Paris, 30.06.2016

decoration / Dekoration

 

decoration / Dekoration

 

decoration / Dekoration

 

decoration / Dekoration

 

Zu einer Informationsveranstaltung zum Thema „Die Bundeswehr im Zeichen neuer Herausforderungen - Neuausrichtung und Multinationale Kooperation" hat Botschafter Meyer-Landrut am 27. Juni 2016 in seiner Residenz Palais Beauharnais 50 deutsche und französische Stabsoffiziere begrüßt. Einer guten Tradition folgend, waren die französischen und deutschen Absolventen der Generals- und Admiralstabsausbildung an der Führungsakademie der Bundeswehr einer Einladung zum Gedankenaustausch gefolgt.

 

Der Botschafter ging in seiner Begrüßung auf die aktuelle Situation in der Europäischen Union nach dem Referendum in Großbritannien ein und stellte die folgende Informationsveranstaltung somit in einen aktuellen Kontext.

Als Gastredner konnte der Abteilungsleiter Führung Streitkräfte im Bundesverteidigungsministerium, Generalleutnant Eberhard Zorn, gewonnen werden. In einem aufschlussreichen Vortrag über die Neuausrichtung der Bundeswehr sowie die multinationale Kooperation der deutschen Streitkräfte erläuterte er die künftige Ausrichtung der Bundeswehr und ihr Handeln im internationalen Rahmen. Er erklärte die Konzipierung eines neuen Organisationsbereiches der Streitkräfte „Cyber- und Informationsraum“ ebenso wie die „Trendwenden“ in den Bereichen Personal und Rüstung.

Besonderes Gewicht legte  Generalleutnant Zorn auf die Analyse des internationalen Engagements der Bundeswehr. Etwa 3.500 deutsche Soldaten seien derzeit in 17 Einsätzen weltweit gebunden. Neben bekannten Verpflichtungen im Rahmen von VN, NATO und EU seien auch neue Einsätze in „Koalitionen der Willigen“ getreten (beispielsweise die Ausbildungsmission für kurdische Peschmerga im Norden Iraks und die Beteiligung der Bundeswehr im Kampf gegen Daesh in Syrien).

In diesen Einsätzen, aber auch in einsatzgleichen Verpflichtungen wie der Übungsbeteiligung an NATO-Übungen in Polen und dem Baltikum oder der Flüchtlingshilfe in der Bundesrepublik mit insgesamt etwa 7.700 Soldaten spiegele sich die weltweite sicherheitspolitische Verantwortung der Bundesrepublik, die auch im neuen Weißbuch der Bundesregierung reflektiert werde (dieses erscheint im Sommer 2016).

An den Vortrag schloss sich eine lebhafte Diskussion an, in der die französischen Stabsoffiziere und ihre deutschen Kameraden die Neuausrichtung der Bundeswehr und die Möglichkeiten zukünftiger deutsch-französischer militärischer Kooperation hinterfragten.

Der Abend klang im Garten der Residenz mit persönlichen Gesprächen aus.
Aufgrund der positiven Resonanz aus dem Kreis der Teilnehmer beabsichtigt der Verteidigungsattaché an der Deutschen Botschaft Paris, Herr Brigadegeneral Hans-Dieter Poth, die Fortsetzung dieses Dialogs unter französischen und deutschen Absolventen der Führungsakademie.