Autor: Jens Landau; Fotografin: Katharina Junge

Hamburg, 20.12.2016

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„Determined Effort“ - Vielschichtige Stabsübung

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Übungsteilnehmer besetzen Schlüsselfunktionen im simulierten Korpsstab

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NATO-Führungsprozess praktisch angewandt

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Künftige Einsätze vor Augen – Training in international durchmischten Übungsgruppen

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Generalleutnant a.D. Ton van Loon bereichert als Senior Mentor die Übung durch seine umfangreichen Kenntnisse

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Offiziere verschiedener Nationen weiterhin im Austausch

Mit dem sich zu Ende neigenden Ausbildungsjahr 2016 an der Führungsakademie der Bundeswehr ging auch für die knapp 45 Heeresuniformträger des nationalen Generalstabs- und Admiralstabslehrgangs die sogenannte Heeresphase zu Ende. Höhepunkt und gleichzeitig Abschluss dieses prägenden Ausbildungsabschnittes stellte nunmehr die zweiwöchige Stabsübung „Determined Effort“ dar, in der der ohnehin internationale Lehrgang durch Delegationen aus vier weiteren Ländern unterstützt wurde.

Komplexes Szenario

Auf dem Gebiet der Iberischen Halbinsel kam es zu einem bewaffneten Konflikt zweier fiktiver Staaten, die sich im Streit um Ressourcenvorkommen als auch durch einen ethnischen Konflikt befeuert gegenseitig angegriffen und jeweils Staatsterritorium des Anderen erobert hatten. Die NATO hat in der Folge einen Korpsstab damit beauftragt, als sogenanntes Land Component Command eine landgestützte Operation zur Trennung der Konfliktparteien zu planen und diese mit den anderen Teilstreitkräften abzustimmen. Die Kernfunktionen des Korpsstabes wurden im Rahmen der Übung durch Lehrgangsteilnehmerinnen und -teilnehmer besetzt.

Neue Führungsebene – Neuer Führungsprozess

So manch einem Lehrgangsteilnehmer war im Vorfeld der Übung zu Beginn der Ausbildung auf der Ebene Korps die Enttäuschung ins Gesicht geschrieben, als die liebgewonnene und intensiv studierte ehemalige Heeresdienstvorschrift 100/100 „Truppenführung“ durch den Führungsprozess der NATO, beschrieben in der Comprehensive Operations Planning Directive, ausgetauscht werden musste. In knapp vier Wochen wurde der neue Prozess sowohl theoretisch vorgestellt und erarbeitet, als auch in einer kurzen Planübung praktisch angewandt. Die Voraussetzungen waren damit gelegt, um in der Abschlussübung zu bestehen und den neuen Prozess zu vertiefen.

Multinationalität zum Anfassen

Das internationale Gesicht des Lehrgangs hat sich während der Übung noch weiter ausgepägt. Zu den zwölf internationalen Lehrgangsteilnehmern aus zehn NATO-Staaten kamen weitere Kameraden aus den USA, Großbritannien, Polen und Frankreich hinzu. Mit der Übungssprache Englisch hatten sich alle Übungsteilnehmer schnell arrangiert und jeder brachte seine ganz individuellen Erfahrungen aus Ausbildung und Einsatz gewinnbringend ein. Generalmajor John S. Kem, der Leiter der Army University und Stellvertretende Kommandeur des Command and General Staff College in Fort Leavenworth, USA, stellte anlässlich seines Besuches heraus, dass die heutigen Einsätze ohne multinationale Kooperation nicht mehr vorstellbar seien. „Lernen Sie die Offiziere anderer Nationen kennen, bilden Sie Netzwerke und lernen Sie voneinander“, lautete sein Auftrag im Rahmen des gemeinsamen Abschlussabends.

Senior Mentor

Als Senior Mentor konnte auch in diesem Jahr wieder der ehemalige Niederländische Generalleutnant Ton van Loon gewonnen werden. Die drei Übungsstäbe profitierten intensiv von dem großen Erfahrungsschatz des ehemaligen Kommandierenden Generals des I. Deutsch-Niederländischen Korps und Kommandeurs des Regionalkommandos Süd in Afghanistan. In seiner Rolle als Kommandeur verdeutlichte er ein ums andere Mal wie wichtig ein ganzheitlicher Ansatz und insbesondere die Tätigkeitsfelder Zivil-Militärische Zusammenarbeit und Operative Kommunikation in den heutigen Konflikten seien. „Konzentrieren Sie sich nicht nur auf das Gewinnen des militärischen Gefechts, sondern insbesondere darauf eine friedliche Lösung zu erreichen“, lautete sein Credo. Auch er hob die Bedeutung von Multilateralismus hervor. „Berücksichtigen Sie die Vorzüge verschiedener Nationen und setzen Sie sie gewinnbringend ein“. Auf diese Weise entfalte ein Bündnis wie die NATO seine wahre Stärke.

Übergang zur operativen und strategischen Ebene

Für die Heeresuniformträger in der anspruchsvollen Generalstabsausbildung endete mit der Stabsübung „Determined Effort“ die Ausbildung auf der höchsten taktischen Ebene. Sie blicken auf eine spannende und fordernde Zeit zurück, in der vor allem die taktische Führung von Landstreitkräften vertieft, bereits aber auch Schnittstellen zur operativen Ebene abgebildet wurden. Diese Ebene wird in der folgenden „Joint-Lehre“ gemeinsam mit den Kameraden von Luftwaffe und Marine im Fokus der Ausbildung stehen.

 

Autor: Maximilian Voß; Fotografin: Katharina Junge

Hamburg, 02.01.2017

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Teilnehmer des 20. Seminardurchganges

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Leiter des Kompetenzzentrum für Reservisten-angelegenheiten der Bundeswehr, Oberst Benedict von Andrian, trägt im Seminar vor

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Teilnehmer erfahren Facetten ihrer Aufgabe

Ohne die Reservistinnen und Reservisten bei der Bundeswehr würde es im Dienstbetrieb an so mancher Stelle haken und klemmen. Sie sind im Dienstalltag ein wesentlicher Bestandteil und stellenweise gar unverzichtbar für die Auftragserfüllung, wenn beispielsweise Personal gesundheitsbedingt längerfristig ausfällt. Doch neben der Rolle für die Personalergänzung und -verstärkung kommt ihren auch eine Mittlerfunktion für die Bundeswehr in der Gesellschaft zu. Der Heimatschutz, wie zuletzt beispielsweise beim Elbehochwasser im Jahr 2014, ist ebenfalls eine wichtige Aufgabe der Reserve.

Vorbereitung auf wichtige Aufgabe

Das Weißbuch 2016 wird diesem Umstand gerecht. Hier wird aufgeführt, dass den Reservisten beim Entwickeln und Bereitstellen künftiger Fähigkeiten der Bundeswehr eine bedeutende Rolle zukommt. „Sie leisten nicht nur einen unverzichtbaren Beitrag im gesamten Missionsspektrum der Bundeswehr sondern sind auch Symbol für die feste Verankerung der Truppe in der Gesellschaft“, heißt es hier weiter. Um die Reservistenarbeit in den Verbänden zielgerichtet zu lenken, werden die Kommandeure aller Ebenen durch einen Beauftragten für Reservistenangelegenheiten unterstützt. Diese Aufgabe wurde den stellvertretenden Kommandeur des jeweiligen Verbandes übertragen. Damit dieser Personenkreis – der vom Generalmajor bis zum Oberstleutnant reicht – auf diese Nebenaufgabe vorbereitet wird, wurde das Seminar „Beauftragter für Reservistenangelegenheiten“ an der Führungsakademie eingerichtet.

