Autorin: Anne Bressem ; Bilder: Vanessa Feldmann

 

Hamburg, 15.04.2019

 

 Brigadegeneral Al Zadjali beim Eintrag in das Gästebuch

Die omanische Delegation vor dem Stabsgebäude der FüAk

Wie begegnet die Führungsakademie der Bundeswehr (FüAkBw) den aktuellen sicherheitspolitischen Herausforderungen, wie bereitet sie vor diesem Hintergrund angehende Stabs- sowie Generalstabsoffiziere auf ihre zukünftigen Aufgaben vor. Fragen, zu denen sich eine sehr interessierte Delegation des National Defence College aus dem Sultanat Oman mit dem Direktor Ausbildung, Oberst i.G. Holger Neumann, Oberstleutnant i.G. Matthias Friedrich und Fregattenkapitän Stefan Berger austauschte.  

What we are and what we stand for 

Zunächst stellte Oberstleutnant i.G. Friedrich das Konzept des Lebenslangen Lernens sowie das breit gefächerte Angebot der Lehrgänge an der höchsten militärischen Ausbildungsstätte der Bundeswehr vor. Von Offenheit sowie herzlichen Gesprächen begleitet, ließen die Gäste ihrer Neugier freien Lauf. So erkundigte sich Brigadegeneral Al Zadjali, Strategischer Direktor der Royal Air Force Oman, nach dem multinationalen Ansatz an der Akademie, nach der Arbeit der im vergangenen Jahr gegründeten Denkfabrik German Institute for Defence and Strategic Studies (GIDS) sowie nach dem Masterprogramm „Militärische Führung und Internationale Sicherheit“ (MFIS). Multinational sei die Führungsakademie in jedem Fall durch den Generalstabslehrgang International (LGAI) geprägt sowie durch die zahlreichen Angebote, die ebenfalls von internationalen Gästen anderer Streitkräfte besucht werden. Das noch junge GIDS setzt auf Basis wissenschaftlicher Grundlagenforschung seinen Auftrag zur sicherheitspolitischen Beratung des Ministeriums sowie der Bundesregierung um, wie Oberst i.G. Neumann betonte.

Give them a toolbox…

Die Gäste des Sultanats Oman folgten interessiert den Ausführungen von Fregattenkapitän Berger, wie die internationalen Offiziere an der Führungsakademie das nötige Handwerk für ihre Karriere in ihren Heimatländern an die Hand bekommen. Generell sei der hohe Anspruch der Führungsakademie zu spüren, wie die arabischen Gäste festhielten. „You do constantly care about what is happening around the globe“, hielt der Übersetzer fest. Neumann betonte in diesem Zusammenhang weiterhin, wie wichtig es sei, die Zukunft des militärischen Spitzenpersonals, ob nun national oder international, im Dialog zu gestalten. „Wir geben den jungen Offizieren eine Toolbox mit auf den Weg. Sie sollen lernen und wissen, welches Werkzeug sie in welcher Weise anwenden müssen, um Probleme schnell, effektiv und zielorientiert lösen zu können. So machen wir sie fit, um den sicherheitspolitischen Herausforderungen, die sie im Laufe ihrer Karriere erfahren werden, angemessen begegnen zu können.“

Für den intensiven Überblick sowie den anregenden Austausch dankte die omanische Delegation mit herzlichen Worten und setzte ihren Besuch bei der Firma Airbus in Hamburg fort.