Autorin: Dr. Victoria Eicker; Fotografin: Lene Bartel

Hamburg, 26.03.2019

 

Kulinarische Vielfalt

Elch-Buletten aus Norwegen und Ravioli aus Kroatien – das sind nur zwei kulinarische Köstlichkeiten, die man auf dem „Abend der Nationen“ des Lehrgangs Generalstabs-/ Admiralstabsdienst National LGAN 2017 in der ersten Märzwoche an der Führungsakademie der Bundeswehr in Hamburg erkunden und genießen konnte. Mit viel Liebe zum Detail, mit Zeitaufwand und manch einer langen Reise präsentierten 19 Lehrgangsteilnehmer aus 14 Nationen gemeinsam mit Partnern und deutschen Unterstützern landestypische Spezialitäten, redeten über ihre Heimat, zeigten sich als Botschafter für ihr Land. Obwohl der LGAN die Beschreibung National trägt, nehmen immer auch Teilnehmer aus verbündeten Staaten wie England, den USA, Frankreich oder Polen teil. Und genau sie stellen sich am Abend der Nationen vor. Sich und ihr Land.

Verbündete Köstlichkeiten

Die Lehrgangsteilnehmer nutzten den Abend außerhalb des Lehrplans, um Kontakte untereinander zu vertiefen, um Planungen in einem unbekannten, nichtmilitärischen Segment zu üben und vor allem, um das jeweilige Heimatland zu präsentieren. So auch Matilda und Zdravko Barbaric aus Kroatien. Während sie hinter ihrem Tresen wuseln, lassen sich andere von den leckeren Kuchen verführen, die auf dem Tresen stehen: Orahnjaca und Makovnjaca steht auf Schildern. Matilda Barbaric hat sie selbst gebacken. Der Blick in die kauenden Gesichter rundherum ist eindeutig. „Das schmeckt sehr gut“, sind die am häufigsten Worte hier. Gekaut und geschlürft wird an vielen Stationen im Scharnhorst Saal der Führungsakademie der Bundeswehr in Hamburg. Man hört viele Stimmen in angeregte Gespräche vertieft, hier und da auch Kinderjauchzen.

Auf vielen Wegen nach Hamburg

Zwischen all den unterschiedlichen Gerüchen, stellt sich leicht die Frage: Woher kommen die landestypischen Spezialitäten? Und vor allem: Wie kommen sie nach Hamburg? Die Antwort ist einfach: jeweils individuell, die Wege ganz unterschiedlich. Manch eine Köstlichkeit ließ sich in einem Spezialgeschäft in Hamburg ergattern. Andere Spezialitäten wurden durch Rezepte zum lukullischen Genuss. Manch ein Lehrgangsteilnehmer hat sich aus der Heimat Pakete schicken lassen und andere trafen sich mit Freunden, die etwas aus den unterschiedlichsten Ländern mitbrachten. Stephanie und Andrew Dunlop, wenn nicht auf Lehrgang, dann in der Nähe Londons ansässig, sind sogar nach Großbritannien gefahren. Dort trafen sie einen Freund, der ein seltenes Bier aus Wales mitbrachte. Das wiederum kam dann im Gepäck extra für diesen Abend mit in die Hansestadt. „Das ist sehr unterhaltsam. Es ist schön, Freundschaften zu vertiefen und andere Länder kennen zu lernen“, sagt Lesley Searle aus Kanada. Major Dominik Vogel pflichtet bei: „Es ist jedes Jahr klasse, was die Länder auf die Beine stellen, wie viel persönliche Mühen die Leute investieren.“ Und das ist es tatsächlich. Ein gelungenes Fest der Nationen. Mal wieder.