menschen an der Bundeswehr." Wir freuen uns auf den dritten Tag der Bundeswehr.  

 

 

Autor: Matthias Hoopmann; Fotografin: Katharina Junge

Hamburg, 09.06.2016

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Der Diversity Gedanke verbreitet sich stetig in der Bundeswehr.

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Frau Oberstarzt Dr. Lale Bartoschek lieferte im Impulsvortrag spannende Einblicke in die aktuellen Planungen.

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Frau Oberstarzt im Gespräch mit Teilnehmern des Workshops.

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Die Ergebnisse aus der Gruppenarbeitsphase lieferten neue kreative Ansätze

Der Auftrag der Bundeswehr ist vielfältig. Das Personal der Bundeswehr ist vielfältig. Die Erfahrungswelten in der Bundeswehr sind vielfältig. Der gestalterische Umgang mit Vielfalt ist unerlässlich für die Erfüllung unserer Aufgaben. Die Charta der Vielfalt hielt im Februar 2012 Einzug in die Bundeswehr. Seither hat sich vieles getan. In dieser Woche war die Führungsakademie in Hamburg Gastgeber des Aktionstages Diversity im Jahr 2016.

Junge und Ältere, Erfahrene und weniger Erfahrene, Menschen mit und ohne gesundheitlichen Beeinträchtigungen, Gläubige und Nichtgläubige, Menschen mit und ohne Migrationshintergrund, Menschen unterschiedlicher sozialer Herkunft und sexueller Orientierung sowie Menschen in verschiedensten Lebenssituationen. Soziokulturelle Aspekte rücken aus unterschiedlichen Perspektiven in den Fokus der Öffentlichkeit. Der Facettenreichtum und die kulturelle Vielfalt in der Bundeswehr scheinen auf den ersten Blick beachtlich. Die Bundeswehr ist Spiegel der Gesellschaft. Und die Führungsakademie ist Spiegel der Bundeswehr. Mit zahlreichen nationalen und internationalen Lehrgängen an der Akademie, an denen ausgewählte, hochrangige Führungskräfte von Streitkräften aus Regionen rund um die Welt geladen werden, ist die Akademie ein ideales Beispiel für den multinationalen Diskurs und leistet einen wichtigen und international anerkannten Beitrag zum kulturellen Gedankenaustausch.

Innere Führung als Baustein

Die Innere Führung, die Unternehmensphilosophie der Bundeswehr, müsse unabhängig dieser positiven Beispiele ständig weitergedacht werden. Die Charta der Vielfalt werde auch über eine weiterentwickelte Innere Führung mehr und mehr in die zukünftigen Planungen und Entscheidungen einfließen. Nicht umsonst handelt es sich bei der Inneren Führung um ein dynamisches Konzept, das diskursiv ausgelegt sei, verdeutlicht Frau Dr. Maren Tomforde, Dozentin an der Akademie.

Vielfalt auch in der Diskussion

Diskussionen entfachten auch beim 04. Diversität Tag der Bundeswehr an der höchsten Ausbildungseinrichtung der Bundeswehr. Die grundlegende Frage nach der Realisierbarkeit von Chancengerechtigkeit beantwortete Frau Dr. Lale Bartoschek sehr anschaulich und umfassend. Auch wenn wir im tolerantesten und freiheitlichsten Deutschland aller Zeiten leben, sei es wichtig, so die Frau Oberstarzt, Ungerechtigkeiten und Missstände in allen Bereichen zu erkennen und aufzuzeigen. Verschieden zu sein sei dennoch bereits gelebte Normalität. Nach klassischen Ansätzen des Diversity Management gehe es vielmehr darum, positive Aspekte weiter zu stärken und negative Erscheinungen zu minimieren, pflichtet Oberstleutnant Dr. Uwe Ulrich bei. Es sei entscheidend, den Angehörigen der Bundeswehr alle notwendigen Kompetenzen an die Hand zu geben, schlägt Frau Dr. Petra Köppel von der Firma Synergie Consult vor. Nur so könne man der Herausforderungen, die Vielfalt mitbringen, im Einklang mit den Säulen der Inneren Führung Herr werden, erklärt Oberstleutnant Dr. Matzig und das Potential und die Fähigkeiten eines jedes einzelnen würden ausgeschöpft, ergänzte Frau Dr. Tomforde.

