Autor: Eggo Rettmer; Fotos: Lene Bartel

Hamburg, 27.09.2018

Generalmajor Oliver Kohl übergibt das Direktorat

Flottillenadmiral Karsten Schneider blickt zurück auf seine sechs Jahre an der Führungsakademie

Brigadegeneral Boris Nannt begrüßt Oberst Holger Neumann

Oberst Holger Neumann mit Familie beim Empfang

 

 

 

 

 

„Ihnen vertraue ich unseren Führungsnachwuchs sehr gerne an“, begrüßt Generalmajor Oliver Kohl, Kommandeur der Führungsakademie der Bundeswehr, den neuen Direktor Ausbildung, Oberst i.G. Holger Neumann, in seinem neuen Amt. Im Rahmen einer feierlichen Übergabe hat General Kohl den bisherigen Direktor Ausbildung, Flottillenadmiral Karsten Schneider, verabschiedet und Oberst Neumann diese Aufgabe übertragen.

„In Hamburg sagt man Tschüss“

Admiral Schneider meldet sich bei steifer Brise vor rund 250 angetretenen Soldaten und 100 Gästen aus dem Kreis der Führungsakademie ab. Seit 2012 hat er die Ausbildung an der Führungsakademie maßgeblich mitgestaltet. „Ein Drittel der heute aktiven Stabsoffiziere der Bundeswehr wurden unter Admiral Schneider aus-, fort- und weiterentwickelt“, stellt General Kohl fest.

„Das heißt Auf Wiederseh´n“

Seit 60 Jahren bereitet die Akademie in Hamburg ihre militärischen Spitzenkräfte auf anspruchsvolle Aufgaben in den Streitkräften, der NATO, der Europäischen Union und den Vereinten Nationen vor. Kernaufgabe ist die Aus- und Weiterbildung bereits berufserfahrener Offiziere aus dem In- und Ausland.

Ausbildung im Wandel

„Der Generalstabsdienstoffizier drängt zur Tat. Das bedeutet jedoch auch, dass es gilt, zunächst bei sich selber den Fehler zu suchen, wenn etwas nicht gelingt.“ Nach General Kohl solle der Generalstabsdienstoffizier immer das Gesamtbild im Blick haben: „Sie müssen Ruhe ausstrahlen, um Vertrauen zu gewinnen und um führen zu können“, war die Botschaft zum zweiten Bild.

Die Führungsakademie hat seit 2016 einen neuen, erweiterten Auftrag. „Die Entwicklung von Führungspersönlichkeiten tritt gegenüber der reinen Wissensvermittlung in den Vordergrund“, fasst Admiral Schneider diesen zusammen und ergänzt: „Wir haben den Sachverstand von Lehrenden und Lernenden in einer Denkfabrik (dem German Institute for Defence and Strategic Studies, GIDS) für die Bundeswehr und ihre politische Führung organisiert.“

Veränderungen gemeinsam gestalten

Dieser neue Auftrag verändert die Führungsakademie tiefgreifend. In Zukunft gestaltet Oberst i.G. Neumann als neuer Direktor Ausbildung diese Entwicklung im Zusammenspiel mit dem Direktor Strategie und Fakultäten, Brigadegeneral Boris Nannt. „Mit unserer Ausbildung tragen wir gemeinsam die Verantwortung, dass unsere Soldaten am scharfen Ende unseres Berufs bestehen können“, unterstreicht Generalmajor Kohl.

Brigadegeneral Boris Nannt, Direktor Strategie und Fakultäten, kennt Oberst Neumann schon lange und heißt ihn herzlich willkommen. „Ich freue mich auf die Zusammenarbeit“, sagt General Nannt, „wichtig ist, dass die Direktorate im Gleichschritt marschieren, um die Ausbildung weiterzubringen und weiterzuentwickeln.“

In einer Stadt voll schöner Erinnerungen

Oberst Neumann lernte die Führungsakademie und Hamburg vor fast 20 Jahren kennen – und lieben! Von 2001 bis 2003 absolvierte er den 46. Generalstabsdienst-/Admiralstabsdienst-Lehrgang (LGAN). „Während des LGAN habe ich hier meine Frau kennengelernt“, sagt er. Mit ihr und den beiden Kindern lebt er seit ein paar Jahren in Berlin.

Nach unterschiedlichen Verwendungen unter anderem in Bonn und Berlin führte er als Kommodore das Taktische Luftwaffengeschwader 74 in Neuburg an der Donau. Zuletzt war er stellvertretender Sprecher des Bundesministeriums der Verteidigung in Berlin. „Auf meine vielfältigen Erfahrungen in der Truppe und in der politischen, ministeriellen Arbeit kann ich aufbauen“, sagt Oberst Neumann, „und diesen Erfahrungsschatz möchte ich gerne an die angehenden Generalstabsdienstoffiziere weitergeben.“