Master: MFIS

Die Führungsakademie der Bundeswehr bietet ihren Lehrgangsteilnehmern in Kooperation mit der Helmut-Schmidt-Universität einen international anerkannten Masterabschluss:

„Militärische Führung und Internationale Sicherheit“

GIDS

Das German Institute for Defence and Strategic Studies – GIDS – untersucht geostrategische, sicherheitsrelevante Fragestellungen unserer Zeit. 

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Lehrdeputat

An der Führungsakademie der Bundeswehr bringen Spitzenführungskräfte aus allen Bereichen der Streitkräfte ihre Expertise in unterschiedlichen Formaten in die Lehre ein.

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Alumni

Die Führungsakademie der Bundeswehr ist traditionell international stark vernetzt. Weltweite Kooperationen sind die Basis unseres Beitrages zur Völkerverständigung.

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Am Anfang und am Ende geht es um charakterliche Lauterkeit

Autor: Christoph Weigmann; Fotos: Lene Bartel

Hamburg, 21.09.2018

Generalinspekteur Eberhard Zorn bei der Festansprache

Brigadegeneral Oliver Kohl überreicht den Bestpreis des Kommandeur an Major Christopher Herz

Generalleutnant a.D. Kurt Herrmann würdigt Major Quentin Watrin für seine Leistungen

Konteradmiral a.D. Karl-Wilhelm Ohlms zeichnet Major Sven Kümmeth mit dem Zukunftspreis der DWT 2018 aus

Oberstleutnant Raymond van Veen beim Grußwort der internationalen lehrgangsteilnehmer

Übergabe der Abschlussurkunde durch den Generalinspekteur der Bundeswehr, General Eberhard Zorn

Flottillenadmiral Karsten Schneider übergibt den Bestpreis Direktor Ausbildung Primus Inter Pares 2018 an Major Benjamin Geese

Gespräche beim anschließendem Empfang

 

 

 

 

 

Es war ein festliches Ereignis und erinnerte an die Verabschiedung von Absolventen an einer ehrwürdigen Universität. In einer fast zweieinhalbstündigen Veranstaltung wurden die 91 Lehrgangsabsolventen der Lehrgangs Generalstabsdienst/ Admiralitätsstabsdienst National (LGAN) 2016 in ihre berufliche Zukunft entlassen. Zwei Jahre lang sind sie an der Führungsakademie der Bundeswehr (FüAkBw) auf die Laufbahnen als Führungskräfte in Spitzenpositionen vorbereitet worden.

Absolventen aus 12 Ländern

Unter den Absolventen befanden sich Offiziere aus zwölf befreundeten Ländern sowie zwei Regierungsdirektorinnen aus dem zivilen Ämterbereich. Diese beiden Tatsachen sind für die FüAk von großer Bedeutung, zeigen sie doch, wie angesehen die Ausbildung an der FüAkBw ist – und das zunehmend auch für den zivilen Bereich.

In der feierlichen Zeremonie haben der Generalinspekteur der Bundeswehr, General Eberhard Zorn, sowie der Kommandeur der Führungsakademie, Brigadegeneral Oliver Kohl, die Abschlussurkunden und eine Medaille der Führungsakademie an die Absolventen überreicht. Sie waren Teilnehmer des 13. streitkräftegemeinsamen Lehrgangs für den General- und Admiralitätsstabsdienst National (LGAN).

Aufgaben des Generalstabsdienstoffiziers

„Während der Offizier die Vorschriften befolgt, erstellt der Stabsoffiziere diese. Der Generalstabsdienstoffizier hingegen gestaltet dort, wo es keine Vorschriften gibt.“ Mit diesen Worten erklärte General Kohl gegenüber den Absolventinnen und Absolventen deren zukünftige Aufgaben. Und weiter appellierte er: „Sie sind gut ausgebildet und können das alles! Haben Sie Mut!“. Vier Bilder, die an die Präsentationswand in der Rotunde des Manfred-Wörner-Zentrums geworfen wurden, nutzte der Kommandeur, um seine Erwartungen an die neuen Generalstabsdienstoffiziere zu veranschaulichen. 

Er drängt zur Tat

„Der Generalstabsdienstoffizier drängt zur Tat. Das bedeutet jedoch auch, dass es gilt, zunächst bei sich selber den Fehler zu suchen, wenn etwas nicht gelingt.“ Nach General Kohl solle der Generalstabsdienstoffizier immer das Gesamtbild im Blick haben: „Sie müssen Ruhe ausstrahlen, um Vertrauen zu gewinnen und um führen zu können“, war die Botschaft zum zweiten Bild.