Wir sind alle individuell

Brigadegeneral Thomas Hambach, Direktor Lehre an der Akademie, begrüßte die Teilnehmer aus verschiedensten Bereichen und Einheiten innerhalb der Bundeswehr und stellte deutlich heraus: „Vielfalt ist Grundvoraussetzung für eine funktionierende Bundeswehr“. Vielfalt müsse gelebt und gestaltet werden. Immer mit dem Ziel, ein Arbeitsumfeld frei von Vorurteilen zu schaffen.
Frau Oberstarzt Dr. Batoschek forderte im anschließenden Impulsvortrag zum 04. Diversity Day in diesem Workshop nach kreativen Lösungen zu suchen und diese tief in der Bundeswehr zu verankern. Niemand könne frei von Vorurteilen sein, doch kulturelle Offenheit sei ein erster, elementarer Schritt.
“Die Idee des Diversity Management muss mit Herzblut verbreitet und systemisch in den Arbeitsalltag integriert werden”, beschreibt der Planer des Aktionstages der Bundeswehr, Dr. Uwe Ulrich, seine Philosophie. Denn es gehe um mehr als reine Konzeption und Theorie. Letztlich müsse ein Signal für Offenheit und Toleranz und ein gemeinsames Verständnis für den vielfältigen Auftrag bei jeder und jedem Angehörigen in der Bundeswehr ankommen.

Charta der Vielfalt

Seit rund zehn Jahren gibt es die Charta der Vielfalt. Seitdem verbreitete sie sich rasant in den Unternehmen und Institutionen der gesamten Bundesrepublik. Die Charta steht für einen ganzheitlichen Ansatz im gestalterischen Umgang mit Vielfalt. Diversity hat seinen Ursprung in der nordamerikanischen Bürgerrechtsbewegung und wurde in vielen Ländern schon lange von zivilgesellschaftlichen Organisationen und Hochschulen aufgegriffen und in Lehre und Arbeitswelt integriert. Bundesweit über 2.300 Unternehmen und Institutionen stehen mittlerweile für die Charta der Vielfalt ein. Die Führungsakademie an vorderster Front für die Bundeswehr.

Für Korvettenkapitän Marcel Siegel war es ein sehr gewinnbringender Ansatz, sowohl die strategischen Planer als auch Lehrgangsteilnehmer aus diversen Bereichen der Bundeswehr zusammenzubringen. Die Ergebnisse aus den konstruktiven Gesprächen an der Akademie werden unmittelbar zusammengefasst und im Stabselement „Chancengerechtigkeit, Vielfalt und Inklusion“ für die weitere konzeptionelle Arbeit genutzt. Die Ergebnisse der Ideenwerkstatt seien ein Beitrag zur diskursiven Weiterentwicklung der Innere Führung, zeigt sich Oberstleutnant Dr. Ulrich zielstrebig und ergänzt: „Der Diversity Gedanke ist gut für die Bundeswehr“.

 

 

Autor: Autor: LGAN; Fotograf: FüAkBw

Hamburg, 06.06.2016

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Besuch des Apostolischen Palasts im Vatikan

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Kranzniederlegung Monte Cassino

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Empfang der Delegation durch den Chef des Stabes Generalleutnant di Marco

Der europäische Partner im Süden, Italien, ist vor allem durch innen- und außenpolitische Herausforderungen in den letzten Jahren in den Fokus der Betrachtung gerückt. Aktuell hat die Südflanke der NATO vor allem unter den Eindrücken zunehmender Migrationsströme an Bedeutung gewonnen.

Doch wer eigentlich ist dieser Partner im Süden und welche Rolle spielt er auf der europäischen politischen Bühne? Um diese Frage zu beantworten, reiste eine Delegation des 11. streitkräftegemeinsamen Lehrgangs General-und Admiralstabsdienst national (LGAN 2014) der Führungsakademie der Bundeswehr unter Führung des stellvertretenden Kommandeurs und Direktors Lehrgänge, Flottillenadmiral Schneider nach Rom und Neapel.