Besonderer Personenkreis

Für den Seminarleiter Oberst i.G. Michael Buck liegt die Herausforderung darin, „diesen besonders ausgelasteten Personenkreis in einem zeitlich gestrafften Seminar die wesentlichen Aspekte der Reservistenarbeit – die von der Konzeption der Reserve über das Personalmanagement der Reservisten bis zur Rolle des zivilen Arbeitgebers reichen – bezogen auf ihre Aufgabe nahezubringen“. Buck weiß, dass diese Aufgabe nur zu lösen ist, wenn „bei diesem anspruchsvollen Teilnehmerkreis im Seminar die jeweiligen Spitzen der Fachexpertise und tatsächlich Handelnde zu Wort kommen“.

Fachwissen vermittelt

Regelmäßig tragen unter anderem Vertreter aus dem Bundesministerium für Verteidigung, aus dem Kompetenzzentrum für Reservistenangelegenheiten und vom Verband der Reservisten der Bundeswehr vor. Es sei durch die hochwertigen Referenten „ein sehr informatives und anregendes Seminar in überaus angenehmer Atmosphäre“, berichtet ein Teilnehmer des Kurses. Mit bisher 20 Durchgängen des Seminars kann Oberst Buck gerade ein kleines Jubiläum feiern.

Positives Feedback

Die Rückmeldungen der Seminarteilnehmer zeichnen ein positives Bild. „Die persönlichen Gespräche abends und in den Pausen sind nicht zu unterschätzen - ich habe wertvolle Erkenntnisse für meine Aufgaben mitnehmen können“, lässt ein Kursteilnehmer wissen. Mit etwas Glück erschließen sich im Rahmen des Seminars sogar ganze Netzwerke. „Mein Highlight: ich habe hier gleich drei Beauftragte für Reservistenangelegenheiten kennengelernt, mit denen ich zukünftig im Organisationsbereich zusammen arbeiten werde“, resümiert ein weiterer Seminarteilnehmer. Bei solch einem positiven Feedback der Seminarteilnehmer kann Oberst i.G. Buck hoffnungsfroh auf die nächsten Durchgänge blicken.

 

Autor: Matthias Hoopmann; Fotograf: Katharina Junge

Hamburg, 20.12.2016

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Die transatlantische Beziehung zu den USA ist von besonderer Bedeutung

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Bruce Stubbs, Stellvertretender Direktor der Abteilung Strategie und Politik

Deutschland und die USA verbindet eine lange, gewachsene Freundschaft. Die bilateralen Beziehungen zu den Vereinigten Staaten von Amerika beruhen auf gemeinsamen Erfahrungen, Werten und Interessen. Auch zukünftig wird diese transatlantische Partnerschaft für Frieden, Freiheit und Gerechtigkeit von überragender Bedeutung sein. Zeichen der gegenseitigen Wertschätzung sind Besuche beider Länder. Am 20 Juni besuchte der stellvertretende Direktor der Abteilung Strategie und Politik im Pentagon, Herr Bruce Stubbs, die Führungsakademie der Bundeswehr.

Strategische Ausrichtung

Der Stellvertretende Direktor der Abteilung Strategie und Politik im Pentagon, Herr Bruce Stubbs, informierte sich anlässlich seiner Teilnahme an der Kiel Conference auch über die strategische Ausrichtung der Führungsakademie in Hamburg. Flottillenadmiral Karsten Schneider, der stellvertretende Kommandeur der Führungsakademie, empfing den amerikanischen Gast. Im Fokus des Austausches stand die aktuelle Entwicklung der Marine.

Marine im Mittelpunkt

Bei einem gemeinsamen Mittagessen hatten Flottillenadmiral Schneider, Kapitän zur See Jason Hines, US-Verbindungsoffizier, sowie Kapitän zur See Christian Meyer, Dozent im Fachbereich Marine, die Gelegenheit, dem stellvertretenden Direktor einen Einblick in die höchste Ausbildungseinrichtung der Bundeswehr zu gewähren.

Vortragsreihe an der Führungsakademie

Herr Bruce Stubbs trug sich im Anschluss in das Gästebuch der Akademie ein. Die Vortragsreihe am Nachmittag lieferte eine zielgerichtete Grundlage für die weitere Reise des amerikanischen Gastes zur Kiel Conference. Diese ist ein Symposium, das aktuelle und künftige Herausforderungen für die maritime Sicherheit diskutiert. Mit Vertretern aus Militär, Wissenschaft, Politik und Industrie werden dort wie im Lehrbetrieb der Akademie geostrategische, politische, rechtliche, militärische, wirtschaftliche und technologische Entwicklungen betrachtet.

 

 

Autor: Matthias Hoopmann; Fotografin: Katharina Junge

Hamburg, 20.12.2016

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Dr. Günter Mohrmann war fast 35 Jahre an der Führungsakademie aktiv

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Herr Direkter Jörn Thießen verabschiedet Dr. Günter Mohrmann

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Generalmajor Achim Lidsba und Brigadegeneral Hambach hatten zur Verabschiedung geladen

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Künftige Einsätze vor Augen – Training in international durchmischten Übungsgruppen

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Dr. Günter Mohrmann neben der Clausewitz-Büste

Fast 35 Jahre forschte und lehrte Dr. Günter Mohrmann als Dozent an der Führungsakademie der Bundeswehr. Mit dem neuen Jahr beginnt nun ein völlig neues Leben. Als Dr. Mohrmann 2013 das Ehrenkreuz der Bundeswehr in Gold erhielt, war er bereits über 30 Jahre für die Führungsakademie in Hamburg tätig. Als Dozent für den Frieden war der 1950 geborene Politologe und Ökonom zuletzt als leitender Wissenschaftler und Fachgebietsleiter an der Akademie engagiert.

Krisen- und Konfliktforscher

Zu seinen Arbeitsschwerpunkten zählten die Krisen- und Konfliktforschung, die Außen- und Sicherheitspolitik, internationale Entwicklungszusammenarbeit oder die Entwicklung von  Zukunftsprognosen. Nach einer Ausbildung zum Speditionskaufmann bei Kühne & Nagel in Bremen absolvierte Dr. Günter Mohrmann seinen Wehrdienst bei der Flugabwehr in Achim-Uesen nahe der Hansestadt. Er studierte anschließend Politik, Ökonomie, Erziehungs- und Gesellschaftswissenschaften an der Universität Bremen und schloss dort seine Promotion zum Dr. rer. pol. ab.

