Autor: Michael Sack, Lutz Viete; Fotografin: Katharina Junge

Hamburg, 04.01.2016

decoration / Dekoration

 

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Das Ausbildungsportfolio der Führungsakademie unterliegt einer ständigen Anpassung innerhalb einer sich modernisierenden Bundeswehr. Die angehenden Generale und Admirale an der Akademie erleben das nun in den aktuellen Lehrgängen.

Die permanente Weiterentwicklung der Lehre an der Führungsakademie der Bundeswehr wird aktuell am neugestalteten Lehrgang „Grundlagen Führung und Operationsplanung für angehendende Stabsoffiziere des Heeres“ offenkundig. Während die Ausbildung qualitativ aufgewertet wird, bleibt die Verknüpfung von praktischer Handlungsorientierung und akademischer Analysefähigkeit ein beständiges Merkmal, dessen Nutzen auch den angehenden Stabsoffizieren des Heeres zukünftig dienen soll.


Die 53 Soldatinnen und Soldaten des Heeres, die vom 27. Oktober bis 18. Dezember des letzten Jahres den intensiven Lehrgang besuchten, waren in vier Lerngruppen aufgeteilt. Die Oberstleutnante Marc Fechtner, Peter Vollmers, Henning Stahlschmidt und Jörg Voigt füllten den achtwöchigen Lehrgang mit Leben. Im neuen Jahr kommen die Oberstleutnante Michael Erben, Andreas Richter und Michael Preißner als weitere Tutoren hinzu.

Zukunftsorientierte Ausbildung

Insgesamt fünf umfassend entwickelte Planungs- und Stabsübungen und zukunftsorientierte Unterrichtungen zur aktuellen Entwicklung in den Bereichen Konzeption, Ausbildung, Rüstung und Personalmanagement standen auf dem facettenreichen Stundenplan. Neben den Dozenten der Führungsakademie leisteten hochkarätige externe Referenten einen wichtigen Beitrag zur Ausgestaltung des Lehrgangs.


Die angehenden Stabsoffiziere verbessern während des Lehrgangs nicht nur die taktischen Fähigkeiten und Fertigkeiten im praktischen Handwerkszeug, sondern blicken darüber hinaus auch über den Tellerrand. Besonders interessant sind für die Teilnehmer natürlich ihre zukünftig möglichen Verwendungen.


Im Anschluss an den neuen Lehrgang werden die angehenden Stabsoffiziere den Basislehrgang Stabsoffizier (BLS) besuchen. Dieser Lehrgang ersetzt wesentliche Ausbildungsabschnitte des alten Stabsoffizierlehrgangs (SOL). Der Basislehrgang Stabsoffizier vertieft in elf weiteren Ausbildungswochen die gemeinsamen Aspekte der zukünftigen Tätigkeitsfelder aller Teilstreitkräfte.

Mehr Quantität, mehr Qualität

Der Lehrgang „Grundlagen Führung und Operationsplanung für angehendende Stabsoffiziere des Heeres“ passt perfekt in die neue Struktur der Führungsakademie und wertet die Ausbildung zum Stabsoffizier des Heeres sowohl qualitativ als auch quantitativ auf. Mit acht Wochen taktischer Aus- und Fortbildung auf der Ebene Brigade ist der neue Lehrgang deutlich umfangreicher als der bisherige Lehrgang „Lehre Landstreitkräfte I“, der nur drei Wochen dauerte. Mit dieser Lehrgangsabfolge verwirklicht die Führungsakademie eine optimale Vorbereitung der künftigen Stabs- und Admiralstabsoffiziere auf ihre kommenden Führungsverwendungen in den unterschiedlichen Bereichen der Bundeswehr.

Um dem fachlichen Anspruch an diesen Lehrgang gerecht zu werden, wird es bis zum März insgesamt sechs neue Dienstposten geben. Maximal 108 Lehrgangsteilnehmer können ab dann betreut und ausgebildet werden.