Autor: Inka von Puttkamer; Fotos: Mit freundlicher Genehmigung von Sportograf.com

Hamburg, 12.11.2018

Die Gruppe der FüAkBw kämpft sich gemeinsam durch die Hindernisse im Sand

Gemeinsam als Team ins Ziel

Erschöpft aber sichtlich glücklich - die Gruppe der FüAkBw

 

 

Durch Zusammenhalt und Kameradschaft hat ein elfköpfiges Team der Führungsakademie der Bundeswehr (FüAkBw) den Extremwettbewerb XLETIX im Ostseebad Grömitz praktiziert. XLETIX, das bedeutet Hindernisläufe, die als Team gemeistert werden sollen. Es geht darum, als Gruppe im Ziel anzukommen und nicht darum, schnellster zu sein – getreu dem Veranstaltungsmotto „Ein Team. Ein Ziel!.“. Der Gegner ist die Strecke und ist nicht das andere Team. Durch Schlamm und Dreck entlang der Ostseeküste hat sich die Gruppe der FüAkBw tapfer innerhalb von drei Stunden an einem sonnigen Samstagvormittag gekämpft. XLETIX-Läufe finden in ganz Deutschland statt, aber nur diese sind für die FüAkBw geographisch so praktisch gelegen.

Teilstreitkraftübergreifend und multinational

Rein äußerlich hat das Team gleich ausgesehen, denn die FüAkBw hat eine einheitliche Teambekleidung zur Verfügung gestellt und damit dafür gesorgt, dass das Team gut erkennbar war. „Innerlich“ war es aber eine bunte Mischung aus deutschen Heeres-, Luftwaffen- und Marineoffizieren, das durch einen britischen, einen brasilianischen und einen indischen Offizier komplettiert worden ist. In der Militärsprache handelt es sich damit um eine echte „joint and combined operation“ (teilstreitkraftübergreifend und multinational). Allesamt kamen sie aus den Reihen der Lehrgangsteilnehmenden des nationalen und des internationalen Lehrgangs Generalstabs- und Admiralstabsdienst. Alle hatten sich auf die Teilnahme vorbereitet, denn völlig ungeübt sollte man in die frei wählbaren Distanzen aus 6, 12 oder 18 km mit 15, 25 oder 35 Hindernissen nicht gehen. Auch die angemessene Vorbereitung ist Fairness dem Team gegenüber und trägt im Vorfeld zur Kameradschaft bei.

Körperlich ausgereizt

Es galt, sich über Seile an Hindernissen hochzuziehen, um sich sodann auf der anderen Seite mutig hinunterzustürzen oder hinunterzurutschen. Oder es galt, ein Teammitglied durchs Wasser und über kleinste trockene Haltepunkte zu befördern, dabei mit seiner Kraft und Atemluft zu haushalten. Also alles Herausforderungen, die alleine nicht zu schaffen, aber im Team machbar sind. Fähigkeiten in einer Palette von Kraft, Ausdauer, Schnelligkeit und Koordination sind bei jedem Hindernis in verschiedener Ausprägung gefragt. Dabei spielt auch geistige Flexibilität eine entscheidende Rolle. Die Macher des Events wollen „euch alles abverlangen. Die Hindernisse werden euch eine ganze Weile begleiten, während des Events und wahrscheinlich auch einige Tage danach noch.“ Das bestätigt der Delegationsleiter der FüAk, Major Norman Böhm: „Es stimmt schon, dass man die Nachwirkungen des Laufes durchaus noch ein bisschen mit sich herumträgt, aber es hat sich wieder einmal gelohnt, dabei gewesen zu sein. Teamwork ist bei XLETIX das zentrale Element und macht zusammen mit den abwechslungsreichen Hindernissen den Spaßfaktor aus.“ So ist am Ende des Tages ein dreckiges und erschöpftes, aber glückliches Team wieder nach Hause an die FüAk gefahren – natürlich in der frohen Erwartung, dass eine erneute Teilnahme im nächsten Jahr wieder mit der Unterstützung der Akademie erfolgen wird.