1982 bis 2016

Nach verschiedenen Lehraufträgen wechselte Dr. Günter Mohrmann 1982 zur Nachbar-Hansestadt nach Hamburg an die Führungsakademie der Bundeswehr. Hier in Blankenese lehrte er anfangs Volkswirtschaftslehre und war seit 2010 im Fachbereich „Human- und Sozialwissenschaften“ für den Lehrbereich mitverantwortlich. Ab April 2012 bis Oktober 2013 war Mohrmann zudem Leiter des Fachgebiets „Militär und Ökonomie“.
Bereits im letzten Jahr veranstaltete die Akademie ein Symposium zu Ehren von Dr. Mohrmann. Nun verabschiedete sich ein langjähriger Weggefährte aus dem wissenschaftlichen Bereich der Führungsakademie. Wir wünschen Dr. Günter Mohrmann auch an dieser Stelle alles Gute für die Zukunft.

 

 

Autor: Bundeswehr; Fotografin: Katharina Junge

Hamburg, 20.12.2016

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Mit einer feierlichen Übergabe verabschiedete sich Generalmajor Achim Lidsba am 31. August nach 43 Dienstjahren als aktiver Soldat in den Ruhestand. Fünf Jahre lang war der gebürtige Niedersachse Kommandeur der Führungsakademie der Bundeswehr. Der Inspekteur der Streitkräftebasis, Generalleutnant Schelleis, würdigte in seiner Abschiedsrede am Mittwoch die militärischen Lebensleistungen des Generalmajors. Dabei lobte er auch sein großes Engagement an der Führungsakademie in Hamburg. Lidsba war von November 2005 bis April 2006 als Kommandeur des 9. Deutschen Einsatzkontingentes in Afghanistan.

 

Flottillenadmiral Carsten Stawitzki ist ihm als neuer Leiter der Führungsakademie nachgefolgt – er war zuletzt Kommandeur der Marineschule Mürwik. Dort war der Flottillenadmiral bereits für die Ausbildung der angehenden Marineoffiziere verantwortlich. Stawitzki ist studierter Elektrotechniker. Von 2006 bis 2013 arbeitete er in verschiedenen Bereichen des Bundesministeriums der Verteidigung, unter anderem auch als Adjutant der Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg und Thomas de Maizière. Ab September steht Stawitzki offiziell an der Spitze der Führungsakademie. 2013 war er als Stellvertreter des Chefs des Stabes für den Bereich Logistik in Afghanistan im Einsatz.

 

"Mens agitat molem" - "Der Geist bewegt die Materie" getreu diesem Motto werden seit 1957 militärische Spitzenkräfte an der Führungsakademie der Bundeswehr auf ihre anspruchsvollen Aufgaben in den Streitkräften, der NATO, der Europäischen Union und den Vereinten Nationen vorbereitet. Kernaufgabe ist dabei die Aus-, Fort- und Weiterbildung bereits berufserfahrener Offiziere aus dem In- und Ausland.

 

 

Autor: Jennifer Simon; Foto: Katharina Junge

Hamburg, 19.12.2016

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LEGO-Serious-Play fasziniert die Kursteilnehmer

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Eine Frage, die es im Modell darzustellen gilt

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Teilnehmer tauschen sich über Führungskultur aus

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Brainstorming um Vielfalt abzubilden

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Militärs werben für die zivilen Laufbahnen

„Dass ich als alter Grenadier noch einmal LEGO spielen darf“, damit hatte ein Teilnehmer des Moduls „Bundeswehrgemeinsames Führungskräftetrainings I“ nicht gerechnet und war sichtlich überrascht. Es galt, die künftige Führungskraft der Bundeswehr als Modell darzustellen, und war nur eine von vielen Aufgaben, die an die Seminarteilnehmer gestellt wurden. Das einwöchige Training unter der Leitung von Oberstleutnant i.G. Bjarne Krause von der Führungsakademie der Bundeswehr und dem Wissenschaftlichen Oberrat Thomas Lüthgen vom Bildungszentrum der Bundeswehr besuchte sowohl ziviles als auch militärisches Spitzenpersonal aus allen Organisationsbereichen.

Gemeinsamkeiten erkennen

"Bevor die Teilnehmer in den Gedankenaustausch treten, müssen wir gemeinsame Grundlagen schafften", erklärte Lüthgen zu Beginn des Moduls. Daher standen zur Eröffnung des Kurses das Herausarbeiten eines gemeinsamen Führungsverständnisses sowie die Akzeptanz einer Führungs- und Organisationskultur im Mittelpunkt. Ebenso diskutierten die Seminarteilnehmer ausgiebig über eine mögliche Steigerung der Attraktivität und die Wettbewerbsfähigkeit der Bundeswehr durch ein modernes Führungsverhalten ihrer Angehörigen.

Gedankenaustausch mittels LEGO

Als nächstes musste eine Antwort auf die Frage „Was kennzeichnet Ihre Führungskraft 2030?“ gefunden werden. Die Herausforderung dieser Aufgabe lag darin, dass Ergebnis mittels LEGO-Serious-Play zum Ausdruck zu bringen. „Das Arbeiten mit den LEGO-Bausteinen motiviert die Seminarteilnehmer, sich auf die gestellte Aufgabe einzulassen, da jeder eine Verbindung zu LEGO herstellen kann“, sagte Seminarleiter Krause. „Statt einer schlichten Mind-Map kreiert hier jeder Teilnehmer ein individuelles Modell, welches in Kleingruppen zu einem Gruppenmodell zusammengeführt wird. Durch die LEGO-Modelle wird die Interaktion zwischen dem zivilen und militärischen, jungen und alten Personal gefördert. Die Möglichkeit, sich dem Gedankenaustausch zu entziehen, ist daher weitestgehend unmöglich.“ Im weiteren Verlauf stellte jede Gruppe ihr Modell den anderen Gruppen vor und reflektierte die Ergebnisse nochmals in den Kleingruppen. Das Grundmodell der "Führungskraft 2030" wurde so gemeinsam erarbeitet.

Vergangenheit und Zukunft treffen aufeinander

Schnell gelangten die Teilnehmer an den Punkt, an dem sie erkennen mussten, dass die ersten Schritte zur "Führungskraft 2030" relativ banal sind. Denn sie liegen in der jetzigen Führungskultur der Teilnehmer selbst: Jeder muss bei sich selbst anfangen, muss Vorbild sein und Mut zum Widerspruch zeigen. „Es ist Zeit, daß jetzt etwas getan wird. [...]  Unterläßt er jedoch die Tat, dann wäre er ein Verräter vor seinem eigenem Gewissen“, wusste schon Claus Schenk Graf von Stauffenberg.

Führungskultur als Attraktivitätsfaktor

Der stellvertretende Kommandeur der Führungsakademie, Flottillenadmiral Karsten Schneider, hob bei seinem Besuch des Seminars hervor, dass „Führungskultur nicht nur darin besteht, den Kameradinnen und Kameraden detailliert vorzugeben, wie sie ihre Aufträge umzusetzen haben, sondern ihnen den Raum zu lassen, erwachsen zu sein und ihre Aufgaben eigenverantwortlich zu realisieren“. Das wiederum ist nicht unbedeutend, wenn es um die Steigerung der Attraktivität der Bundeswehr als Arbeitgeber und das Werben um qualifiziertes Personal geht. Die gewonnenen Erfahrungen und Erkenntnisse des Seminars gilt es nun in den Dienst zu integrieren, denn wie die Teilnehmer bereits feststellten: Es ist Zeit, dass etwas getan wird.

