Autor: Maximilian Voß; Fotograf: Katharina Junge

Hamburg, 05.12.2016

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Kommandeur begrüßt den Delegationsleiter

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Koreanische Delegation an der Führungsakademie

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Große Aufmerksamkeit bei der Einweisung in die Akademie

„Hwan-Yeong!“ hieß es an der Führungsakademie der Bundeswehr in Hamburg. Mit diesen Worten übersetzte der Sprachmittler die Willkommensworte des Kommandeurs, Flottillenadmiral Carsten Stawitzki, bei der Ankunft seiner Gäste aus Südkorea. Die 22-köpfige Delegation unter der Leitung von Brigadegeneral Jeong Chan ho stammt von der Joint Forces Military University und besuchte die Führungsakademie im Rahmen einer Auslandsreise, um sich über Ausbildung und Struktur dieser besonderen Dienststelle der Bundeswehr zu informieren. Für den Kommandeur eine weitere Gelegenheit, die internationale Vernetzung der Akademie auszubauen.

Leben auf dem Campus

Neben der Vorstellung der Akademie und deren Geschichte erhielten die Besucher Einblicke in die aktuelle Lehrgangslandschaft. Stawitzki machte deutlich, dass „die Relevanz der Zusammenarbeit, ob national mit anderen Regierungsstellen oder international mit anderen Streitkräften, immer im Hinblick auf globale Herausforderungen die wesentliche Grundlage ist“. Dies sei wichtig für die Ausrichtung der Akademie und daher ebenso für die Themenausplanung der Lehrgänge. Besondere Fügung der Veranstaltung: Den aktuell laufenden internationalen Lehrgang für den General-/Admiralstabsdienst besuchen auch Teilnehmer aus Korea. Diese nutzten die Chance, den Kameraden aus ihrem Heimatland ganz persönlich von ihrem Leben in Deutschland und an der Akademie zu berichten.

Clausewitz als Gemeinsamkeit

Man könnte meinen, dass ein preußischer Generalmajor und Heeresreformer noch heute die Welt verbindet: „Wir koreanischen Offiziere lernen sehr viel über die Lehren von Clausewitz“, erklärte ein Delegationsteilnehmer. Nicht verwunderlich also, dass das Interesse an der Einbindung seiner Theorien und Erkenntnisse in die heutige Lehre der Akademie sehr groß war. Den Sprung in die Gegenwart vollzogen die Gäste anschließend in den Räumlichkeiten des Manfred-Wörner-Zentrums. Hier informierten sie sich über die modernen Unterrichtsbedingungen und die technische Ausstattung der Akademie.