Es darf geträumt werden: Führungsakademie der Bundeswehr entwickelt sich weiter

 

Generalmajor Oliver Kohl betonte, dass jeder Akademieangehörige an dem Veränderungsprozess mitwirken kann. (Foto: Führungsakademie der Bundeswehr/Lene Bartel)

Generalmajor Oliver Kohl betonte, dass jeder Akademieangehörige an dem Veränderungsprozess mitwirken kann. (Foto: Führungsakademie der Bundeswehr/Lene Bartel)

 

Fragen, Forderungen und Hinweise bezüglich der Veränderungsprojekte dürfen gern direkt an den Bereich Projektmanagement gerichtet werden, so Oberst i.G. Strunk. (Foto: Führungsakademie der Bundeswehr/Lene Bartel)

Fragen, Forderungen und Hinweise bezüglich der Veränderungsprojekte dürfen gern direkt an den Bereich Projektmanagement gerichtet werden, so Oberst i.G. Strunk. (Foto: Führungsakademie der Bundeswehr/Lene Bartel)

 

In Workshops konnten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ihre Ideen einbringen. (Foto: Führungsakademie der Bundeswehr/Lene Bartel)

In Workshops konnten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ihre Ideen einbringen. (Foto: Führungsakademie der Bundeswehr/Lene Bartel)

 

 

 

 

Vielleicht ist der eine oder andere von den rund 280 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern bei der „Aktuellen Stunde“ auf den Geschmack gekommen: Es darf geträumt werden! Welche Ideen haben sie zur „Digitalen Ausbildungsakademie für lebenslanges Lernen“? In fünf Modulen haben die Leiter der Projektgruppen Personal, Organisation, Kultur, Informationstechnologie und Infrastruktur das Gespräch mit den Interessierten gesucht. In einem Workshop wurden dann Fragen, Impulse und Erfahrungen zusammengetragen. Auch nach der Veranstaltung sind Ideen und Anregungen gewünscht.

Ideen sind gefragt

Über welches Profil müssen die Auszubildenden künftig verfügen? Wie können wir die Mitarbeitenden für das Arbeiten und Lernen im digitalen Umfeld qualifizieren? Wie sehen Lebens-, Arbeits- und Lern(t)räume zukünftig aus? Was brauche ich, um lebenslang lernen zu können? Das sind nur einige Fragen, die in den Projektgruppen zur „Digitalen Ausbildungsakademie“ diskutiert und erarbeitet werden. Einen Einblick in die Arbeit der Projektteams wurde in den Modulen des Manfred-Wörner-Zentrums gegeben. Ziel der Arbeiten war es, die Anwesenden zu informieren und für eine Teilnahme in den Projektteams zu werben. Zurzeit befinden sich die Projektteams in einer kreativen Ideenfindungsphase. An dieser kann sich jeder Mitarbeitende mit Ideen beteiligen.

Warum schon wieder Veränderung?

Digitalisierung verändert weltweit das Gefechtsfeld und die Anforderungen an Ausbildung und Führung. Diese Entwicklung lässt sich nicht umkehren. Das machten der Kommandeur der FüAkBw, Generalmajor Oliver Kohl, und der Direktor Strategie und Fakultäten, Brigadegeneral Boris Nannt, in ihren Vorträgen deutlich. Mehr noch: Die Akademie möchte Führungskräfte handlungssicher für das digitale Umfeld auszubilden. Das bedeutet eine Modernisierung der Lehre im Hinblick auf Inhalte, Methoden, Infrastruktur, Kultur und Technologien. Eine Modernisierung, die dem Wandel der Lernkultur Rechnung trägt. Diese Modernisierung erfolgt an der FüAkBw durch den Aufbau der „Digitalen Ausbildungsakademie für lebenslanges Lernen“, ein Veränderungsprojekt, das auf 24 Monate angelegt ist. Die ersten Ergebnisse der fünf Projektgruppen werden nach zwölf Monaten am 17. und 18. Juni 2020 während des 2. Innovationslabors für Neues Lernen präsentiert. An diesem nehmen erneut Experten aus Bundeswehr, Wirtschaft, Wissenschaft und anderen Bereichen des öffentlichen Dienstes teil. Bis dahin geht die FüAkBw mit einer intensiven Kreativphase in der Projektarbeit ungewohnte Wege und „das soll auch so sein“, so Generalmajor Kohl. „Wir wissen nicht, was am Ende der 24 Monate für ein Ergebnis stehen wird. Ich kenne es nicht und deshalb brauche ich Sie und Ihr Engagement.“

Wo steht die FüAkBw mit anderen Veränderungsprojekten

Die Einnahme der neuen Struktur der FüAkBw ist mit der Übergabe der Dienstgeschäfte an den neuen Chef des Stabes, Oberst i.G. Michael Schlechtweg, vorerst beendet. Hier gilt es nun, die Akademie auf die Überprüfung dieser Struktur im Herbst 2020 vorzubereiten, berichtet der Leiter des Bereichs Projektmanagement, Oberst i.G. Michael Strunk. Eine weitere große Aufgabe ist es, die drei Veränderungsprojekte „Digitale Ausbildungsakademie“, „Kompetenzzentrum Führungskräfteentwicklung“ und „GIDS /Denkfabrik FüAkBw“ zu synchronisieren. Dies erfolgt durch „die Kommunikation aus der Mitte“, das heißt, dass die Projektverantwortlichen auf verschiedenen Ebenen und zeitnah informieren. Besprechungsformate zur Information sollen angeboten, aber auch aufgesucht werden. Strunk appelliert an das Auditorium, sich mit Fragen, Forderungen und Hinweisen direkt an den Bereich Projektmanagement zu wenden. Auch hier ist das persönliche Engagement gefragt. Die FüAkBw ist auf einem guten Weg, so Oberst i.G. Strunk.

Autorin: Dorthe Kramer