 

Autor: Maximilian Voß; Fotografin: Katharina Junge

Hamburg, 16.12.2016

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Inspekteur der Streitkräftebasis besucht die Akademie

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Würdigung der geleisteten Arbeit in der Vergangenheit

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Zuhörer danken mit Beifall für die persönlichen Worte

„Die Führungsakademie hat einen herausragenden Ruf und befindet sich auf Augenhöhe mit ihren Pendants im internationalen Umfeld, wenn sie nicht sogar als Vorbild angesehen wird“, lobte Generalleutnant Martin Schelleis die Einrichtung am heutigen Freitag vor dem Stammpersonal der Führungsakademie. Gleichzeitig würdigte der Inspekteur der Streitkräftebasis die Bedeutung der Weiterentwicklung, um auch in Zukunft dem Anspruch als strategische Denkfabrik und als Impulsgeber für die Sicherheitspolitik Deutschlands gerecht zu werden. „Die Streitkräftebasis wird auch weiterhin ihren Beitrag zur initiierten Weiterentwicklung der Akademie leisten und sich aktiv einbringen“, machte Schelleis deutlich.

Herzlicher Abschied

Der Inspekteur der Streitkräftebasis erklärte, dass er bei seinem Besuch in diesem Sommer nicht damit gerechnet hätte, so schnell wieder nach Hamburg zu kommen. „Bei meinem letzten Besuch an der FüAk Ende August hätte ich nicht gedacht, dass ich sobald wieder vor ihnen stehe“, sagte er auf der Jahresabschlussveranstaltung im bis auf den letzten Platz gefüllten Manfred-Wörner-Zentrum. „Es war mir jedoch ein Bedürfnis und eine Herzensangelegenheit, noch in der Funktion Ihres Inspekteurs hierherzukommen und mich persönlich von ihnen zu verabschieden.“ Ab Januar 2017 ist die Führungsakademie dem Generalinspekteur der Bundeswehr direkt unterstellt.

Verbindung bleibt erhalten

Dass für Generalleutnant Schelleis auch eine persönliche Bindung zur Führungsakademie besteht, brachte er mit Blick auf seine eigene Historie zum Ausdruck: „Ich selbst habe die gute Ausbildung dieser Einrichtung genossen und später sehr zu schätzen gelernt. Ich war gerne Ihr Inspekteur und werde die weiteren Entwicklungen mit Interesse verfolgen.“ Durch seinen persönlichen Besuch auf der Jahresabschlussfeier der Akademie würdigte er nicht nur die geleistete Arbeit und die Kooperation in der Vergangenheit, sondern auch die vor Ort tätigen Menschen. Das Stammpersonal freute sich sehr über die Wertschätzung. Für die Zukunft hat der Inspekteur deutlich gemacht: „Wir bleiben in Verbindung!“

 

Autor: Maximilian Voß; Fotograf:Katharina Junge, Laura Clayborn

Hamburg, 13.12.2016

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Angehörige beider Akademien üben gemeinsam

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U.S. Major General Kem zu Besuch an der FüAk

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Vorstellung der Akademie und Austausch

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Würdigung der Kooperation und Besiegelung der weiteren Zusammenarbeit

Jede Partnerschaft fußt auf Gemeinsamkeiten und gegenseitigem Austausch. Das beidseitige Interesse sowie das Engagement, Verbindungen zu pflegen, sind wesentliche Eckpfeiler, wenn die Partnerschaft über lange Zeit Bestand haben soll. Das sind hohe Hürden, die es zu überwinden gilt. Dass dies über viele Jahre mit Erfolg gemeistert werden kann, haben die Führungsakademie der Bundeswehr und das US-amerikanische Command and General Staff College bis heute bewiesen.

50-jähriges Bestehen

Seit nunmehr einem halben Jahrhundert sind beide Akademien durch gemeinsame Übungen eng miteinander verbunden. Anlass genug, diesen besonderen Umstand zu würdigen. Aus diesem Grund lud der Kommandeur der Führungsakademie, Flottillenadmiral Carsten Stawitzki, den Leiter der Army University und Stellvertretenden Kommandeur des Command and General Staff College, U.S. Major General John S. Kem, zu einer feierlichen Festveranstaltung nach Hamburg ein. „Es hat sich so viel verändert seit 1966, aber die Freundschaft zwischen unseren Akademien ist stets geblieben“, stellte der US-amerikanische General anlässlich des Jubiläums fest. 

Intensiver Austausch

General Kem ist der Einladung des Kommandeurs mit großer Freude gefolgt. Obwohl er schon mehrfach in Deutschland stationiert war, war es für den amerikanischen Zwei-Sterne-General sein erster Aufenthalt in Hamburg. Um ein umfassendes Bild über die Akademie zu erlangen, hieß Flottillenadmiral Stawitzki seinen Gast bereits am Vortag der Veranstaltung herzlich willkommen. General Kem lernte die Stadt kennen, informierte sich über die verschiedenen Lehrgänge und die Struktur der Ausbildungseinrichtung. Intensive Einblicke erfuhr er zweifelsohne durch den regen Austausch mit den „Senior Mentors“ der Generalstabs- und Admiralstabslehrgänge. Um diesen Austausch fortzusetzen, wird im Frühjahr wieder eine deutsche Delegation nach Fort Leavenworth reisen und dort an einer mehrwöchigen Übung sowie zentralen Festveranstaltung teilnehmen.

Finales Dinner als Höhepunkt

Die diesjährige teilstreitkraftübergreifende und international besetzte Übung „Determined Effort“ (vormals „Common Trail“) endete ebenfalls in diesen Tagen. Unter anderem nahmen zahlreiche Vertreter der U.S.-Streitkräfte bei diesem Training teil. Ein feierliches Dinner bereitete den Abschluss dieser mehrwöchigen Übung und bot gleichzeitig einen festlichen Rahmen zur Würdigung des 50. Jubiläums der Kooperation zwischen beiden Akademien. Major General Kem hob im Rahmen des Dinners die Bedeutung dieses Austausches für die jungen Stabsoffiziere hervor: „Unsere Offiziere haben zwei beeindruckende Wochen erlebt. Die gesammelten Erfahrungen und die Erinnerungen daran werden ewig bleiben.“

 

 

Autor: Jörg Barandat, Maximilian Voß; Fotograf: Jörg Barandat

Hamburg, 13.12.2016

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Teilnehmer des Moduls bei Bewältigung der Gruppenarbeit

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Zentralasien - neue ,,Drehscheibe" der Weltwirtschaft?

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Doktor Olaf Theiler, Vertreter aus dem Planungsamt der Bundeswehr zur Zukunftsanalyse in der Bundeswehr

Was Albert Einstein schon wusste, mussten die Teilnehmer des Moduls ,,Strategisches Denken" erst noch durchleben. Durchgeführt vom Fachbereich Strategie und Sicherheitspolitik der Führungsakademie findet es zwei Mal jährlich statt. Das letzte Seminar „war geprägt durch die viele Impulse einbringende, erfrischende Mischung der Teilnehmer: Offiziere, Reserveoffiziere und zivile Mitarbeiter, auch aus dem Bundesministerium der Verteidigung und einigen Landesministerien“, sagte Seminarleiter Oberstleutnant Jörg Barandat. Die Ergebnisse der Gruppenarbeiten waren entsprechend umfangreich und vielseitig. Sehr zu Freude des Leitungsteams.