Roma videre – die ewige Stadt

Zu Beginn der Reise erfolgte ein Besuch des italienischen Äquivalents zur Führungsakademie, des „Centro alti studi per la difesa“ (CASD). Hier wurde der Aufbau der Akademie und der italienische Generalstabslehrgang erklärt. Im Anschluss daran folgte der Besuch bei der Konrad-Adenauer-Stiftung, an der Piazza Navona gelegen. Hier wurde mit Mitarbeiterinnen der Stiftung angeregt über die italienischen politischen Interessen in der EU und der NATO diskutiert und die Interessen der Bundesrepublik Deutschland sowie die Wahrnehmung Italiens in der deutschen Politik thematisiert. Es folgte als Highlight des eindrucksvollen Tages eine Einladung zum Empfang durch die deutsche Botschafterin in Italien, Frau Dr. Wasum-Rainer, in ihre Residenz, der Villa Almone, am Südrand Roms gelegen. Der Tag gab den Reiseteilnehmern einen tiefen Einblick in die Lage Italiens in Europa und vor allem in die Arbeit der deutschen Diplomaten an der Südflanke Europas.

Am zweiten Tag erfolgte der Besuch des Vatikans. Dazu wurde die Delegation vom Deutschen Gesandten beim Heiligen Stuhl, Herrn Heldt, im Hotel empfangen und nach einem kurzen Einleitungsbriefing in den Apostolischen Palast im Vatikan geleitet. Dort wartete das Mitglied der vatikanischen Staatskanzlei, Monsignore Florian Kolfhaus, auf die Delegation und stellte sich der Diskussion. Dabei gab er tiefe Einblicke in die inneren Abläufe des Kirchenstaates, der Besonderheit des Vatikans als einzigem Staat, der aus zwei Völkerrechtssubjekten besteht, und vor allen Dingen zeigte er die Bedeutung des Vatikan in der Weltpolitik auf, in der der flächenmäßig kleine, mit einer „Einwohnerzahl“ von ca. 1,2 Milliarden Christen aber bevölkerungsmäßig sehr bedeutende Staat, eine Rolle als Global Player mit großer Gestaltungsmacht einnimmt.

Den letzten Teil der Visite des Vatikans bildete die Schweizer Garde. Hier gab der „Spieß“ der Schweizer Garde, Feldweibel Kühn, einen Parforceritt durch die Geschichte, die Aufgaben, die Struktur und die Nachwuchsgewinnung der päpstlichen Leibgarde. Höhepunkt des Besuchs war der Besuch der Waffenkammer, mit den prunkvollen Brustpanzern und Waffen der Garde.

Zum Abschluss des Besuchs in Rom wurde die Reisegruppe im italienischen Präsidentenpalast dem „Quirinal“ empfangen. Es folgte eine Führung durch die eindrucksvolle Einrichtung, die bereits einigen Päpsten und den italienischen Königen als Regierungssitz gedient hatte. Am Abend wurde die Delegation bei den Carabinieri empfangen. Die Carabinieri sind die Militärpolizei Italiens, die mit ca. 105.000 Mann auch gleichzeitig die größte Teilstreitkraft der italienischen Armee bilden. Für die Reisegruppe war der Besuch bei dieser stolzen und geschichtsträchtigen Truppe sehr beeindruckend und bildete einen würdigen Abschluss des Besuchsabschnittes in Rom.

Monte Cassino und die Stadt auf glühenden Kohlen

Am nächsten Tag wurde die Reise in Richtung Neapel fortgesetzt. Dabei gab es einen Halt am Monte Cassino Massiv, dem Nadelöhr an der ehemaligen Gustavlinie, an welchem die alliierten Truppen im Jahre 1944 den Durchbruch nach Norden suchten. Hier fand die Reise, mit der Durchführung einer Kranzniederlegung, ihren emotionalen Höhepunkt auf dem deutschen Soldatenfriedhof, auf dem ca. 23.000 auf den süditalienischen Schlachtfeldern des Zweiten Weltkrieges gefallene deutsche Soldaten ruhen.

Neapel

Der folgende Tag begann mit dem militärischen Höhepunkt der Reise, dem Besuch des Joint Forces Command (JFC) Naples. Die Delegation wurde dort vom Chef des Stabes Generalleutnant di Marco und dem deutschen J9, Brigadegeneral Kloss, empfangen. Es folgte ein interessanter Einblick in die Einsatzplanung und -steuerung durch das JFC an der Südflanke der NATO, der mit brandaktuellen Beispielen untermauert wurde.  

