Autor: Charlotte Henning; Fotografin: Laura Clayborn

Hamburg, 18.10.2016

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Enge Zusammenarbeit mit der Bundeswehr

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Oberst i.G. Neitzert stellt die Referenten aus Mali vor

Dieser Leitspruch über Mali betont am kleinen nationalen Informationstag (KNIT) den Zusammenhalt des Landes und seiner Bevölkerung. Ein Land mit einer vielfältigen Kultur, einer abwechslungsreichen Landschaft und einer spannenden Geschichte. „Es ist uns eine Ehre, die Republik Mali vorzustellen“, sagt Oberst Bougouri Diatigui Diarra zu Beginn seines Vortrags an der Führungsakademie. Alle blicken auf den Teilnehmer des internationalen Generalstabslehrgangs. Zwei Mal war er bereits in Deutschland, er absolvierte hier zwei Ausbildungen. Nun ist er zum dritten Mal bei uns, diesmal in Hamburg. „Das Verhältnis zwischen Deutschland und Mali ist sehr gut“, erklärt der Oberst. Mehr als 600 Soldaten aus Deutschland arbeiten in Mali an einer besseren Zukunft des Landes. Ihre Aufgabe: Sicherheit und Waffenruhe gewährleisten und gleichzeitig die malischen Streitkräfte stärken.

Kultur und Verbundenheit

Oberst Bougouri Diatigui Diarra ist verheiratet und lebt mit seiner Frau und drei Söhnen in seiner Heimatstadt Bamako. Der zweite Lehrgangsteilnehmer aus Mali ist Major Mamadou Sidibe und stammt ebenfalls aus Bamako. Er lebt dort mit seiner Frau, einem Sohn und zwei Töchtern. Beide Lehrgangsteilnehmer mussten ihre Familien für den Aufenthalt an der FüAk zu Hause lassen. „In Mali gibt es viele verschiedene Kulturgruppen: die Bambara, Malinke, Jula, Songhai, Dogon, Bozo, Senufo, Mossi, Fulbe, Tuareg und die Mauren“, erklärt Oberst Diarra weiter, der zu der Gruppe der Bambara gehört. Sie sind traditionelle Ackerbauern und meist Anhänger des Islam.

Prächtiges Land

Das Nationaltier Malis ist das Flusspferd, deshalb bedeutet Mali in der Landessprache Flusspferd. Das Land ist rund dreieinhalb Mal so groß wie Deutschland. Durch das vielfältige Klima besteht die Landwirtschaft zu 15 Prozent aus Ackerbau, zu 25 Prozent aus Viehzucht und zu 60 Prozent aus Fischerei. Mali fördert Salze, Gips, Phosphat, Öl, Mineralerze, Uran und Gold. Größtenteils wird das Gold exportiert, dahinter folgen Baumwolle, Düngemittel und Nutztiere. 2013 lagen die Einnahmen durch Exporte bei 187 Millionen Euro, die Ausgaben durch Importe bei 280 Millionen Euro. Die Importe erfolgen aus den Nachbarländern Senegal und Elfenbeinküste sowie Frankreich und China. Die beiden Referenten erklärten ausführlich, wie es in ihrem Land politisch aussieht und wie die Geschichte sich entwickelt hat. Die Zuschauer erfahren aus erster Hand spannende Hintergründe. Alle Gäste waren von der Veranstaltung begeistert und führten im Anschluss angeregte Gespräche bei einem kleinen Imbiss.