Abwechslung führt zum Erfolg

Die Gestaltung des Seminars war darauf angelegt, dass sich die Teilnehmer einbringen. Erleichtert wurde dies durch die Vielfalt an Inhalten und ein hohes Maß an Abwechslung, beispielsweise durch eine Exkursion zu AIRBUS in Hamburg-Finkenwerder oder die Einführung in das präventive Gesundheitscoaching ‚Body + Brain‘. „Die Organisation des Moduls war sehr zielführend und machte für mich die Besonderheit aus“, fasste einer der Lehrgangsteilnehmer rückblickend zusammen.

Chinas Seidenstraßen-Strategie

Am aktuellen Thema der „One Belt, one Road“-Initiative, der chinesischen Seidenstraßen-Strategie zur Durchsetzung eigener Ziele in Zentralasien und zum Aufbau eines interkontinentalen Infrastruktur-Netzes, wurden die Erkenntnisse des Seminars angewandt. Besondere Aufmerksamkeit galt dabei der Instrumentalisierung der „Shanghaier Organisation für Zusammenarbeit“ (SOZ / SCO) als politische Konsultationsplattform chinesischer Gestaltungsmacht in Zentralasien und weit darüber hinaus. „Am Ende gelangten die Teilnehmer zur strategischen Fragestellung nach einem zeitnahen, zwingend notwendigen chinesisch-russisch-europäischen ‚Seidenstraßen-Dialog‘ der Europäischen Union, um die Chancen dieser chinesischen Initiative größtmöglich zu nutzen und Herausforderungen und Risiken gemeinsam zu begegnen“, fasste Barandat das Ergebnis des Seminars zusammen. Mit großer Spannung wird das nächste Seminarthema erwartet: „Hybride Machtprojektion am Beispiel der russischen ‚Gerassimow Doktrin‘“.

 

Autor: Daniel Eisenbraun; Fotograf: Katharina Junge

Hamburg, 13.12.2016

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Aktiver Erfahrungsaustausch zwischen den Teilnehmern

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Einstieg in einen besonderen Übungsabschnitt

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„Strenger Überblick“ von Vizeadmiral a. D. Witthauer (links)

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Engagiert und Motiviert zum CJEX

Global, strategisch, multinational und mehrdimensional. CJEX - Combined Joint European Exercise. Die hochkomplexe militärische Übung verdeutlicht wie kaum ein anderes Vorhaben das facettenreiche, internationale Streben an der Führungsakademie.

Fünf Nationen der EU sind auch in diesem Jahr am 2. Mai wieder an der knapp zweiwöchigen Zusammenarbeit beteiligt. Die militärischen Akademien aus Spanien, Italien, Frankreich, Großbritannien und Deutschland ließen ihre Lehrgangsteilnehmer genau diese Übung nun zeitgleich durchführen.

Komplexe Herausforderungen

Das komplexe Szenario fordert von den Lehrgangsteilnehmern einen kühlen Kopf zu bewahren, ressortübergreifend zu denken und dazu gleichermaßen detailliert und zielgerichtet zu planen. Der große Koordinierungsaufwand wirkt für den einen oder anderen Übungsteilnehmer anfangs wie ein unüberwindbarer Berg. Doch mit der gemeinsamen europäischen Expertise  erklimmen die internationalen Lehrgangsteilnehmer diese Hürde.

Erfahrungsaustausch

Zum Ablauf der Übung beschreibt Oberst d. G. Wolfgang Schweighofer, Dozent im Fachbereich „Einsatz Streitkräfte“ und CJEX-Exercise-Direktor, im Gespräch: „Für uns ist es wichtig, dass die Teilnehmer ein Gefühl dafür entwickeln, was es heißt Seite an Seite mit multinationalen Kameraden zu arbeiten.“ – Nachvollziehbar, denn Zusammenarbeit in Europa ist nie einfach. 74 Studenten, davon 14 Deutsche, teilen sich in 4 Planungsgruppen auf, um in den verschiedenen Räumlichkeiten des Manfred-Wörner-Zentrums in der Clausewitz-Kaserne in Hamburg über den fiktiven Konflikt zu diskutieren, eine Lösung für die aktuelle Lage gemeinsam zu finden und unterschiedliche Erfahrungen auszutauschen.

Senior Mentor & Force Commander

 „Die Entwicklung der Übung ist komplex, weil alle 5 Nationen zustimmen müssen, aber die Erwartungen und das Ziel des Übungsblocks wird jedes Jahr erneut erfüllt, sodass die Beteiligten mit einem positiven Gefühl die Fortbildung beenden können.“, berichtet Vizeadmiral a. D. und einer der vier Senior Mentoren Hans-Jochen Witthauer. Damit die Übungsteilnehmer bestmöglich angeleitet werden, stehen ihnen vier „Senior Mentoren“ beziehungsweise „Force Commander“ zur Seite. Die Führungsakademie der Bundeswehr hat für die Ausbildung ebenfalls zahlreiche Dozenten und Experten zur Verfügung gestellt. Sie sollen bei der CJEX unterstützen, um dennoch größtmöglichen Freiraum für die Teilnehmer zu schaffen. 

Vorbereitung ist das halbe Leben

So eine Zusammenarbeit vorzubereiten ist gar nicht so einfach. Vieles muss mit Bedacht organisiert werden, damit die Beteiligten reibungslos in die Übung einsteigen können. Paolo Podico, Vertreter der italienischen Delegation, beschreibt seinen Eindruck von CJEX. „Ein ausschlaggebender Punkt für die Übung ist der Realitätsgrad. Je realistischer das Szenario ist, desto mehr hilft es den Teilnehmer in einer echten Situation besser zu reagieren“, erzählt Herr Podico. Planen für den Notfall lautet die Devise. Denn nur wer vorbereitet ist, kann auch entsprechend reagieren. Es ist bereits das vierte Mal, dass der erfahrene Kommandeur bei der Durchführung des knapp zweiwöchigen Übungsblocks teilnehmen darf. Als Delegationsleiter seiner Teilnehmer ist er sehr zufrieden mit der Organisation.

„Ich glaube es wäre deutlich bequemer, wenn wir mehr Zeit für das Vorhaben investieren könnten. Zwei bis vier Wochen gebe den Beteiligten die Möglichkeit sich noch besser zu verstehen und den Inhalt intensiver zu festigen.“, schlägt Herr Podico vor. Im Großen und Ganzen ist er beeindruckt von der Komplexität und Vorbereitungsarbeit der Führungsakademie für diese Ausbildung.

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Die Übungsumgebung gibt einen interessanten Eindruck über Ablauf und Organisation. Aber wie kommt es bei den Übungsteilnehmern an?

„Ich habe einen sehr positiven Eindruck, weil es eine sehr gute Gelegenheit bietet sich mit den internationalen Kameraden der anderen Akademien auszutauschen und zu erfahren, wie die Übung CJEX in anderen Nationen abläuft.“, erklärt Korvettenkapitän Daniel Läzer.