Der Nachmittag wurde mit einer Stadtführung durch Neapel abgerundet, eine Stadt am Fuße des Vulkans Vesuv, der wie eine ständige Drohkulisse am Rande der Stadt thront. Große Teile der Stadt befinden sich auf den Ausläufern seiner Magmafelder, die ihre Anwesenheit mit einem ständigen Schwefelgeruch, der über der Stadt liegt, in Erinnerung rufen. Um dieses Naturschauspiel in all seiner Macht nachvollziehen zu können, wurde die Reise mit einem Besuch der beim Ausbruch des Vesuvs im Jahre 79 nach Christus zerstörten römischen Stadt „Herculaneum“ und dem Aufstieg auf den Vulkan abgerundet.

Im Rückblick auf diese Reise waren sich alle Reiseteilnehmer einig, ein sehr interessantes und anspruchsvolles Programm erlebt zu haben, das tiefgreifende Einblicke auch hinter die Kulissen der Arbeit, die deutsche Soldaten und Diplomaten in Italien tätigen, geboten hat. All dies, in Verbindung mit den gewonnenen Eindrücken der italienischen Kultur, wird den Reiseteilnehmern sicherlich noch lange positiv in Erinnerung bleiben.

 

 

Autor: Shaquille Ksila; Fotograf: Shaquille Ksila

Hamburg, 03.06.2016

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Der 06. Solidaritätslauf findet Jahr für Jahr mehr Anhänger.

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Auch Flottillenadmiral Karsten Schneider engagierte sich als Läufer.

„Das ist Bundeswehr zum Anfassen, das ist Ehrenamt zum Anfassen und das ist Hilfe zum Anfassen“. Solidarität heute: Das bedeutet vollen Einsatz zu zeigen, egal was vor einem steht. Das bewiesen die Läufer! Wie schon im letzten Jahr unterstützte die Führungsakademie der Bundeswehr den diesjährigen Solidaritätslauf an der Helmut-Schmidt-Universität.

Von dem schlechten Wetter ließen sich die Läufer an diesem Tag nicht demotivieren und zeigten vollen Köpereinsatz. Flottillenadmiral Karsten Schneider und Brigadegeneral Thomas Hambach liefen für die Führungsakademie. Laufen für den guten Zweck – Dieses stand für Groß und Klein im Vordergrund. Für die Studenten der Helmut-Schmidt-Universität, die den Solidaritätslauf veranstalteten, war der Lauf ein großer Erfolg.

Farbige Zeichen der Solidarität

Die „gelbe Schleife“ ist ein Zeichen der Solidarität und für viele Läufer ein absolutes Muss. Doch was sagen die kleinen Symbole eigentlich aus?

Die Aktion „gelbe Schleife" kommt ursprünglich aus dem amerikanischen Raum und war ein sehr emotionales Symbol für Soldaten, die aus dem Einsatz im Ausland wiederkamen. Seinerzeit sollten die Frauen für ihre Männer ein gelbes Stoffstück um einen Baum binden. Ein deutliches Zeichen der Verbundenheit.

An diesem Tag trugen viele Läufer die gelbe Schleife, um der verletzten Soldaten im Ausland zu gedenken. Mehrere Stiftungen unterstützten den Lauf. „Das ist Bundeswehr zum Anfassen, das ist Ehrenamt zum Anfassen und das ist Hilfe zum Anfassen“, beschreibt der Vorsitzendende der Soldaten und Veteranen Stiftung, Oberstleutnant Thomas Behr, sehr passend.

3,2,1 Los

Der Solidaritätslauf war abwechslungsreich. Von den fünf verschiedenen Laufstrecken war der Halbmarathon der erste Einstieg, bei dem es den sportlichen Eifer zu zeigen galt. Schaffensfreudig und mit vollem Elan gingen die Läufer an den Start.

Mit einer riesigen Freude und Spaß liefen eine große Anzahl von Kindern beim 800 Meter Solidaritätslauf mit: der sogenannte Bambini-Lauf.