Charakterliche Lauterkeit

Die wichtigste Bedeutung besitzt jedoch die charakterliche Lauterkeit. „Der Generalstabsdienstoffizier steht gerade, auch wenn der Wind von vorne kommt“. Schließlich zeigte er als letztes Bild ein Portrait von Theodor Fontane und zitierte den Schriftsteller mit den Worten: „Wo Tränen fließen, kann nichts gelingen. Wer schaffen will, muss fröhlich sein.“

Beraten Sie in klarer Sprache

Diese Erwartung setzten den Rahmen für das nun folgende Festprogramm. In dieses war die Festrede des Generalinspekteurs der Bundeswehr, General Eberhard Zorn, eingebettet. Der General nutzte diesen Festtag, um die zukünftigen Spitzenführungskräfte zu motivieren: „Sie haben die Verpflichtung, das Beste weiterzugeben“, so der Generalinspekteur. Und er fuhr fort, dass die Bundeswehr von allen erwarte, „wach zu bleiben, kritisch zu bleiben und sich zu engagieren“. „Beraten Sie in klarer Sprache, erstellen Sie faktenreiche Analysen. Vor allem jedoch: Seien Sie wahrhaftig mit dem Mut zur Entscheidung“.

Die Weichen sind gestellt

Der Generalinspekteur betonte, dass es ihm darauf ankomme, der Regelungsdichte in der Bundeswehr entgegenzutreten.  Die Voraussetzungen seien für die Erreichung der personellen und materiellen Einsatzbereitschaft gestellt. Allein, es dauert noch Zeit, bis sich die Erfolge einstellen. Bis dahin gelte es, den Weg des Aufwuchses weiterzugehen.

Besondere Leistungen ausgezeichnet

Mehrere Preise für herausragende Prüfungs- und Lehrgangsleistungen wurden auch in diesem Jahr vergeben. Die Clausewitz-Gesellschaft hat Major Quentin Watrin für seine Arbeit über die aktuellen Veränderungen von Stellvertreterkriegen mit der Ehrenurkunde General von Clausewitz 2018 ausgezeichnet. Ebenfalls geehrt wurde Fregattenkapitän Jan Dinand für seine Analyse der Auswirkungen der Finanz- und Staatsschuldenkrise auf die Streitkräfte in Europa. Für diese Arbeit wurde ihm die Ehrenmedaille der Clausewitz-Gesellschaft überreicht. Diese beiden Preise wurden durch den Präsidenten der Clausewitz-Gesellschaft, Generalleutnant a.D. Kurt Herrmann, übergeben.

Preis für Zukunftstechnologie

Die Deutsche Gesellschaft für Wehrtechnik e.V. (DWT) verlieh den Zukunftspreis der DWT 2018 an Major Sven Kümmeth. Kümmeth hat das Thema „Big Data in der Bundeswehr“ zum Inhalt seiner Arbeit gemacht. Den Focus hat er dabei auf die Chancen und Möglichkeiten von Big Data für die Bundeswehr gesetzt. Dieser Mehrwert gab den Ausschlag für den diesjährigen Festpreis. Konteradmiral a.D. Karl-Wilhelm Ohlms, Geschäftsführer der DWT, war der Überbringer des Zukunftspreises.

Preis primus inter pares

Major Benjamin Geese erhielt den Preis als „Primus inter Pares‘‘ des Lehrgangs. Dieser Preis wird durch die FüAkBw an denjenigen Lehrgangsteilnehmer verliehen, der in „Kameradschaft, persönlicher Integrität, ethischer Grundhaltung, beruflichem Selbstverständnis und Leistung für den Lehrgang‘‘ überzeugt hat. Der scheidende stellvertretende Kommandeur und Direktor Ausbildung, Flottillenadmiral Karsten Schneider, hat den Preis überreicht.