Aber auch die ausländischen Lehrgangsteilnehmer sind beeindruckt von dem gemeinsamen Teamgeist. Lieutnant Colonel Emmerson ist Soldatin des „Royal Logistics Corps“ der britischen Armee. Sie berichtete: „Ich fühle mich hier sehr wohl. Es ist sehr interessant mit unterschiedlichen Herangehensweisen in der Planung und operative Lösungsvorschläge zu arbeiten.“

 

Autor: Stefan Berger; Fotograf: Katharina Junge

Hamburg, 09.12.2016

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Marine im Fokus - Kapitän Straus bei Ansprache

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International im Gespräch: Teilnehmer des LGAI

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Jazz - Combo des Marinemusikkorps Kiel

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Teilnehmer des Empfangs

Über 150 Gäste hat der Beauftragte des Inspekteurs der Marine, Kapitän zur See Henning Straus, an der Führungsakademie begrüßt. Anlass war der diesjährige Jahresempfang der Marine im Beck-Saal. Das traditionelle Treffen dient dem offenen Gedankenaustausch über aktuelle Themen des maritimen Soldatenberufs. Außerdem gilt dieser Abend aufgrund des vielseitigen Publikums als Impulsgeber für die künftige Ausbildung im Bereich Marine.

Veränderte Bedingungen – gleicher Auftrag

Kapitän Straus ging näher auf die Ausbildung in der Marine ein, die sich kontinuierlich einer Welt im Wandel anpassen müsse. „Die Ministerin hat bei ihrem Besuch Anfang November darauf hingewiesen, dass für die Bundeswehr in erster Linie die Menschen entscheidend sind und ihr Anspruch, gut geführt und ausgebildet zu werden“, sagte Straus. „Führen in der Bundeswehr heißt damit immer, Verantwortung für Menschen zu übernehmen.“ Er leitete davon den Auftrag des Bereiches Marine ab: Künftige Stabsoffiziere und Admiralstabsoffiziere in den maritimen Ausbildungsfeldern höher zu qualifizieren und dabei deren Führungs- und Handlungskompetenz zu steigern.

Führungskompetenz schärfen

Eine professionelle Ausbildung ist die Voraussetzung, um sich später mit der erworbenen Expertise erfolgreich und nachhaltig in eine gut geführte Bundeswehr einzubringen. „Wer weiß über die Bedeutung von guter Führung mehr als wir in der Marine?“, fragte Straus rhetorisch. Am Beispiel eines Schiffes erläuterte er: „Führung ist mehr, als Handlungen arbeitsteilig zu koordinieren. Drei Menschen, denen ich anteilig die Verantwortung über einen Antriebsdiesel, eine Operationszentrale und den Schiffsproviant übertrage, werden von mir damit noch nicht geführt. Führung setzt die Entwicklung einer gemeinsamen Vision voraus. Erst wenn aus Antrieb, Operation und Logistik ein Team zum Betrieb eines Schiffes wird, nimmt das regelnde Einwirken des Kommandanten die Züge von ,Führung‘ an.“

Der Mensch steht im Zentrum

„Wir sind in erster Linie dem Menschen verpflichtet. Er muss immer im Mittelpunkt stehen - bei allem, was wir tun. Die endgültige Klärung der Frage, ob das an der Akademie ausgebildete Führungspersonal immer über die notwendige Kompetenz verfügt, wird noch viel zu häufig dem Praxistest überlassen“, erklärte Straus. Aus diesem Grund müssten die eigenen Ausbildungsmethoden überdacht und Aus-, Fort- und Weiterbildung in allen maritimen Fragen stets angepasst werden. „Ob wir die Lehrgangsteilnehmenden als Führer für herausfordernde Tätigkeiten in allen Bereichen erfolgreich ausgebildet haben, wird spätestens dann bedeutsam, wenn es etwas zu entscheiden gilt, ohne dass passende Verfahren, Standards oder Prozeduren zur Verfügung stehen.“

Gelungener Austausch

Den Jahresempfang 2016 des Beauftragten des Inspekteurs der Marine an der Führungsakademie der Bundeswehr rundeten zahlreiche Gespräche ab. Bei ausgezeichneter kulinarischer Unterstützung durch die Heimgesellschaft und musikalischer Untermalung durch die Jazz-Combo des Marinemusikkorps Kiel, unter der Leitung von Oberstabsbootsmann Jens Peter Glau, hörte man aus dem Beck-Saal noch bis in die späten Abendstunden angeregte Unterhaltungen.

 

Autor: Maximilian Voß; Fotograf: Katharina Junge

Hamburg, 07.12.2016

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Kommandeur begrüßt die Gäste aus China

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Delegationsleiter schreibt Glückwünsche ins Gästebuch

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Besuch dient dem Austausch und der Vernetzung

Die Begrüßungsworte „Herzlich willkommen in Hamburg“ aus dem Mund des Kommandeurs der Führungsakademie der Bundeswehr, Flottillenadmiral Carsten Stawitzki, klingen im ersten Moment ganz normal. Gerade vor dem Hintergrund, dass die Führungsakademie als Begegnungsstätte regelmäßig Vertreter anderer Streitkräfte und Nationen für den strategischen Dialog empfängt. Gerichtet an den Leiter einer 44-köpfigen Delegation von der Nationalen Verteidigungsuniversität der Volksbefreiungsarmee Chinas aus Peking ist es jedoch etwas ganz Besonderes.

China in Hamburg

Enge Verbindungen bestehen seit langer Zeit zwischen Hamburg und China. Bereits im frühen 19. Jahrhundert existierten aufgrund der wachsenden Bedeutung des Hamburger Hafens mannigfaltige Beziehungen zwischen dem „Reich der Mitte“ und der Stadt an der Elbe. So ließen sich Hamburger Kaufleute in chinesischen Hafenstädten nieder und übten von dort ihre Handelsgeschäfte aus. Ihr eigentlicher Heimathafen in Hamburg diente dabei als Brücke zwischen den beiden Kontinenten. Auf diesem Wege gelangten auch chinesische See- und Geschäftsleute nach Hamburg und ließen sich beispielsweise in den 1920er Jahren im Chinesenviertel auf St. Pauli nieder. Dieses Jahr feierten Hamburg und Shanghai ihr 30-jähriges Städtepartnerschaftsjubiläum. Nicht nur wirtschaftlicher Austausch prägt die beiden Länder. Es gibt auch schon längere Zeit bilaterale Beziehungen im Verteidigungsbereich.

Austausch als Schlüssel

Der Schwerpunkt des Besuchs an der Führungsakademie lag jedoch woanders. Die hochrangingen Offiziere informierten sich über den Auftrag, die Aufgaben und die Gliederung der Akademie. Sie erhielten hierzu Einblicke in die Ausbildung der Stabsoffiziere und der künftigen Generalstabsdienstoffiziere. Unter anderem wurde der Lehrgang für den internationalen General- und Admiralstabsdienst vorgestellt. Die drei chinesischen Teilnehmer des aktuellen Lehrgangs konnten den Gästen aus ihrer Heimat ihre ganz persönlichen Erkenntnisse und Eindrücke vermitteln und sorgten so für einen regen Austausch. „Denn der ist Schlüssel zur internationalen Vernetzung“, so Stawitzki.

