Autor: Inka von Puttkamer; Fotos: Lene Bartel / Matthias Kugler

Hamburg, 14.11.2018

Der Lehrgangsleiter Oberst i.G. Lars Gehlhaar begrüßt die zahlreichen Gäste

Stand Nord

Generalmajor Oliver Kohl bei der Begrüßung

Die Lehrgangsband des LGAN 2017 ,,Joint Fires"

 

 

 

 

 

 

Der ansonsten nüchtern eingerichtete Speisesaal der Führungsakademie der Bundeswehr (FüAk) zeigte sich zum Tag der Regionen in einem völlig anderen Gewand als sonst: Gemütliche Hütten, Flaggenschmuck, Poster aus den sechzehn Regionen Deutschlands, viele Sitzgelegenheiten und eine riesige Spielecke für Kinder haben schnurgerade aufgereihte Stühle und Tische verdrängt. Die Lehrgangsteilnehmer des 14. streitkräftegemeinsamen nationalen Lehrgangs Generalstabs- und Admiralstabsdienst (LGAN) 2017 haben ihre Kameradinnen und Kameraden des Nachfolgejahrgangs sowie die Teilnehmenden des internationalen Lehrgangs Generalstabs- und Admiralstabsdienst eingeladen, um die Regionen Deutschlands vor allem kulinarisch kennenzulernen. Dazu haben sie sich ordentlich in Schale geworfen: Lederhosen und Trikots von den Eisbären Berlin und den beliebtesten lokalen Fußballvereinen zusammen mit Karnevalskostümen wurden zur Schau getragen.

Große Organisationsleistung

Eingeleitet wurde das Fest bereits am Vortag mit einem kameradschaftlichen Fußballturnier zwischen den drei Lehrgängen. Dass grade der Gastgeber gewonnen hat, war sicherlich nur ein glücklicher Zufall. So konnte Lehrgangsleiter Oberst i.G. Lars Gehlhaar bei seiner Begrüßung als „inoffizieller Schirmherr“ gleich die entsprechenden Preise verleihen. Anschließend ging er kurz auf die Geschichte des Tags der Regionen ein. Die Veranstaltung folgt seit einigen Jahren einer Tradition der Akademie: Laden die internationalen Lehrgangsteilnehmer einmal im Jahr zum „Tag der Nationen“ ein, um ihre Heimatländer vorzustellen, so wollten die deutschen Lehrgangsteilnehmer eine ähnliche Veranstaltung für ihre fremdsprachigen Kameraden machen. Gehlhaar zeigte sich sehr stolz auf das, was seine Soldaten auf die Beine gestellt haben und dankte nicht nur ihnen, sondern vor allem auch dem fleißigen Personal hinter den Kulissen von der Heimgesellschaft. Generalmajor Oliver Kohl, erlebte seinen ersten Tag der Regionen als Akademiekommandeur und hatte allen Grund, die Veranstaltung zu loben. Über 300 Besucher haben gezeigt, dass sich die viele Mühe auch lohnt.

Beeindruckende Auswahl regionaler Köstlichkeiten

Als Gast war es lediglich schwierig, Prioritäten zwischen den vier regionalen Ständen „Nord“, „Süd“, „Ost“ und „West“ zu setzen: Fischbrötchen, Labskaus und eine Lütje Lage im Norden, Käsespätzle und Weißwürste im Süden, Soljanka und Hallorenkugeln im Osten und Reibekuchen mit Kölsch im Westen (Rheinland!) - alles zu probieren war einfach nicht möglich. Am Oststand unterstützte die Mutter einer Lehrgangsteilnehmerin nicht nur bei der Zubereitung der Köstlichkeiten, sondern auch als Publikumsmagnet für gute Stimmung. Und die Stimmung war sehr ausgelassen. Viele Lehrgangsteilnehmer nutzten den Abend, um ihre Familien mit an die FüAk zu bringen und so sorgte die Veranstaltung zugleich für viele interkulturelle Begegnungen und neue Freundschaften. Die Kinder tobten ausgelassen und „ansteckend“ mit den vielen Spielsachen, die die Evangelische Arbeitsgemeinschaft für Soldatenbetreuung e.V. zur Verfügung stellte, dass sich sogar der ein oder andere Erwachsene auf der Turnmatte wiederfand. Das Bundeswehrsozialwerk war mit einer Tombola vertreten, bei der attraktive Preise wie etwa Rundflüge zu gewinnen waren.

„Joint Fires“

Der Abend wurde abgerundet durch den Auftritt der Lehrgangsband „Joint Fires“. Sie heizte die gute Stimmung mit ihrem ersten offiziellen Auftritt kräftig an und auf. Besonders beliebt waren die deutschen Schlager von Roland Kaiser und Helene Fischer. Zum Repertoire gehörten aber auch beliebte Rockhits. Nach dem Auftritt war für die Kinder Gelegenheit, sich am Schlagzeug auszuprobieren. „Dass die Band neben dem ganzen Lehrgangsbetrieb auch noch Zeit hatte, zu proben und sich so professionell aufzustellen, ist wirklich bewundernswert“, sagte einer der begeisterten Zuhörer und Colonel Richard Coleman, der neue französische Verbindungsoffizier an der FüAk und ehemaliger Lehrgangsteilnehmer des LGAN, fasste zusammen: „Zu meiner Lehrgangszeit waren solche Veranstaltungen wesentlich steifer. Jetzt ist es eine große Freude zu sehen, dass sich hier alle so wohlfühlen und der Tag der Regionen bei weitem keine Pflichtveranstaltung ist.“ Nicht zuletzt hat der jüngere Lehrgang nun eine Vorlage für das nächste Jahr, in dem er als Gastgeber nachfolgt.