Bester internationaler Lehrgangsteilnehmer

Als bester internationaler Lehrgangsteilnehmer erhielt Major Simon Davies den Dr.-Manfred-Wörner-Preis 2018, mit dem regelmäßig die herausragende Leistung und die vorbildliche Haltung eines künftigen Generalstabsdienstoffiziers des Auslands gewürdigt wird. Als Höhepunkt der Veranstaltung verlieh General Zorn den General-Heusinger-Preis 2018 an Major Joachim Ruthe. Mit dem Preis wird seine Haltung und Leistung während des LGAN gewürdigt. Den Bestpreis des Kommandeurs der Führungsakademie erhielt Major Christopher Herz für seine Lehrgangsarbeit zum Thema „Strategische Auswirkungen taktischer Nuklearwaffen. Eine Eskalationsleiter und Folgerungen für die Bündnisverteidigung.“

Würdiger Ausklang

Das Bläserquintett des Marinemusikkorps Kiel sorgte für ein festliches musikalisches Rahmenprogramm mit Stücken aus verschiedenen Jahrhunderten, aus Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft. Mit einem festlichen Empfang für alle Lehrgangsteilnehmenden und deren Gäste endete dieser Festtag in Hamburg.

Die Liste mit den Preisträgern des Zukunftspreises der Deutschen Gesellschaft für Wehrtechnik a.V. finden Sie hier.



 

 

 

 

 

Aktuelles

Kritische Infrastrukturen und Klimawandel: Tagung in Hamburg

Autor: Christoph Weigmann; Fotos: GIDS

Hamburg, 21.09.2018

 

 

 

 

 

 

 

 

Das German Institute for Defence and Strategic Studies – GIDS – untersucht geostrategische, sicherheitsrelevante Fragestellungen unserer Zeit. Das GIDS nutzt dazu konsequent seine hochrangigen internationalen Kontakte für den Diskurs und die Forschung. Es veranstaltet in Kooperation mit der Hanns-Seidel-Stiftung, München, am 25. September 2018 eine Tagung zum Thema „Kritische Infrastrukturen und Klimawandel – Herausforderungen für die Sicherheitspolitik: Südamerikanische Erfahrungen als Modell für Deutschland?“  

Mit Unterstützung des Alumni-Netzwerkes der Führungsakademie der Bundeswehr sollen diese Themen mit militärischen und zivilen Expertinnen und Experten aus Lateinamerika und Deutschland diskutiert werden und daraus Impulse für den strategischen Diskurs abgeleitet werden.

Das GIDS wurde am 30.Juni 2018 durch Verteidigungsministerin Dr. Ursula von der Leyen an der Helmut-Schmidt-Universität vor mehr als 120 Gästen in Hamburg eröffnet Wir werden darüber berichten.

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Hochrangige Sicherheitsexperten zu Besuch in Hamburg

Autor: Roberst Jorra; Fotos: Lene Bartel

Hamburg, 19.09.2018

Jörn Thießen (m) begrüßte die Delegation an der FüAkBw

Die fünftägige Deutschlandreise der kroatischen Sicherheitspolitiker und Experten für Sicherheitspolitik begann für die Delegation mit einem Besuch der Führungsakademie der Bundeswehr (FüAkBw). Ein Ziel dabei war es, sich über den Auftrag, die Aufgaben und die Struktur der höchsten Bildungseinrichtung der deutschen Streitkräfte zu informieren. Die durch die Konrad-Adenauer-Stiftung organisierte und begleitete Studienreise sollte die hochrangigen Teilnehmer im Laufe der Woche noch zu weiteren Institutionen führen, darunter in Hamburg zum Landesamt für Verfassungsschutz und zur Akademie der Polizei. Darüber hinaus erfolgte ein Besuch des Bundesministeriums des Inneren, für Bau und Heimat (BMI), des Bundesministeriums für Verteidigung (BMVg) und des Deutschen Spionagemuseums in Berlin.

Comprehensive Security im Fokus

Nach der Begrüßung durch den stellvertretenden Direktor Strategie und Fakultäten, Jörn Thießen und der traditionellen Eintragung in das Gästebuch durch den Delegationsleiter, Brigadier Tomislav Galić, erfolgte ein Briefing über die Akademie. Im Anschluss diskutierten die Experten mit Vertretern der FüAk über den Themenkomplex „Vernetzter Sicherheitsansatz“. Die anregenden Gespräche mussten leider, organisatorischen Zwängen geschuldet, aus Sicht aller Beteiligten zu früh beendet werden. Die Delegation wurde durch Direktor Thießen verabschiedet. Ein Bus brachte die Delegation sodann in die Hamburger Innenstadt, wo sie im Landesamt für Verfassungsschutz von der stellvertretenden Amtsleiterin, Frau Anja Domres, begrüßt wurde. Das Briefing im Landesamt war der nächste Programmpunkt, die die Experten auf der Agenda hatten.