 

Autor: Maximilian Voß; Fotograf: Katharina Junge

Hamburg, 05.12.2016

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Kommandeur begrüßt den Delegationsleiter

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Koreanische Delegation an der Führungsakademie

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Große Aufmerksamkeit bei der Einweisung in die Akademie

„Hwan-Yeong!“ hieß es an der Führungsakademie der Bundeswehr in Hamburg. Mit diesen Worten übersetzte der Sprachmittler die Willkommensworte des Kommandeurs, Flottillenadmiral Carsten Stawitzki, bei der Ankunft seiner Gäste aus Südkorea. Die 22-köpfige Delegation unter der Leitung von Brigadegeneral Jeong Chan ho stammt von der Joint Forces Military University und besuchte die Führungsakademie im Rahmen einer Auslandsreise, um sich über Ausbildung und Struktur dieser besonderen Dienststelle der Bundeswehr zu informieren. Für den Kommandeur eine weitere Gelegenheit, die internationale Vernetzung der Akademie auszubauen.

Leben auf dem Campus

Neben der Vorstellung der Akademie und deren Geschichte erhielten die Besucher Einblicke in die aktuelle Lehrgangslandschaft. Stawitzki machte deutlich, dass „die Relevanz der Zusammenarbeit, ob national mit anderen Regierungsstellen oder international mit anderen Streitkräften, immer im Hinblick auf globale Herausforderungen die wesentliche Grundlage ist“. Dies sei wichtig für die Ausrichtung der Akademie und daher ebenso für die Themenausplanung der Lehrgänge. Besondere Fügung der Veranstaltung: Den aktuell laufenden internationalen Lehrgang für den General-/Admiralstabsdienst besuchen auch Teilnehmer aus Korea. Diese nutzten die Chance, den Kameraden aus ihrem Heimatland ganz persönlich von ihrem Leben in Deutschland und an der Akademie zu berichten.

Clausewitz als Gemeinsamkeit

Man könnte meinen, dass ein preußischer Generalmajor und Heeresreformer noch heute die Welt verbindet: „Wir koreanischen Offiziere lernen sehr viel über die Lehren von Clausewitz“, erklärte ein Delegationsteilnehmer. Nicht verwunderlich also, dass das Interesse an der Einbindung seiner Theorien und Erkenntnisse in die heutige Lehre der Akademie sehr groß war. Den Sprung in die Gegenwart vollzogen die Gäste anschließend in den Räumlichkeiten des Manfred-Wörner-Zentrums. Hier informierten sie sich über die modernen Unterrichtsbedingungen und die technische Ausstattung der Akademie.

 

Autor: Maximilian Voß; Fotograf: Katharina Junge

Hamburg, 28.11.2016

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Zahlreiche Gäste besuchen GNIT in der Rotunde

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Oberst Oleksandr Zhevtiuk spricht zur angespannten Lage

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Beiträge der Vortragenden sorgen für großen Applaus

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Traditionelle Klänge untermalen das Programm

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Kulturelle Einblicke durch Trachten und Gesang

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Sichtliche Freude bei ukrainischen Lehrgangsteilnehmern

Den meisten Menschen ist die Ukraine aus der Berichterstattung der Presse tendenziell negativ in Erinnerung geblieben. Die Medien berichten von Protesten auf dem Maidan, Spannungen mit dem Nachbarstaat Russland und der Annexion der Schwarzmeerinsel Krim – das sind nur wenige Eindrücke, die viele Menschen mit diesem Staat in Verbindung bringen. Dass das Land weitaus mehr zu bieten hat als einen Hauptstadtbürgermeister, der promovierter Profiboxer und Preisträger des Konrad-Adenauer-Preises ist, bewiesen drei ukrainische Teilnehmer des Lehrgangs für den internationalen Generalstabs-/Admiralstabsdienst. Zum Großen Nationalen Informationstag (GNIT) an der Führungsakademie der Bundeswehr ergriffen Oberst Oleksandr Zhevtiuk, Oberstleutnant Maksym Kasianenko und Oberstleutnant Andrii Dotsenko die Chance ein anderes Bild ihrer Heimat zu zeichnen. 

Ganzheitlicher Blick

Doch ganz ohne Rückgriff auf die jüngste Geschichte der Ukraine ging es dann doch nicht. Oberst Oleksandr Zhevtiuk beschrieb den schweren Weg seines Landes zu einem unabhängigen Staat. Spätestens beim Thema "Orangene Revolution" erinnerte sich jeder der Gäste an die Bilder vom Maidan in Kiew vor fast drei Jahren. „Damit begann der neue Kampf der Ukraine für ihre Integrität, Unabhängigkeit und europäische Zukunft", führte er aus. Doch es waren nicht nur die Proteste in Kiew, die vielen in Erinnerung geblieben waren. „Die Beschreibung der Annexion der Krim und die darauffolgenden Auseinandersetzungen mit prorussischen Separatisten in der Ostukraine halten bis heute an und sind nicht zuletzt Auslöser einer Reihe von jüngsten Entwicklungen in der NATO“, fasst er zusammen.

 

Von Ostereiern und Flugzeugen

Kultur und Sehenswürdigkeiten der Ukraine bereitete Kasianenko geschickt auf. Angefangen bei der Schönheit der Sprache über die Relevanz von Symbolen bis hin zum Färben und Verzieren von Ostereiern, den Pysanka. Die Zuhörer durften sich über einen detaillierten Einblick freuen. Ergänzend beschrieb er die Wirtschaft und die Herausforderungen, denen sich die Ukraine nach dem Zusammenbruch des Warschauer Paktes gegenüber sah. „Heute kennen wir das Land mit seinen fruchtbaren Schwarzerdeböden als ‚Kornkammer Europas‘ “, erklärt Kasianenko, „aber auch andere Industriezweige, insbesondere der Flugzeugbau der Firma Antonov, sind jedem bekannt.“ 

 

Politik und Militär

Oberstleutnant Andrii Dotsenko erläuterte anschließend das politische System und ging ausführlich auf die Streitkräfte seines Landes ein. Der Zerfall der Sowjetunion stellte auch im militärischen Bereich den Beginn eines Wandels dar. Er unterstrich die Rolle der ukrainischen Streitkräfte in der Weltgemeinschaft durch ihre Teilnahme an Friedensmissionen, beispielsweise an dem seit 2013 laufenden Einsatz United Nations Mission in Liberia (UNMIL). Dotsenko würde sich wie viele seiner Landsleute freuen, wenn die nationale Souveränität und territoriale Integrität des Landes schnell wieder hergestellt werden könnte.

 

Traditionelle Hymnen

Mit ihren Klängen faszinierten die vier ukrainischen Musiker Iuliia Bochevar, Marharyta Mikhnievych, Illya Prysiazhniuk und André Böttcher das Publikum und sorgten für die musikalische Untermalung des gesamten Abends. In traditioneller Tracht trugen sie, begleitet von Violine und Piano, althergebrachte Lieder vor und stimmten so die Gäste für die Einzelvorträge ein. Besonderes Highlight war die Darbietung der Nationalhymne. „Dass die Nationalhymne live gesungen wird, das hat es in der Geschichte des GNIT noch nicht gegeben", sagte Flottillenadmiral Karsten Schneider. Zum Abschluss bedankte er sich bei den drei Protagonisten  sowie vier Musikern für die gelungene Veranstaltung. Ebenso wünschte er ihnen und der Ukraine „viel Kraft, um die anstehenden Herausforderungen zu bewältigen“. Als Zeichen seiner Wertschätzung und Andenken überreichte Admiral Schneider den drei Vortragenden das Wappen der Akademie.

