Autor: FüAkBw; Fotos: Torben Steinweller

Hamburg, 04.10.2018

Oberst i.G. Jac-Peter Tölkes begrüßt die Lehrgangs- teilnehmenden

Ein Rollenspiel als Einstieg in den Planungsprozess

Oberstleutnant van den Berg der Royal Netherlands Army stellt ihr Arbeitsergebnis vor

Interessierte Lehrgangsteilnehmende

 

 

 

„Ladies and Gentleman, Exercises are fun“ begrüßte Oberst i.G. Jac-Peter Tölkes aus dem Multinational JOINT Headquarters ULM (MN JHQ Ulm)die Anwesenden aus vier Nationen (USA, Niederlande, Italien, Deutschland) zum Modul „Grundlagen für das Erstellen und Durchführen von streitkräftegemeinsamen Übungen“ oder - kürzer - „Fundamentals of JOINT Exercise Planning“.
Nach einem erfolgreichen Probelauf im September 2017 fand dieses Modul nun zum zweiten Mal an der Führungsakademie der Bundeswehr (FüAkBw) statt. „Den Lehrgangsteilnehmenden das Fachwissen für Verwendungen im Bereich der streitkräftegemeinsamen Übungsplanung komprimiert und praxisbezogen zu vermitteln“, war nach Ansicht von Oberst Tölkes das Ziel dieses Lehrgangs.

Experten aus dem Multinationalen Joint Headquarters Ulm

Hierzu war Oberst Tölkes, Abteilungsleiter im MN JHQ Ulm, mit zwei seiner Dezernenten nach Hamburg gereist, um die Fakultät mit Fachexpertise in der Durchführung zu unterstützen. So vermittelten sie Wissen aus der Praxis für die Praxis. Das eingespielte Team aus Ulm nahm die Lehrgangsteilnehmenden vom ersten Moment an auf eine launige Reise in die Tiefen des NATO Exercise Planning Process mit. Die streitkräftegemeinsame „Reception Staging and Onward Movement“ (RSOM) Übung JODY 2016 war hierfür das „Vehikel“. Am praktischen Beispiel füllten die Referenten die NATO Vorschrift BI-SC 75-003 Collective Training and Exercise Directive mit Leben.

Rollenspiel - Oskar verdächtig

Mit einem Rollenspiel gelang ein spannender Auftakt. Die Protagonisten aus Ulm stellten dabei auch ihr rollenspielerisches Talent unter Beweis. Damit brachten sie „Ball“ ins Spiel. Anschließten erlebten die Lehrgangsteilnehmenden ein Wechselspiel aus Hörsaalunterrichten und Gruppenarbeiten, das sie durch den Planungsprozess mit seinen „Stages“ und „Phasen“ geleitete. „JODY 2016 ist nicht die Musterlösung; vielleicht sind Ihre Ergebnisse sogar besser als unsere Ideen damals“, animierte Tölkes jeden, seinem Denken freien Lauf zu lassen.

Externe Referenten runden das Bild ab

Neben dem Exercise Planning Process bildeten die externen Referenten den zweiten wichtigen Pfeiler dieses Moduls. Vorträge des Bundesministeriums der Verteidigung aus den Abteilungen „Führung, Streitkräfte und Recht“ skizzierten die Vorgaben und den Rahmen für zukünftige Übungsplanungen. Impulse aus allen Teilstreitkräften und Organisationsbereichen, wie zum Beispiel dem Kommando Territoriale Aufgaben oder dem Bundesamt für Infrastruktur, Umweltschutz und Dienstleistungen der Bundeswehr ergänzten diese mit wichtigen Aspekten aus ihrem Blickwinkel. „Ein wirkliches rundes Bild mit allen Facetten der streitkräftegemeinsamen Übungsplanung wurde für die Lehrgangsteilnehmenden gezeichnet“, resümierte der Seminarleiter, Fregattenkapitän Torben Steinweller, zufrieden.
Das Petitum der Lehrgangsteilnehmenden war am Ende dieser kurzen und intensiven Woche äußerst positiv. Die Führungsakademie der Bundeswehr wird dieses Lehrangebot auch im Jahr 2019 wieder anbieten – ganz unter dem Motto „Exercises are fun!“