 

Ein herzliches Willkommen in Hamburg

Autor: Philipp Lenske; Fotos: Laura Clayborn

Hamburg, 14.09.2018

Der Lehrgang Generalstabsdienst / Admiralstabsdienst International 2018 vor dem Hamburger Rathaus

Oberst i.G. Frank Wasgindt bei seiner Begrüßungsanasprache

Major Mwongoso übergibt Staatsrat Krösser ein Foto des Lehrgangs als Dank für die Gastfreundschaft

Führung durch das architektonisch prachtvolle Rathaus

Seit 56 Jahren bildet die Führungsakademie der Bundeswehr (FüAkBw) nationale und internationale Stabsoffiziere im Lehrgang Generalstabsdienst / Admiralstabsdienst international (LGAI) aus. Somit wird auch dieses Jahr die Hansestadt Hamburg wieder für ein Jahr zur Heimat der Lehrgangsteilnehmenden, die aus 30 Nationen zu uns in die alte, weltoffene Hansestadt gekommen sind. ,,Sie müssen wissen, wo sind und das sie herzlich willkommen sind“, gab der Lehrgangsleiter des LGAI, Oberst i.G. Frank Wasgindt, bei seiner Begrüßungsansprache im Kaisersaal des Hamburger Rathauses dem LGAI als Wunsch mit auf den Lehrgangsweg. Es ist gute Tradition, dass der Senat der Freien und Hansestadt Hamburg den jeweiligen LGAI in das Hamburger Rathaus zum Empfang einlädt.

Militär ist für Hamburg immer von großer Bedeutung

Im altehrwürdigen Hamburger Rathaus wurden die internationalen Lehrgangsteilnehmer der FüAk durch den Staatsrat der Behörde für Inneres und Sport, Bernd Krösser, begrüßt. Er hieß die internationalen Hörsäle des Heeres, der Luftwaffe und der Marine wie auch ihre Tutoren unter Führung von Oberst Wasgindt in herzlichen Worten willkommen. Er wies darauf hin, dass das Militär für Hamburg immer von großer Bedeutung gewesen ist, denn nicht zuletzt begründet sich der Wohlstand der Stadt auf einem stabilen sicherheitspolitischen Umfeld. Er wünschte den Lehrgangsteilnehmern, dass sie ein „Gefühl der Verbundenheit“ mit dieser Stadt entwickeln könnten, um ihre Lehrgangszeit in Hamburg in guter Erinnerung zu behalten.

LGAI trägt zum Verständnis über Europa bei

Der LGAI vermittelt den Lehrgangsteilnehmenden Kenntnisse der europäischen Sicherheitsstruktur und der Entwicklung der Europäischen Union (EU) mit Schwerpunkt der Gemeinsamen Sicherheits- und Verteidigungspolitik (GSVP). Die Handels- und Hafenstadt an der Elbe lebt von ihren internationalen Beziehungen. Das ist der Grund, weshalb der Senat auch die vom LGAI angestrebte Netzwerkbildung zur Entwicklung und Vertiefung der Verbundenheit mit Deutschland sehr unterstützt.

Partnerstadt am Indischen Ozean

Mit fast 4 Millionen Einwohnern ist Daressalam die größte Stadt Tansanias. Seit Juli 2010 besteht eine Partnerschaft zwischen der bedeutsamen Handelsstadt an der ostafrikanischen Küste des Indischen Ozeans und der Freien und Hansestadt Hamburg. Major Wankyo Mwongoso aus Tansania ist Lehrgangsteilnehmer des diesjährigen LGAIs und setzte mit seiner Dankesansprache ein sichtbares Zeichen der Verbundenheit im Senat. So dankte Mwongoso der Stadt Hamburg für die großartige Unterstützung des LGAI. Der LGAI war Gast Hamburgs bei einer Hafenrundfahrt. Und auch die Kosten der Familienfeier für alle Angehörigen der LGAI-Offiziere übernahm die Stadt Hamburg. „Wir als Lehrgang fühlen uns willkommen, angenommen und vor allem angekommen“, so Major Mwongoso. Als Dank für die bisher erfahrene Gastfreundschaft übergab der Lehrgang ein gerahmtes Foto an Staatsrat Krösser.

Gemeinsame Erlebnisse schaffen Erinnerungen

Die Führung durch das architektonisch prachtvolle Rathaus und seine Geschichte bot einen guten Rahmen für einen gemeinsamen Austausch von Gedanken und Erfahrungen und vor allem für das persönliche Kennenlernen. Dieser gemeinsame Tag wird den Lehrgangsteilnehmenden noch lange in Erinnerung bleiben – und hoffentlich ebenso die Hansestadt Hamburg.

