Autor: Melanie Ertl; Fotograf: Tom Twardy

Hamburg, 08.03.2016

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Hightech-Datenautobahn an der Führungsakademie der Bundeswehr

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Alltäglicher Gebrauch des Internets

„Der Cyberraum ist ohne Grenzen“, Informationen dominieren das Zeitgeschehen. Das Internet hat sich weltweit zu einer entscheidenden Plattform entwickelt und spielt politisch und gesellschaftlich, aber auch militärisch eine immer größere Rolle. Doch birgt das Potential des Internets auch Gefahren.

Das Modul „Cyberspace" an der Führungsakademie der Bundeswehr greift dieses komplexe Themenfeld auf. Es sensibilisiert auch Teilnehmer ohne besondere IT-Vorkenntnisse für diese Gefahren, die bei der alltäglichen Nutzung des Dienstrechners und des Internets lauern. Darüber hinaus zeigt es auf, dass neben der Bundeswehr alle Bereiche der Gesellschaft (Privatpersonen, staatliche Einrichtungen und Behörden, Industrie und Wirtschaft) von den Gefahren im Cyberraum betroffen sind. Cyber-Sicherheit ist eine gesamtstaatliche Aufgabe, daher nahmen an dem Seminar auch Gastdozenten verschiedener Ressorts teil und erläuterten  die Aspekte Cyber-Außenpolitik (Auswärtiges Amt), Cyber-Kriminalität (Landeskriminalamt Hamburg) und Sicherheit in der Informationstechnik (Bundesinnenministerium).

Die Chancen und Herausforderungen, die die technisch vernetzte Welt mit sich bringen, müssten stets gegeneinander abgewogen werden, beschreibt Oberstleutnant i.G. Jürgen Nehring als Seminarleiter. „Dabei gilt es, über den eigenen Tellerrand hinaus zu sehen und den Cyberraum aus möglichst vielen Blickrichtungen kennen zu lernen.“ Das Wichtigste sei jedoch, aufmerksam zu sein. Die Risiken und Gefahren in der digitalen Welt seien teils schwer zu erkennen und man tappe durch Unachtsamkeit schnell in eine der vielen virtuellen Fallen.

„Der gesunde Menschenverstand hilft weiter“

Oftmals sind die Gefahren des Internets offensichtlich. „Der gesunde Menschenverstand hilft oft schon weiter“, beschreibt der Experte. So sollte man bei E-Mails von unbekannten Adressen aufpassen und diese im Zweifelsfall löschen, anstatt sie unbedacht zu öffnen. Spätestens bei der Gewinnbenachrichtigung jedoch sollte jeder stutzig werden. Häufig verbirgt sich beim Klicken auf den in der E-Mail angelegten Link dahinter eine Schadsoftware (Virus, Wurm, Trojaner oder ähnliches), die den Schutz der persönlichen Daten massiv gefährdet oder dem Angreifer sogar den unkontrollierbaren Zugriff auf den eigenen Rechner ermöglicht.
"Die Gefahren, die im Internet kursieren, und die vielfältigen Angriffsmöglichkeiten, die über das weltweite Netz realisierbar sind, werden uns in den nächsten Jahre zunehmend beschäftigen“, ist sich Oberstleutnant Nehring sicher.