 

Nationalgerichte und Getreidebrand

Auf dem folgenden Empfang durften sich die Besucher über landestypische Speisen und Getränke freuen. Serviert wurde Spezialitäten, wie Borschtsch und Wareniki sowie ein  ukrainischer Gorilka (Wodka). Die gereichten kulinarischen Köstlichkeiten rundeten einen gelungenen Abend ab.

 

Autor: Maximilian Voß; Fotograf:Katharina Junge

Hamburg, 24.11.2016

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Kommandeur während seiner Begrüßungsrede

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Französische Delegation begleitete den Botschafter

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Zuschauern erlebten eine spannende Diskussionsrunde

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In seinem Impulsreferat griff der Botschafter diverse Themen auf und sprach sehr offen

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Botschafter beantwortet zahlreiche Fragen des Publikums

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Angeregte Gespräche bis in den Abend hinein

„Um die Geschichte seines Landes zu beschreiben, muss man außer Landes sein.“ Mit diesem Zitat des französischen Philosophen und Schriftstellers Voltaire hat Flottillenadmiral Carsten Stawitzki, der Kommandeur der Führungsakademie, den 12. Hamburger Diskurs eröffnet. Er begrüßte mit diesen Worten Philippe Ètienne, den französischen Botschafter in Deutschland, der vor einem bis an den Rand gefüllten Manfred-Wörner-Zentrum ein spannendes Impulsreferat zum Thema „Die Zukunft der deutsch-französischen Beziehungen“ hielt und anschließend als erfahrener Diplomat zahlreichen Fragen Rede und Antwort stand. Der Kommandeur betonte die Relevanz des Themas, lobte den Gedankenaustausch beider Nationen und freute sich über die Gelegenheit, so einen beeindruckenden Gast begrüßen zu dürfen.

Großer Zusammenhalt

Frankreich und Deutschland pflegen eine enge zwischenstaatliche Partnerschaft, was sich in Abstimmungen auf politischer, wirtschaftlicher und militärischer Ebene widerspiegelt. Der Botschafter unterstrich in seiner Rede die besondere Bedeutung des gegenseitigen Beistands in einer von Unsicherheiten geprägten Welt. „Die Herausforderungen sind groß und zahlreich“, so Ètienne. Er deutete auf Themen wie den Austritt Großbritanniens aus der Europäischen Union (EU), die andauernde Flüchtlingskrise, die innereuropäischen Spannungen und die Wahl des neuen Präsidenten der Vereinigten Staaten. „Der Zusammenhalt innerhalb der EU muss weiterhin gestärkt werden“, erklärte der Botschafter, „um die Errungenschaften wie Freiheit, Wohlstand und Solidarität zu bewahren.“

Geheimnis der Stärke

Deutschland und Frankreich spielen in Europa eine herausragende Rolle. Ihr Zusammenhalt wirkt als Motor der Gemeinschaft. Die Suche und das Erlangen gemeinsamer pragmatischer Lösungsansätze sind nach Ansicht des Botschafters das, was die Besonderheit der deutsch-französischen Beziehung ausmacht. „Kompromissbereitschaft ist dabei der Schlüssel zum Erfolg“, fügt er hinzu. Wie erfolgreich dieses Konzept sein kann, erläuterte Ètienne am Beispiel des diesjährigen Klimagipfels in Marrakesch: „Bei Erzielung des Abkommens waren Frankreich und Deutschland führend beteiligt, beide Länder stellen gemeinsam die Hälfte des Kapitals für die Energiewende im Klimafonds.“ Dieser finanziert Projekte zur Minderung von Treibhausgasemissionen und zur Anpassung an den Klimawandel in Entwicklungsländern. Beiden Staaten käme auch in anderen Politikfeldern eine große Verantwortung zu. „Das wird viel Zeit in Anspruch nehmen, gleichzeitig aber auch eine Chance zur Stärkung unserer Verbundenheit bieten.“

Kritische Auseinandersetzung

Trotz seines leidenschaftlichen Bekenntnisses zur Europäischen Union versäumte es der französische Botschafter nicht, auf Defizite hinzuweisen. So nutzte er die Fragen des Publikums, wie „Sind wir noch eine Wertegemeinschaft?“, „Muss Europa nicht effizienter bei der Zielerreichung werden?“ und „Warum kommt die Idee Europa bei den Menschen nicht an?“, um aufzuzeigen, dass in Zukunft neue Inhalte geschaffen und erzielte Ergebnisse sichtbar gemacht werden müssen. Die hitzige Kritik an der EU müsse überwunden und die Populisten verdrängt werden. „Nur so gelingt es uns, die Menschen mitzunehmen und Europa wieder interessant für sie zu machen.“ Mit einer spannenden Diskussion, die aufgrund noch vieler weiterer Fragen hätte bis tief in den Abend geführt werden können, ging der 12. Hamburger Diskurs zu Ende. Ètienne schloss mit den Worten: „Ich danke der Führungsakademie von ganzem Herzen für die positive Zusammenarbeit und die Möglichkeit, dass französische Offiziere hier gemeinsam mit ihren deutschen Kameraden lernen dürfen. Das ist ein tolles Zeichen!“

Zufriedene Gäste

Der Abend fand seinen gebührenden Ausklang in Form eines Empfangs im Foyer des Manfred-Wörner-Zentrums. Hier bot sich den Gästen die Möglichkeit, sich tiefergehend auszutauschen. Zufrieden äußerte sich das Ehepaar Clausen: „Uns hat die Veranstaltung außerordentlich gut gefallen. Die Inhalte waren hoch aktuell, und der französischen Botschafter hat interessante Antworten auf die unterschiedlichsten Fragen gefunden.“ Auch Peter Hammer, der auf eine Vielzahl von Berufsjahren im Attaché-Dienst in Frankreich zurückblicken kann, kommt regelmäßig zu diesen Veranstaltungen. „Schon allein um Kontakt zu halten, komme ich her. Wenn das Thema mich darüber hinaus noch persönlich berührt wie dieses Mal, bin ich richtig begeistert.“

Einflussreiche Persönlichkeiten

Mit der zwölften Auflage des seit 2012 stattfindenden Ereignisses wurde eine erfolgreiche und beliebte Veranstaltungsreihe fortgesetzt. Sie verfolgt das Ziel, den Meinungsaustausch zu intensivieren, und sie fördert die Netzwerkbildung von Menschen in der Hansestadt, die sich mit aktuellen Themen aus verschiedenen Perspektiven auseinander setzen. Bedeutende Größen aus Wirtschaft, Politik und dem Hamburger Umfeld, wie zum Beispiel Bundeskanzler a.D. Gerhard Schröder, der Botschafter der Vereinigten Staaten von Amerika oder der Vorsitzende des Aufsichtsrats der OTTO-GROUP, Dr. Michael Otto, trugen bereits an der höchsten Ausbildungseinrichtung der Bundeswehr in Hamburg Blankenese vor. Mit dem französischen Botschafter wurde der Staffelstab der Protagonisten der Reihe erfolgreich weiter gegeben.

 

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