Autor: Maximilian Voß; Fotograf: Katharina Junge

Hamburg, 07.12.2016

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Kommandeur begrüßt die Gäste aus China

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Delegationsleiter schreibt Glückwünsche ins Gästebuch

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Besuch dient dem Austausch und der Vernetzung

Die Begrüßungsworte „Herzlich willkommen in Hamburg“ aus dem Mund des Kommandeurs der Führungsakademie der Bundeswehr, Flottillenadmiral Carsten Stawitzki, klingen im ersten Moment ganz normal. Gerade vor dem Hintergrund, dass die Führungsakademie als Begegnungsstätte regelmäßig Vertreter anderer Streitkräfte und Nationen für den strategischen Dialog empfängt. Gerichtet an den Leiter einer 44-köpfigen Delegation von der Nationalen Verteidigungsuniversität der Volksbefreiungsarmee Chinas aus Peking ist es jedoch etwas ganz Besonderes.

China in Hamburg

Enge Verbindungen bestehen seit langer Zeit zwischen Hamburg und China. Bereits im frühen 19. Jahrhundert existierten aufgrund der wachsenden Bedeutung des Hamburger Hafens mannigfaltige Beziehungen zwischen dem „Reich der Mitte“ und der Stadt an der Elbe. So ließen sich Hamburger Kaufleute in chinesischen Hafenstädten nieder und übten von dort ihre Handelsgeschäfte aus. Ihr eigentlicher Heimathafen in Hamburg diente dabei als Brücke zwischen den beiden Kontinenten. Auf diesem Wege gelangten auch chinesische See- und Geschäftsleute nach Hamburg und ließen sich beispielsweise in den 1920er Jahren im Chinesenviertel auf St. Pauli nieder. Dieses Jahr feierten Hamburg und Shanghai ihr 30-jähriges Städtepartnerschaftsjubiläum. Nicht nur wirtschaftlicher Austausch prägt die beiden Länder. Es gibt auch schon längere Zeit bilaterale Beziehungen im Verteidigungsbereich.

Austausch als Schlüssel

Der Schwerpunkt des Besuchs an der Führungsakademie lag jedoch woanders. Die hochrangingen Offiziere informierten sich über den Auftrag, die Aufgaben und die Gliederung der Akademie. Sie erhielten hierzu Einblicke in die Ausbildung der Stabsoffiziere und der künftigen Generalstabsdienstoffiziere. Unter anderem wurde der Lehrgang für den internationalen General- und Admiralstabsdienst vorgestellt. Die drei chinesischen Teilnehmer des aktuellen Lehrgangs konnten den Gästen aus ihrer Heimat ihre ganz persönlichen Erkenntnisse und Eindrücke vermitteln und sorgten so für einen regen Austausch. „Denn der ist Schlüssel zur internationalen Vernetzung“, so Stawitzki.