Autor: Markus Matheis; Fotografin: Markus Matheis

Hamburg, 14.09.2016

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Major Dittmer (2. v.l.), Hospitant bei der Arbeitsgruppe Verteidigungspolitik der CDU/CSU-Fraktion im Bundestag

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Major Piatkowski, Hospitant beim Auswärtigen Amt

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Oberfeldarzt Dr. Grella, Hospitantin bei der NAVIS AG

Mit dem Pilotprojekt: „Erfahrungsaustausch Führung und Management“ für angehende Generalstabs- und Admiralstabsdienstoffiziere erweitert die Führungsakademie der Bundeswehr ihr Netzwerk um partnerschaftliche Beziehungen zu Institutionen und Unternehmen aus Politik, Verwaltung und Wirtschaft, die weit über die Grenzen Hamburgs hinausgehen.

Zivile Führungskultur und Generalsstab

Im Zeitraum Januar bis Juli 2016 hatten insgesamt 16 ausgewählte Teilnehmer des 11. nationalen streitkräftegemeinsamen Generalstabs-/Admiralstabsdienstlehrgang die Möglichkeit, als Hospitanten an einem zweiwöchigen, individuellen Erfahrungsaustausch mit verschiedenen renommierten Institutionen und Unternehmen außerhalb der Streitkräfte teilzunehmen. Ziel war es, unterschiedliche zivile Führungskulturen und -prozesse kennenzulernen, die eigene Führungsfähigkeit und -philosophie zu reflektieren und zugleich ein positives Bild des Generalstabs-/Admiralstabsoffiziers nach außen zu tragen.

Großes Interesse

Für den Erfahrungsaustausch konnten im Zuge des neu gestarteten Pilotprojekts für den ersten Durchgang im Jahr 2016 zahlreiche renommierte Partner aus den Bereichen Politik, öffentliche Verwaltung sowie Industrie und Wirtschaft gewonnen werden. Dies eröffnete den Lehrgangsteilnehmern die Chance, aus einem vielfältigen Portfolio von Institutionen zu wählen und sich, geleitet nach persönlichen Interessen und individuellen Stärken,  für einen passenden Partner zu entscheiden.

Namhafte Partner und Institutionen

Neben namhaften Unternehmen aus der privaten Wirtschaft wie Airbus, MBDA, NAVIS, VTG oder Rheinmetall, beteiligten sich auch unterschiedliche Institutionen aus Politik, öffentlicher Verwaltung und des Gesundheitswesens wie die Bundesbank, das Auswärtige Amt, die Hamburg Port Authority, das Bezirksamt Eimsbüttel, der Landesbetrieb für Immobilienmanagement und Grundvermögen der Stadt Hamburg sowie das Universitätsklinikum Eppendorf an dem Pilotprojekt. Als besondere Highlights konnten Mitglieder des Deutschen Bundestages gewonnen werden, die den Lehrgangsteilnehmern bereitwillig hochinteressante Einblicke in die Arbeits- und Führungsprozesse auf höchster politischer Ebene gewährten.

Positives Feedback

Abgerundet wurde der Erfahrungsaustausch durch eine gemeinsame Abschlussveranstaltung an der Führungsakademie der Bundeswehr, bei welcher die Vertreter der verschiedenen Partner sowie die Lehrgangsteilnehmer die Möglichkeit hatten, in zwangloser Atmosphäre den ersten Durchgang des Pilotprojekts kritisch zu reflektieren und in offener Gesprächsrunde über die gemachten Erfahrungen zu diskutieren. Insgesamt ergab sich ein überaus positives Bild und beide Seiten zeigten sich vom Nutzen und Wert des Erfahrungsaustausches vorbehaltlos überzeugt.  

Zukunftsfähige Weiterbildung

Das Pilotprojekt „Erfahrungsaustausch Führung und Management“ ist insgesamt auf drei Jahre angelegt. Im Anschluss an die Pilotphase soll 2018 über eine Verstetigung des Projekts entschieden werden. Mit dem  sehr positiven Zwischenfazit des ersten Durchgangs wird der Nachfolgelehrgang den Erfahrungsaustausch mit Überzeugung und Engagement weiter fortsetzen. Hierzu sollen die bereits bestehenden Partnerschaften nicht nur intensiviert werden, vielmehr gilt es auch, weitere namhafte Institutionen zu gewinnen, um das etablierte Netzwerk zu erweitern und zu stärken. Die Aussichten sind sehr vielversprechend und die ersten Gespräche für die Zukunft haben bereits begonnen.