Der 12 km Lauf war mit vielen Läufern besetzt. Sie alle setzten sich für die Kameraden, die im Auslandseinsatz verletzt wurden, ein. Den Startschuss zu diesem Lauf gab Brigadegeneral und Direktor Lehre an der Führungsakademie der Bundeswehr Thomas Hambach. Im Anschluss begann der farbenfrohe und unterhaltsame 12 km Marsch. Schnell zur Sache ging es im 3 Kilometer Rennen. Mit großer Leidenschaft lief auch Flottillenadmiral Karsten Schneider, Stellvertretender Kommandeur der Führungsakademie und Direktor Lehrgänge.

Lauft mit – Helft mit

Die gesammelten Spenden waren in diesem Jahr überragend. Insgesamt 39.000 Euro sammelte das Organisationsteam für die unterschiedlichen Stiftungen. Eine enorme Zahl und großartige Leistung. Das Geld ging unter anderem an die Veteranen Stiftung des deutschen Bundeswehr Verbandes, die Oberst Schöttler Versehrten Stiftung und die Stiftung der deutschen Polizeigewerkschaft. Eine ausgezeichnete Leistung zeigten die studierenden Offiziere und Offiziersanwärter der Helmut-Schmidt-Universität der Bundeswehr, die sich ein Jahr lang auf den Lauf vorbereitet hatten. Sehr engagiert bildeten die Studenten beim Solidaritätslauf das Organisationsteam, um für alle Fragen und organisatorische Sachen zur Verfügung zu stehen und um für das nächste Jahr wieder ein vielfältiges Teilnehmerfeld für den Solidaritätslauf zu gewinnen.

 

 

Autor: Diana Wade

Hamburg, 27.05.2016

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LGAN 2014 während des Vortrages zur Methodik der Zukunftsanalyse durch das Planungsamt der Bundeswehr

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Auftaktimpulse zu Verteidigungsplanung in NATO und EU durch Oberstleutnant i.G. Thomas Henschke vom BMVg

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Informationsaufnahme der Arbeitsgruppen während des Vortrages zur Konzeption zivile Verteidigung durch das Bundesministerium des Inneren

Die Strategischen Analysen sind ein zentrales Projekt eines jeden Generalstabs-/ Admiralstabsdienstlehrgangs national (LGAN) an der Führungsakademie der Bundeswehr. Der Lehrgang erarbeitet hierbei ein Thema mit strategischer Bedeutung für die Streitkräfte.

Strategische Analysen

Unter dem Leitthema „Herausforderung Sicherheit – Der Beitrag moderner Streitkräfte zu Kooperation und vernetztem Handeln in der Außen- und Sicherheitspolitik“ untersucht der LGAN 2014 in diesem Jahr, wie ressortgemeinsames und multinationales Handeln zur Optimierung des Fähigkeitsprofils der Bundeswehr genutzt werden können. Zielsetzung ist es, die Beschreibung eines notwendigen Fähigkeitsprofils gemeinsam zu erarbeiten.

Intensive Arbeit

Nach intensiver Abstimmung über das vom Lehrgang entwickelte Thema ist am 19.04.2016 der Startschuss für die inhaltliche Bearbeitung in fünf Arbeitsgruppen gefallen. Vorträge von externen Dienststellen, Workshops mit Experten und die Ausnutzung der akademischen Freiheiten der Führungsakademie sind nur einige Elemente dieser Arbeitsphase. In den kommenden Wochen werden die Arbeitsgruppen sowohl inhaltlich an der Aufgabenstellung arbeiten als auch organisatorisch die Rahmenbedingungen für eine ganztägige Vorstellung der Studienergebnisse schaffen.

Ergebnispräsentation

Am 30.06.2016 wird diese Arbeitsphase in eine Ergebnispräsentation münden, zu der die Lehrgangsteilnehmer ihre Ergebnisse dem Generalsinspekteur und den führenden Planern sowie Weiterentwicklern aus allen Bereichen der Bundeswehr vorstellen. In anschließenden Dialogen und Diskussion können die Ergebnisse in einem weniger formellen Rahmen vertiefend besprochen werden.

Treffpunkt für die konzeptionelle Elite

Zusammengefast kann die Führungsakademie der Bundeswehr in dieser Veranstaltung mit einem hochaktuellen Thema als Plattform für den elitären Diskurs der Bundeswehr dienen und weiterführende Denkanstöße liefern.

 

 

 

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