Autor: Christiane Rodenbücher ; Fotografin: Katharina Junge / Philipp Lenske / Gorch Fock

Hamburg, 07.09.2016

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Admiral Stawitzki als neues Mitglied in der Kommandeurgruppe vor dem Portal der FüAKBw

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General Schelleis übergibt das Kommando

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Gorch Fock - Marineausbildung: Charakterstärke und Teamgeist sind an Bord gefragt

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Lebendige Diskussionen mit Fachbereichsleitern

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Mit neuem Auftrag in Hamburg angekommen: Admiral Stawitzki vor der Truppenfahne

„Günstige Winde kann nur der nutzen, der weiß, wohin er will.“ Oscar Wilde 

Geschulter Blick, jeder Handgriff muss sitzen, im Handumdrehen muss alles stimmen, um mit der Kamera den perfekten Moment einzufangen. Fotografin Katharina Junge bleiben an diesem Montagmorgen in der ersten Septemberwoche zwischen Morgenlage und Einweisungen nur wenige Minuten, um den neuen Kommandeur im Rahmen der Führungsgruppe im Bild fest zu halten und die Botschaft zu senden: Flottillenadmiral Carsten Stawitzki ist als neuer Kommandeur in der Führungsakademie angekommen.

Große Erfahrung

Fühlung halten, das Ziel immer fest vor Augen: Alles, was der ursprüngliche „Heizer“, der Schiffstechnikoffizier und leitende Ingenieur, auf Ubooten von frühen Jahren an in der Marine gelernt hat, kommt ihm bei seiner aktuellen Tätigkeit zugute. Vom Studium der Elektrotechnik über diverse Verwendungen in der Marine im In- und Ausland bis zu Verwendungen als Dozent an der Führungsakademie, als Referent und Adjutant im Bundesministerium der Verteidigung und nun zuletzt als Kommandeur der Offizierschule der Marine – er bringt für seine Managementaufgabe ein breites Erfahrungsspektrum, Freude am Führen und den gestalterischen Willen zur Veränderung mit. „Es ist mir eine große Ehre, und ich bin mir der Verantwortung bewusst, die höchste Bildungseinrichtung der Bundeswehr führen zu dürfen“, sagt der 50-Jährige geschichtsbewusste Admiral.

Vertrauen und Respekt

Rundumsicht auf die nahe Umgebung wie auf den fernen Horizont: An der Hamburger Akademie wird es für den gebürtigen Heidelberger wie bei früheren Tätigkeiten auf See und an Land auf breit angelegte Perspektiven, aber auch strategische Blicke ankommen. Und vor allem auf ein Miteinander: „Vertrauen, Respekt, wahre Gefolgschaft – das braucht Zeit und entsteht im täglichen Handeln, in ehrlichen Gesprächen über Monate hinweg, darauf freue ich mich, denn ganz vorne steht für mich der Mensch.“ Führung und Selbstverständnis tangieren seiner Auffassung nach nicht nur Kopf und Verstand, sondern auch Herz und Seele.

Offen für Neues

Zunächst geht es darum, sich ein möglichst umfassendes Lagebild zu verschaffen, so schnell wie möglich: Wo stehen wir – wohin wollen wir? Admiral Stawitzki hat Fahrt aufgenommen, Segel am Wind, schon am ersten Tag jagt ein Termin den nächsten. Einweisung in die Strukturen, aktuelle Aufgabenverteilung, Organisation der Ausbildung, Ablauf der Lehrgänge, Strategiegespräche, sicherheitspolitische Veranstaltungen der Akademie,  Qualitätsmanagement und vieles mehr. Offen für Neues, aufgeschlossen für Menschen und mit viel Interesse und kritischen Nachfragen hat sich der neue Kommandeur allen Sachverhalten genähert. 

Persönliche Gespräche

„Ich tauche tief ein und nehme erst einmal alles auf wie ein Schwamm“, sagt er häufig an seinem ersten Tag, und bleibt auch hier bei einer maritimen Metapher. „Ich setze auf das persönliche Gespräch, ich baue auf eine authentische Aussprache und klare Worte“, erklärt er seine Einstellung zu Kommunikation. Nach den ersten fachlichen „Tauchgängen“ stehen für Admiral Stawitzki Gespräche mit allen Führungsebenen auf dem Plan. „Mein Gang wird mich auch schon bald in den Maschinenraum führen“ verrät er scherzend, „nicht nur, weil ich Heizer bin. Ich will mit möglichst vielen Mitarbeitern in den beiden Kasernen schnell in Kontakt kommen.“