Autor: Nils Wienböker / Christiane Rodenbücher; Fotograf: Katharina Junge

Hamburg, 18.08.2016

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Ganzer Körpereinsatz ist gefordert

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Attraktion Nummer 1: Fußball

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Fallschirm ziehen am Boden erfordert Kraft und Koordination

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Hier wird keiner geschont

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Sieger werden entsprechend gekührt

„Mens agitat molem“, der Geist bewegt die Materie, ist das Motto der Führungsakademie der Bundeswehr. In der Generalstabsausbildung bewegt der Geist der Stabsoffiziere ganze Armeen, tausende Männer und Millionen Tonnen Material. Doch die erste Materie, die jeder Soldat zu bewegen und beherrschen lernt, ist der eigene Körper. Die körperliche Leistungsfähigkeit, auch des höchsten Führungspersonals, ist ein wichtiges Merkmal der Angehörigen der Bundeswehr. Daher ist Sport an der Führungsakademie fester Bestandteil jedes Lehrgangs. Das alljährliche Sportfest, deklariert als Tag des Teamsports, stellt eine Veranstaltung dar, an der jeder Hörsaal und jede Abteilung zeigen kann, was sie sportlich leisten kann. Und alle tun das mit großer Freude.

Mehr als DSA und BFT

Schwimmen und Laufen sind natürlich Pflichtdisziplinen. Doch bieten sich beim Rasen-Ski und beim Whooling, beim Schwimmen mit Gegenständen, auch ausgefallenere Möglichkeiten, sich zu bewegen. Am liebsten bewegt sich „der Soldat an sich“ mit einem Ball am Fuß. Der Fußball lässt die Emotionen hoch kochen. Die Teams treten fast alle in eigenen Trikots an. Vom Hörsaal-Trikot über Lokalvereine bis hin zur Nationalelf der 90er Jahre, alles ist vertreten.
„Es läuft besser als letztes Jahr!“, berichtet Hauptfeldwebel Martin Krause vom Team „Mannschaften“, während er im Siebenmeterschießen um den Finaleinzug seiner Mannschaft bangt. Er nimmt zum dritten Mal am Sportfest teil und schätzt die Kameradschaft. Als der entscheidende Treffer gegen sein Team fällt, verspricht er: „Hauptfeldwebel Krause greift nächstes Jahr wieder an.“

Tauziehen um Platz 1

Den Abschluss des Tages bildet das Tauziehen. Gerade das Team des frisch angekommenen Generalstabs-Admiralstabsdiensts-Lehrgangs International sorgt für Stimmung und beeindruckt durch souveräne Leistung. Die internationalen Hörsäle setzen sich schon seit mehreren Jahren in dieser Disziplin durch. Für sie ist es oft das erste gemeinsame Erlebnis als Hörsaal. Gefragt nach dem Rezept für ihren Sieg, antwortet ein Lehrgangsteilnehmer aus Kasachstan: „In meiner Heimat machen wir viel Tauziehen, messen uns jedoch gegen Pferde – dies ist jedoch weniger ein Sport als Alltag in der Steppe.“

Engagement von jedermann

Auch Brigadegeneral Thomas Hambach, Direktor Lehre, nimmt an vielen Wettkämpfen teil, er zeigt eine souveräne Figur im Schwimmbecken und sprintet auf dem Fußball-Platz jedem Ball hinterher. Kommandeur Generalmajor Achim Lidsba ist den ganzen Tag mit an Bord. Er kürt am Schluss nicht nur die Sieger, sondern geht mit Vorbild voran und kauft das erste Los der Tombola des Bundeswehrsozialwerkes. Damit bleibt er nicht alleine. Alle 700 Lose sind schnell verkauft, und auch einige Barspenden kommen dazu. Nächsten Jahr sollen es 1000 Lose sein. General Hambach zieht ein durchweg positives Resümee:  „Ein gelungener Tag des Miteinanders, wir haben nicht nur die Kameradschaft und das Zusammengehörigkeitsgefühl gestärkt, es war auch eine gelungene Möglichkeit, unsere neu eingetroffenen Teilnehmer des internationalen Generalstabslehrgangs in unseren Kreis aufzunehmen.“