Autor: Dennis Schneider; Fotograf: Bundeswehr

Hamburg, 13.07.2016

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Vertreter der Abordnungen nahmen die Ehrung stellvertretend entgegen

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Kapitän zur See Michael Setzer und Staatsrat Holstein bedankten sich bei den Soldaten

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Vielfältige Hilfe: ein Soldat liest einem Kind vor.

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Durch Wechselschichten und Ablösungen waren insgesamt etwa 1000 Soldaten in der Flüchtlingshilfe eingesetzt

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Kapitän zur See Michael Setzer sprach als Standortältester in Hamburg

Senat und Standortältester Hamburg haben gemeinsam rund 1000 norddeutsche Soldaten für den Dienst in der Flüchtlingshilfe in Hamburg ausgezeichnet.„Für diese Ansprache an Sie gibt es keine Vorlage, kein historisches Vorbild.  Die Unterstützung der Bundeswehr in der Flüchtlingshilfe hier in Hamburg und bundesweit war eine völlig neue Form des Auftrags“, erklärte Kapitän zur See Michael Setzer, Standortältester und Kommandeur Landeskommando Hamburg bei einem gemeinsamen Appell mit Staatsrat Christoph Holstein in der Iserbrooker Reichspräsident-Ebert-Kaserne.

Breites Spektrum an Truppenteilen

Es waren Abordnungen angetreten, die einen beachtlichen Querschnitt durch die verschiedensten Truppenteile in Norddeutschland repräsentieren: von den Kieler Marinesoldaten über Husumer Spezialpioniere der Streitkräftebasis bis zur Panzertruppe des Heeres aus dem niedersächsischen Munster.Die letzten Monate brachten in Hamburg 97 Einsätze für die Flecktarn-Helfer,bei denen in der Spitze fast 300 Soldaten gleichzeitig eingesetzt waren.Durch Schichtsysteme und regelmäßige Ablösung warensogar insgesamt über 1000 Soldaten im Rahmen der Amtshilfe beteiligt.

Soldaten halfen im Dienst und ehrenamtlich

„Sie waren eingesetzt als helfende Hände, zur  Unterstützung bei der Registrierung, in der sanitätsdienstlichen Unterstützung, beim Bettenaufbau sowie der Vorbereitung von Unterkünften“, erklärt Setzer. ,,Sie waren  Ansprechpartner und Unterstützer in den Aufnahmeeinrichtungen. Sie haben sich eingebracht in  Kinderspielgruppen, als Lehrer beim Deutschunterricht, Sportlehrer und bei vielen weiteren Hilfsmaßnahmen, die zum Teil auch weiter fortgeführt werden.Sie alle, Aktive und auch Reservisten, halfen im Dienst und auch ehrenamtlich,  immer mit hohem persönlichem Einsatz und mit großer Motivation. Dafür gilt Ihnen mein größter Respekt“.

Konstruktive und professionelle Kooperation

Auch Staatsrat Christoph Holstein zog Bilanz über die zivil-militärische Zusammenarbeit in der Flüchtlingshilfe, die vom Landeskommando in Iserbrook federführend koordiniert wurde: „Die Kooperation zwischen Stadt und Bundeswehr war professionell und konstruktiv.Hervorzuheben ist das hohe Maß an Flexibilität, das die Kräfte im Einsatz unter Beweis gestellt haben.Und beeindruckend und bewegend war die Motivation der Soldatinnen und Soldaten.Sie haben durch ihre Hilfe bewirkt, dass wir unser zentrales Ziel erreicht haben, Geflüchtete nicht obdachlos werden zu lassen“, so Holstein. Es sei ein Teil der jüngeren Geschichte Hamburgs, dass sich die Stadt, wenn es ernst wird, auf die Bundeswehr verlassen kann. Man habe der Geschichte dieser Partnerschaft ein Kapitel hinzugefügt, so Holstein..

Doppelbelastung zusätzlich zum Einsatz

Setzer blickte auch auf die Schwierigkeiten einer Doppelbelastung durch Flüchtlingshilfe und Auslandseinsätze. „Die Flüchtlingshilfe lief parallel zur Erfüllung unserer Hauptaufträge. Das hat uns zusätzlich gefordert und auch belastet“, betonte Setzer. „Es hat in den Monaten der Mehrfachbelastung  viele Einschränkungen im Ausbildungsbetrieb in Deutschland gegeben, auf den Truppenübungsplätzen und am Heimatstandort, wenn zum Beispiel Sportplätze und Sporthallen als Unterkunft eingerichtet waren.Im individuellen Umfeld, in den Familien gab es für viele von Ihnen sicher auch den ein oder anderen zusätzlichen Tag der Abwesenheit von zu Hause zu verkraften“, erklärte Setzer anerkennend in Richtung der Soldaten.

Auftrag erfüllt

Das positive Fazit über eine „erfolgreiche Erfüllung des Auftrags“ steht für Setzer zweifelsfrei fest:  „Ich möchte Sie ermuntern: Tragen Sie bitte auch nach außen, dass Ihr Engagement wertgeschätzt wurde. Wenn Sie mit Freunden und Familie zusammenkommen, berichten Sie von der Vielfalt der Hilfe durch die Bundeswehr, die so vielen von Terror und Krieg gepeinigten Menschen Zeit zum Durchatmen und zu neuem Lebensmut verholfen hat.“