Sicherheitsexperten aus Armenien informieren sich über die Bundeswehr

 

Eine armenische Delegation bestehend aus fünf armenischen Verteidigungs- beziehungsweise Sicherheitsexperten besuchte unter Leitung des Goethe-Instituts die Führungsakademie der Bundeswehr. (Foto: Bundeswehr/Lene Bartel)

Eine armenische Delegation bestehend aus fünf armenischen Verteidigungs- beziehungsweise Sicherheitsexperten besuchte unter Leitung des Goethe-Instituts die Führungsakademie der Bundeswehr. (Foto: Bundeswehr/Lene Bartel)

 

Auch ein Eintrag ins Gästebuch durfte dabei nicht fehlen. (Foto: Bundeswehr/Lene Bartel)

Auch ein Eintrag ins Gästebuch durfte dabei nicht fehlen. (Foto: Bundeswehr/Lene Bartel)

 

Die armenischen Gäste tauschten sich mit dem Leiter der Fakultät Politik, Strategie und Gesellschaftswissenschaften an der Führungsakademie der Bundeswehr, Jörn Thießen,  über die Rolle der Bundeswehr in Deutschland aus. (Foto: Bundeswehr/Lene Bartel)

Die armenischen Gäste tauschten sich mit dem Leiter der Fakultät Politik, Strategie und Gesellschaftswissenschaften an der Führungsakademie der Bundeswehr, Jörn Thießen, über die Rolle der Bundeswehr in Deutschland aus. (Foto: Bundeswehr/Lene Bartel)

 

Eine Delegation bestehend aus armenischen Verteidigungs- und Sicherheitsexperten wollte es genau wissen: „Welche Rolle hat die Bundeswehr in Deutschland und in der NATO?“ Auf der Suche nach einer Antwort führte sie ihre kürzlich vom Goethe-Institut organisierte Informationsreise unter anderem an die Führungsakademie der Bundeswehr (FüAkBw). Viele Fragen hatten die Gäste mit im Gepäck. Schließlich war es ihr erster Besuch an der höchsten Ausbildungseinrichtung für militärische Spitzenkräfte in Hamburg.

Doch bevor die armenischen Gäste mehr über die Ausbildung an der FüAkBw erfuhren, trugen sie sich erst einmal in das Gästebuch ein. Was einigen von ihnen dabei sofort in den Blick fiel, war die danebenstehende Büste von dem preußischem Generalmajor, Militärwissenschaftler und -ethiker, Carl von Clausewitz. „Er war ein großer Reformer“, sagte ein Teilnehmer in die Runde. Nickende Zustimmung erhielt er dafür von den restlichen Gästen. Es war die perfekte Überleitung für die nachfolgenden Vorträge und Diskussionsrunden.

Gäste zeigen großes Interesse

Ein umfassendes Bild von den verschiedenen Ausbildungen an der Führungsakademie bekamen die armenischen Gäste von Oberstleutnant i.G. Matthias Friedrich. Er informierte sie über die Besonderheiten des Basislehrgangs Stabsoffizier sowie über den Lehrgang Generalstabs-/Admiralstabsdienst National als auch International. Das Lebenslange Lernen als auch der internationale Austausch wurden in den Blick genommen. Vor allem Letzteres veranlasste die Gäste zu der Frage, ob an der FüAkBw armenische Soldaten ausgebildet werden. Auch für die Hauptinhalte zeigten sie großes Interesse.

Einblicke in die Arbeit der Denkfabrik

Die armenischen Sicherheitsexperten bekamen anschließend von Professor Burkhard Meißner, Vorstandsmitglied der Denkfabrik, Einblicke in das German Institut for Defence and Strategic Studies, das gleichermaßen an der Führungsakademie der Bundeswehr als auch an der Helmut-Schmidt-Universität angesiedelt ist. Rede- und Diskussionsbedarf sahen die Teilnehmer vor allem beim letzten Programmpunkt. Leiter der Fakultät Politik, Strategie und Gesellschaftswissenschaften an der Führungsakademie der Bundeswehr, Jörn Thießen, erörterte den Gästen, welches Bild von der Bundeswehr in der Gesellschaft vorherrsche. Er berichtete von der Berichterstattung in den Medien, den derzeitigen Herausforderungen und der Suche nach Fachkräften. Das warf Fragen bei den Gästen auf: So wollten sie unter anderem wissen, wovor die Bevölkerung am meisten Angst hat; wie das Ansehen der Bundeswehr bei anderen Nationen ist, und ob es bereits Lösungsansätze gibt, wie die Bundeswehr attraktiver werden könnte.

Viele Informationen und Fotos

Der Besuch in Hamburg war ein Höhepunkt für die armenischen Besucher, die zum ersten Mal an der Führungsakademie zu Gast waren, erzählt Stefan Zeidenitz vom Goethe-Institut. „Die Gruppe hat sich bisher nur Berlin angeschaut, seit Tagen wird vom Besuch an der Führungsakademie und dem Hamburger Hafen gesprochen“, sagte er. Mit vielen Informationen, Fotos und Mitschriften machten sich die Gäste im Anschluss auf den Weg in Richtung Elbe – denn dort wartete noch eine Bootstour auf die Sicherheitsexperten.

 

 

 


Autorin: Sophie Stange