Strategie in Raum und Zeit: Neue Herausforderungen für Deutschland, NATO und EU im Ostseeraum

Autor: Dr. Victroria Eicker; Fotos: GIDS

Hamburg, 07.01.2019

 

Die völkerrechtswidrige Annexion der Krim 2014 war der Anfang. Die hegemonialen Ansprüche Russlands auf die Ostukraine schwelen seither unterschwellig und ungelöst vor sich hin. Das sicherheitspolitische Umfeld ist an der NATO-Ostgrenze deutlich volatiler geworden. Der Ostseeraum markiert da einen strategischen Knotenpunkt.

Diesem Thema und seinen sicherheitspolitischen Implikationen für Deutschland widmet sich am 22. Januar die zweite Strategiekonferenz der neuen, bundeswehreigenen Denkfabrik „German Institute for Defense and Strategic Studies“ (GIDS). Im Manfred-Wörner-Zentrum an der Führungsakademie der Bundeswehr in Hamburg werden Impulsvorträge und Paneldiskussionen zu der Frage führen, welche Bedeutung Deutschland im Bündnis insbesondere in Bezug auf den Ostseeraum heute hat. Hochkarätige Gastredner und Panelisten werden den strategischen Dialog bereichern.

Gemeinsame Diskussion zwischen Experten und Publikum

Deutschlands Sicherheit ist tief verknüpft mit den Bündnispartnern aus NATO und Europäischer Union. Die strategische Bedeutung des Ostseeraums für die Sicherheit und Stabilität in Europa und damit auch in Deutschland ist in den vergangenen Jahren besonders in den Vordergrund gerückt. Welche strategische Rolle wird Deutschland angesichts der derzeitigen und künftig zu erwartenden politischen Umwälzungen erfüllen müssen? Welche Anforderungen kommen in den verschiedenen Bündnissen auf Deutschland zu? Die Thematik wird aus unterschiedlichen Perspektiven mit Expertinnen und Experten aus Wissenschaft, Politik und Streitkräften beleuchtet, sowie sicherheitspolitische und militärstrategische Herausforderungen, Ausrichtungen und Entwicklungsszenarien gemeinsam mit dem Publikum diskutiert.

GIDS – Denkfabrik im Aufbau

Das GIDS wurde im Juni 2018 von Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen eröffnet. Die Auftaktveranstaltung des GIDS ging der Frage nach, welche Bedeutung Strategie im aktuellen gesellschaftlichen Diskurs beigemessen wird. Diskutiert wurde damals mit Vertretern aus Wissenschaft und Politik, Religion und Kultur. Die am 22. Januar 2019 folgende zweite Tagung findet ganztägig mit Impulsvorträgen und Paneldiskussionen statt. Damit setzt das GIDS auf dem Strang des öffentlichen Diskurses seinen Weg zur etablierten Denkfabrik fort.

Zu einer Teilnahme sind Sie herzlich eingeladen. Nähere Informationen finden Sie hier