Autor: Jörg Barandat, Maximilian Voß; Fotograf: Jörg Barandat

Hamburg, 13.12.2016

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Teilnehmer des Moduls bei Bewältigung der Gruppenarbeit

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Zentralasien - neue ,,Drehscheibe" der Weltwirtschaft?

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Doktor Olaf Theiler, Vertreter aus dem Planungsamt der Bundeswehr zur Zukunftsanalyse in der Bundeswehr

Was Albert Einstein schon wusste, mussten die Teilnehmer des Moduls ,,Strategisches Denken" erst noch durchleben. Durchgeführt vom Fachbereich Strategie und Sicherheitspolitik der Führungsakademie findet es zwei Mal jährlich statt. Das letzte Seminar „war geprägt durch die viele Impulse einbringende, erfrischende Mischung der Teilnehmer: Offiziere, Reserveoffiziere und zivile Mitarbeiter, auch aus dem Bundesministerium der Verteidigung und einigen Landesministerien“, sagte Seminarleiter Oberstleutnant Jörg Barandat. Die Ergebnisse der Gruppenarbeiten waren entsprechend umfangreich und vielseitig. Sehr zu Freude des Leitungsteams.

Abwechslung führt zum Erfolg

Die Gestaltung des Seminars war darauf angelegt, dass sich die Teilnehmer einbringen. Erleichtert wurde dies durch die Vielfalt an Inhalten und ein hohes Maß an Abwechslung, beispielsweise durch eine Exkursion zu AIRBUS in Hamburg-Finkenwerder oder die Einführung in das präventive Gesundheitscoaching ‚Body + Brain‘. „Die Organisation des Moduls war sehr zielführend und machte für mich die Besonderheit aus“, fasste einer der Lehrgangsteilnehmer rückblickend zusammen.

Chinas Seidenstraßen-Strategie

Am aktuellen Thema der „One Belt, one Road“-Initiative, der chinesischen Seidenstraßen-Strategie zur Durchsetzung eigener Ziele in Zentralasien und zum Aufbau eines interkontinentalen Infrastruktur-Netzes, wurden die Erkenntnisse des Seminars angewandt. Besondere Aufmerksamkeit galt dabei der Instrumentalisierung der „Shanghaier Organisation für Zusammenarbeit“ (SOZ / SCO) als politische Konsultationsplattform chinesischer Gestaltungsmacht in Zentralasien und weit darüber hinaus. „Am Ende gelangten die Teilnehmer zur strategischen Fragestellung nach einem zeitnahen, zwingend notwendigen chinesisch-russisch-europäischen ‚Seidenstraßen-Dialog‘ der Europäischen Union, um die Chancen dieser chinesischen Initiative größtmöglich zu nutzen und Herausforderungen und Risiken gemeinsam zu begegnen“, fasste Barandat das Ergebnis des Seminars zusammen. Mit großer Spannung wird das nächste Seminarthema erwartet: „Hybride Machtprojektion am Beispiel der russischen ‚Gerassimow Doktrin‘“.