Indische Delegation besucht die Führungsakademie

 

Der Kommandeur der Führungsakademie der Bundeswehr, Generalmajor Oliver Kohl, begrüßt Generalleutnant Dushyant Singh aus Indien. (Foto: Führungsakademie der Bundeswehr/Lene Bartel)

Der Kommandeur der Führungsakademie der Bundeswehr, Generalmajor Oliver Kohl, begrüßt Generalleutnant Dushyant Singh aus Indien. (Foto: Führungsakademie der Bundeswehr/Lene Bartel)

 

Experten im Diskurs: Generalleutnant Dushyant Singh lässt sich von seinen deutschen Gesprächspartnern inspirieren. (Foto: Führungsakademie der Bundeswehr/Lene Bartel)

Experten im Diskurs: Generalleutnant Dushyant Singh lässt sich von seinen deutschen Gesprächspartnern inspirieren. (Foto: Führungsakademie der Bundeswehr/Lene Bartel)

 

Der Leiter des Kompetenzzentrums Führungskräfteentwicklung, Oberst i.G. Jesko Peldzsus (links), gab der 17-köpfigen Delegation einen ersten Überblick über die Ausbildung an der Führungsakademie der Bundeswehr. (Foto: Führungsakademie der Bundeswehr/Lene Bartel)

Der Leiter des Kompetenzzentrums Führungskräfte-entwicklung, Oberst i.G. Jesko Peldzsus (links), gab der 17-köpfigen Delegation einen ersten Überblick über die Ausbildung an der Führungsakademie der Bundeswehr.   (Foto: Führungsakademie der Bundeswehr/Lene Bartel)

 

Auf der Suche nach Denkansätzen besuchte eine indische Delegation des Higher Command Course (HCC) - der vergleichbar mit dem Lehrgang des Generalstabs-/Admiralstabsdienst ist - die Führungsakademie der Bundeswehr in Hamburg.

Herausforderungen der Zukunft

In landestypischer Uniform und teils mit imposantem Turban gekleidet, wollten die 17 Teilnehmenden unter Leitung von Generalleutnant Dushyant Singh mehr über die Lehre an der höchsten militärischen Ausbildungsstätte in Deutschland erfahren. Die Denkfabrik, das German Institute for Defence and Strategic Studies, stand ebenfalls im Fokus. Es ist gleichermaßen an der Führungsakademie der Bundeswehr und der Helmut-Schmidt-Universität/Universität der Bundeswehr Hamburg angesiedelt und forscht zum Thema Sicherheitspolitik und Strategiefähigkeit. Oberstleutnant i.G. Matthias Friedrich vom Ausbildungsprozessmanagement informierte die Gäste über die Lehrgänge und ging zugleich auf die größten Herausforderungen der Zukunft wie Klimawandel, Demografie, Digitalisierung und Globalisierung ein. Zudem erläuterte er das Lehrkonzept „Lebenslanges Lernen“ anhand verschiedener Module, die an der Führungsakademie angeboten werden.

Gäste nutzen die Zeit für den Austausch

Doch nicht nur Vorträge warteten auf die indischen Stabsoffiziere. Schließlich dient die Deutschlandreise der Gäste dazu, Impulse mitzunehmen und Fragen zu stellen. Die Teilnehmenden interessierten sich insbesondere für die Ausbildungsinhalte, die Art und Form der Didaktik sowie Methodik, die an der Führungsakademie angeboten wird. „Mehr Aktivität, weniger zuhören“, ist das Ziel der Führungsakademie. Die Offiziere sollen sich aktiv einbringen und werden somit zum Handeln aufgefordert. Ob sich die Ausbildung der Stabsoffiziere über die Jahre verändert habe und ob sich auch die Persönlichkeit der Lehrgangsteilnehmenden von früher zu heute unterscheidet, fragte ein Teilnehmer in die Runde. Der Direktor Strategie und Fakultäten an der FüAkBw, Brigadegeneral Boris Nannt, bejahte beide Fragen. Die Gesellschaft verändere sich und damit auch das Denken und Handeln der Offiziere. Diese würden heutzutage kritischer hinterfragen und anzweifeln, erklärte er seinen Zuhörern. Zudem beginnen viele Soldaten ihren Dienst bei der Bundeswehr nicht direkt nach der Schule, sondern kommen häufig erst, nachdem sie erste Berufserfahrung im zivilen Leben gesammelt haben.

Zusatzinformationen:

Deutschland steht seit vielen Jahren als zuverlässiger Austausch- und Kooperationspartner an der Seite Indiens. Vor allem in den letzten Jahren wurde die Partnerschaft sichtbar ausgebaut. Dies entspricht dem strategischen Ziel der Bundesregierung aus dem Jahr 2015. Die Bundeswehr trägt mit Diskurs und Wissensaustausch in sicherheitspolitischen Themen dazu bei, diesem einen Schritt näherzukommen.

 

Autor: Führungsakademie der Bundeswehr/Jan-Philipp Dombrowski