Autor: Melanie Ertl; Fotograf: Katharina Junge

Hamburg, 10.03.2016

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Landkarten von Auriga: Ressourcenknappheit und Unruhen

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Die Teilnehmer erörtern die Lage

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Vertreter des Fachbereiches PGW der Führungsakademie simulieren den Verteidigungsausschuss

Auriga hieß das fiktive Land, mit dem sich die Teilnehmer des nationalen Lehrgangs Generalstabs- und Admiralstabsdienst (LGAN) an der Führungsakademie der Bundeswehr letzte Woche in einem Planspiel beschäftigten. "Sie können sich den Kontinent Constellatia, auf dem sich das Land Auriga befindet, vorstellen wie Afrika – nur mit mehr Wasser", erklärt Oberst i.G. Andreas Bednarzyk, der die Ausbildung leitet, zu Beginn.

In Auriga kommt es aufgrund verschiedener interner und externer Einflüsse, wie Übergriffe von Rebellen oder soziale Ungerechtigkeiten, zu Unruhen. Die dadurch entstehende Instabilität in der Region könnte langfristig zu einer Gefährdung der internationalen Sicherheit und der Wirtschaft führen. Nun sollten die Lehrgangsteilnehmer erarbeiten, ob und wie Deutschland innerhalb der Staatengeminschaft agieren könnte.

Der politisch-strategische Abstimmungsprozess

Während der Erarbeitung einer Lösung auf die Frage, wie sich Deutschland in dieser Situation positionieren solle, arbeiteten die Lehrgangsteilnehmer der Führungsakademie der Bundeswehr gemeinsam mit Vertretern aus anderen Ressorts, vor allem dem Auswärtigen Amt, in unterschiedlichen interministeriellen und intraministeriellen Gruppen. Dabei mussten sie stets alle Aspekte, wie nationale Interessen, politische Einstellungen und Erwartungen anderer Länder und Organisationen wie der Europäischen Union, den Vereinigten Nationen und der North Atlantic Treaty Organization, im Auge behalten und berücksichtigen.

Ziel des Planspiels war es, den Lehrgangsteilnehmern die politischen Entscheidungsprozesse auf politisch-strategischer Ebene sowohl auf nationaler als auch auf internationaler Ebene näher zu bringen und sie so auf zukünftige Verwendungen vorzubereiten.

Auriga: Kennenlernen und Verstehen

Am letzten Tag des viertägigen Planspiel Aurigas hatten die Teilnehmer ihre Position erarbeitet und mussten nun vor den Mitgliedern des Verteidigungsausschusses Rede und Antwort stehen. Ihnen gegenüber saßen Vertreter des Fachbereichs Politik und Gesellschaftswissenschaften, die in ihren Rollen aufgingen und die Teilnehmer durch ihre gezielten Fragen durchaus zum Schwitzen brachten.

Angesichts der Zusammenarbeit zwischen des Teilnehmern der Lehrgängen des General- und Admiralstabsdienstlehrganges und des Attachélehrganges des Auswärtigen Amtes im Planspiel meinte ein Teilnehmer, der Kontakt zwischen der Führungsakademie der Bundeswehr und dem Auswärtigen Amt sei weiter gestärkt worden. Schon deshalb sei das Planspiel Auriga ein großer Erfolg gewesen.