Es wird wieder bunt an der Akademie!

 

Generalmajor Oliver Kohl begrüßt die Lehrgangsteilnehmer und ihre Familien des neuen LGAI.  (Foto: Bundeswehr/Michael Gundelach)

Generalmajor Oliver Kohl begrüßt die Lehrgangsteilnehmer und ihre Familien des neuen LGAI. (Foto: Bundeswehr/Michael Gundelach)

 

 

Empfang der nationalen und internationalen Lehrgangsteilnehmer und ihren Familien an der Führungsakademie in Hamburg.  (Foto: Bundeswehr/Michael Gundelach)

Empfang der nationalen und internationalen Lehrgangsteilnehmer und ihren Familien an der Führungsakademie in Hamburg. (Foto: Bundeswehr/Michael Gundelach)

 

Beim Empfang lernten die internationalen Lehrgangsteilnehmer und ihre Familien ihre Paten kennen, die sie während ihres Aufenthaltes an der Führungsakademie der Bundeswehr in Hamburg begleiten.  (Foto: Bundeswehr/Michael Gundelach) width=

Beim Empfang lernten die internationalen Lehrgangsteilnehmer und ihre Familien ihre Paten kennen, die sie während ihres Aufenthaltes an der Führungsakademie der Bundeswehr in Hamburg begleiten. (Foto: Bundeswehr/Michael Gundelach)

 

78 neue Lehrgangsteilnehmer starten in diesem Jahr im Lehrgang LGAI an der Führungsakademie der Bundeswehr in Hamburg. (Bilder: Bundeswehr / Michael Gundelach) width=

78 neue Lehrgangsteilnehmer starten in diesem Jahr im Lehrgang LGAI an der Führungsakademie der Bundeswehr in Hamburg. (Bilder: Bundeswehr / Michael Gundelach)

 

Der Lehrgang für Generalstabs-/Admiralstabsdienst International an der Führungsakademie der Bundeswehr beginnt jedes Jahr im August. Auch dieses Jahr. 35 Nationen sind 2019/2020 zu Gast an der Elbe. Mitte August begrüßte der Kommandeur der Führungsakademie, Generalmajor Oliver Kohl, 59 internationale und 19 deutsche Lehrgangsteilnehmer zum neuen LGAI in der Clausewitz-Kaserne.

Der Lehrgang für Generalstabs-/Admiralstabsdienst International (LGAI) ist ein Instrument der militärischen Ausbildungshilfe und für Nicht-NATO- und Nicht-EU-Länder konzipiert. Der LGAI hat die Dauer von einem Jahr. In diesem Jahr bekommen die internationalen Offiziere aus nahezu allen Kontinenten der Welt einen Überblick über die deutsche Sicherheits- und Verteidigungspolitik sowie die Struktur und die Aufgaben der Bundeswehr.

Neben den internationalen Lehrgangsteilnehmern besuchen auch immer deutsche Offiziere den LGAI. Sie sind zum einen selbst Teilnehmer des Lehrgangs, zum anderen sind sie Mentoren und Projektoffiziere unter anderem für die Lehrgangsreisen oder besondere länderbezogene Themenabenden. Einer dieser Mentoren ist Oberstleutnant Pasqual Barheier. „Wir haben bis zu drei internationale Lehrgangsteilnehmer, für die wir als Mentoren fungieren. Wir unterstützen sie in allen Fragen rund um den Lehrgang, also alle militärischen Fachfragen“, erklärt er.

Patenschaften der Hamburger Gesellschaft

Der Lehrgangsleiter, Oberst i.G. Frank Wasgindt, freut sich auf seinen Lehrgang: „Es ist immer neu und anders. Dieses Jahr haben wir wieder Offiziere aus China, Japan und Uruguay dabei. Die Kombination aus 35 unterschiedlichen Nationen, Kulturen, Erfahrungen macht die Arbeit hier unglaublich spannend.“ Erstmals sind auch sehr viele internationale Lehrgangsteilnehmer mit ihren Familien da. 16 Offizier haben ihre Familien mitgenommen, 42 Kinder bereichern für ein Jahr die Hansestadt. Daher fanden sich zwischen den zahlreichen Offizieren in ihren landestypischen Uniformen auch vielen Hanseatinnen und Hanseaten. Seit Jahren ist es Brauch, dass Bürgerinnen und Bürger der Hansestadt eine Patenschaft für einen internationalen Offizier übernehmen. „Die Paten führen die internationalen Gäste in die Hamburger und auch deutschen Gepflogenheiten ein“, erklärt Oberst Wasgindt: Er zeigt sich beeindruckt von dem tatkräftigen Engagement vieler Blankeneser und Hamburger Familien.

Eine der Paten ist Caroline Hopp mit ihrer Familie. Sie hat die Patenschaft von ihren Eltern übernommen. Insgesamt übernimmt die Familie schon seit mehr als 30 Jahren Patenschaften. „Ich bin in meiner Kindheit damit aufgewachsen, dass wir oft internationale Gäste bei uns hatten. Auch an Weihnachten. Mich hat das immer sehr beeindruckt“, erzählt sie. Irgendwann hat sie mit ihrem Mann und ihren beiden Söhnen selber eine Patenschaft übernommen. „Man erfährt dadurch sehr viel von der Kultur des anderen. Das ist sehr bereichernd“, erzählt die Blankeneserin.

Königsberger Klopse und Tuckerfahrten

„Wir versuchen, den Offizieren und ihren Familien Blankenese und Hamburg zu zeigen – ganz ungezwungen. Mindestens einmal koche ich Königsberger Klopse für unseren Gast. Das Rezept habe ich von meinen Eltern aus Ostpreußen“, sagt ihr Mann, Thimo Hopp, lächelnd „oder wir machen eine kleine Tour mit unserem Tuckerboot auf der Elbe.“ Ihr neuer Schützling, Oberstleutnant José Escamilla Novelo, hört gespannt zu.

Der Luftwaffenoffizier kommt aus Mexiko. Dass Frau Hopp fließend Spanisch spricht, ist für den Mexikaner trotz eines einjährigen Sprachaufenthalts am Bundessprachenamt in Hürth hilfreich. Für Escamilla ist es das erste Mal, dass er Deutschland besucht. Es ist aber bereits sein dritter Generalstabslehrgang –er hat bereits einen in Mexiko und einen in China absolviert. „Ich freue mich insbesondere auf die militärischen Übungen, die wir während des Lehrgangs absolvieren werden. Dort lerne ich am besten die deutschen Aspekte der militärischen Lehre.“ Gleichzeitig unterhält er sich angeregt mit seinen neuen „Paten“. Es wartet ein spannendes Jahr auf ihn.

 

 

 

 

 

 

 


Autorin: Victoria Eicker