Autor: Daniel Eisenbraun; Fotografin: Daniel Eisenbraun

Hamburg, 16.09.2016

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Einführung in das Thema: Didaktik & Methodik

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Die Teilnehmer erwarten drei ereignisreiche Wochen

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Selbstreflektion spielt eine wesentliche Rolle im Seminar

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Oberstleutnant Orth weiß worauf es in der Rede ankommt

Interesse wecken, interaktiv sein und die Möglichkeit zum Erfahrungsaustausch bieten – mittlerweile ist es selbstverständlich, dass ein charakteristischer und moderner Unterricht all diese Punkte in sich vereint. Genau deswegen findet derzeitig in der Generalleutnant-Graf-von-Baudissin-Kaserne der dreiwöchige Workshop zum Thema Didaktik und Methodik statt. Oberstleutnant Jürgen Orth, Seminarleiter und Dozent im Fachbereich Didaktik, analysiert gemeinsam mit Jens-Erik Kunkel und Oberstleutnant Sven Gringel die ausgewählten didaktisch-methodischen Herausforderungen des Lehrens.

Das „Was“ und das „Wie“

Kennen Sie den Unterschied zwischen Methodik und Didaktik? Es ist gar nicht so kompliziert, wie es klingt. Um es vereinfacht auszudrücken, handelt die Didaktik vom „Was“ und die Methodik vom „Wie“. Ersteres steht hierbei im Vordergrund, weil sie sich mit der Analyse und Planung des Unterrichts beschäftigt. Vorbereitung und Organisation sind der Kern eines eindrucksvollen und erfolgreichen Unterrichtes. Deswegen spielen relevante Fragen, wie zum Beispiel: Welches Thema soll vermittelt werden, oder welche Lernziele sind zu erfüllen, eine wesentliche Rolle in der Entwicklung des didaktischen Konzeptes. Erst wenn diese wichtigen Punkte feststehen, beginnt die Methodik. Der Einsatz von Methoden setzt die Verwendung von verschiedenen Medien und kreativen Gestaltungsmittel voraus, um die Mitarbeit und Motivation der Teilnehmenden zu steigern. Aber auch die Körperhaltung und der Einsatz von Händen sollen gelernt sein, denn die Köpersprache ist im Vortrag eine wichtige Form der nonverbalen Kommunikation.

Ein erfahrener Spezialist

Für Jens-Erik Kunkel ist es jetzt schon das dritte Mal, dass er das Seminar Didaktik und Methodik unterstützt. Er arbeitet für die Führungsakademie der Bundesagentur für Arbeit als Führungskräfteentwickler und ist auf dem Gebiet der Didaktik ein erprobter Experte. Die Bundesagentur bietet ebenfalls für alle Interessierten ein Seminar an, bei denen praxisnahe und hochwertige Schulungen auf der Agenda stehen. „Die Teilnehmer berichten mir, dass das Seminar eine wertvolle Gelegenheit ist, um über den eigenen Tellerrand hinaus zu schauen. Man ist ständig dabei etwas Neues zu lernen, ob als Redner oder als Beobachter“, erzählt Herr Kunkel.

Fit sein in der Lehre

„Fit machen, um als Dozent anspruchsvoll lehren zu können.“ Ein zielstrebiger Leitsatz für Oberstleutnant Sven Gringel. Er ist nämlich ebenfalls Dozent an der Führungsakademie der Bundeswehr und unterstützt zusammen mit Oberstleutnant Orth und Herr Kunkel das regelmäßig, stattfindende Seminar.
Das Meistern von schwierigen Lehrsituationen sowie der richtige Auftritt bei einer persönlichen Stellungnahme als rhetorische Übung sind nur ein Teil des umfangreichen Lernprogramms. Den Dozenten ist es wichtig, dass die Teilnehmer sich selbst reflektieren, um die Sicht auf das eigene Ich zu verdeutlichen. Deshalb werden die Übungen von einer Videokamera aufgenommen und vor dem Teilnehmer abgespielt. So erhalten die Redner einen umfassenden Eindruck auf ihre eigene Präsentation.

Die Feuerwehr im etwas anderen Einsatz

Eine Hilfsorganisation, die bei Bränden, Unfällen und ähnlichen Ereignissen Hilfe leistet, um Menschen zu retten und zu schützen. Für Patrick Michels, den Brandreferendar der Berufsfeuerwehr in Nürnberg, gehören diese Aufgaben zur alltäglichen Berufspflicht. Doch an der Führungsakademie der Bundeswehr erwartet ihn der etwas andere Einsatz.
Diesen Teil der Ausbildung durfte sich Michels selbst aussuchen. Die Wahl fiel selbstverständlich auf das Seminar Didaktik und Methodik, denn er strebt eine Position als Abteilungsleiter im Bereich der Ausbildung an und möchte besonders seine methodischen Fähigkeiten verbessern. „Ich habe bereits an einem Seminar in Umgang mit schwierigen Gesprächspartnern teilgenommen“, berichtet Herr Michels, „aber der Lehrgang an der Führungsakademie bietet mir ein wesentlich umfangreicheres Programm und zeigt schon in den ersten Tagen einen deutlichen Leistungsunterschied bei den Teilnehmern.“