 

 

 

 

 

Der MFIS hat schon Tradition

Autor: Philipp Lenske ; Fotos: Lene Bartel

Hamburg, 07.09.2018

Admiral Karsten Schneider bei der Begrüßungsrede

Die Absolventen mit Freunden und Familie

Generaloberstabsarzt a.D. Dr. Ingo Patschke beim Vortrag

Die Absolventen mit ihren Professoren

In einem feierlichen Rahmen wurde den Absolventen des Masterstudienganges ,,Militärische Führung und Internationale Sicherheit“ (MFIS) an der Helmut-Schmidt-Universität / Universität der Bundeswehr in Hamburg (HSU) ihre Zeugnisse übergeben. Dieser Masterstudiengang erfolgt als Kooperation zwischen der HSU und der Führungsakademie der Bundeswehr (FüAkBw). Unter den 29 Absolventen sind auch der ehemalige Inspekteur des Sanitätsdienstes der Bundeswehr, Herr Generaloberstabsarzt a.D. Dr. Ingo Patschke sowie 17 Lehrgangsteilenehmende des nationalen Lehrgangs Generalstabsdienst / Admiralstabsdienst 2017 (LGAN 2017). Die Verleihung des postuniversitären akademischen Abschlusses jährt sich in diesem Jahr zum 3. Mal. Begrüßt wurden die MFIS Absolventen von Seiten der FüAkBw durch den stellvertretenden Kommandeur und Direktor Ausbildung Flottillenadmiral Karsten Schneider. Zuvor begrüßte die Dekanin der Fakultät für Wirtschafts- und Sozialwissenschaften, Frau Professorin Dr. Christiana Schaefer die Anwesenden.

Masterstudiengang MFIS

Grundlage für die Zulassung zum Masterstudiengang MFIS ist ein abgeschlossenes Hochschulstudium sowie die Teilnahme am LGAN an der FüAkBw. Um die berufspraktischen und theoretischen Inhalte des Lehrgangs auf wissenschaftlichem Niveau zu erweitern, wurde seinerzeit dieser Masterstudiengang ins Leben gerufen.

Umfangreiche Studieninhalte

Der MFIS-Studiengang unterteilt sich in sechs Themenmodule. Diese Module sind mit dem LGAN-Lernplan abgestimmt und werden zum Teil in der Clausewitz-Kaserne von Professoren der HSU gelehrt. Dabei sind die praxisnahen Module „Menschenführung“, „Dimensionen von Sicherheit“ sowie die „Führung und der Einsatz von Streitkräften“ Bestandteil der Ausbildung im LGAN. Ergänzt werden diese durch Fächer der HSU, die den Fokus auf „Führung“, „Strategie“ und „Internationale Beziehungen“ setzt. Den MFIS-Studierenden stehen dabei alle Ressourcen aus den beiden Institutionen zur Verfügung. Das Bundesverteidigungsministerium stellt dabei durch die FüAkBw den benötigten finanziellen Rahmen zur Umsetzung der Kooperation zur Verfügung. Die HSU bietet uneingeschränkten Online-Zugang zu ihrer Bibliothek sowie diverser E-Lernplattformen, in welchen sich die Studierenden organisieren, austauschen und ihre Arbeiten zu Bewertungen durch die Professoren hochladen können.

Lebenslanges Lernen

Die Aufwertung des LGAN durch das Angebot eines weiterbildenden Studiengangs mit dem Abschluss: ,,Master of Arts“ ist Anreiz für die Teilnehmenden, diesen berufsqualifizierenden und anwendungsorientierten Studiengang zu besuchen und zu absolvieren. Generaloberstabsarzt a.D. Dr. Ingo Patschke hat seine Motivation zu einem weiteren Studium wie folgt beschrieben: ,,In einer immer komplexeren und vielschichtiger werdenden Welt gut zurecht zu kommen, meinen Horizont zu erweitern und mich in sicherheitspolitische Debatten aktiv einbringen zu können, waren für mich ein Anreiz“. Der Austausch mit dem jungen, angehenden Führungspersonal der Bundeswehr stellt für ihn den persönlichen Gewinn dar.

Think Tank und German Institute for Defence and Strategic Studies (GIDS)

Nach der Rede der Bundesministerin der Verteidigung, Dr. Ursula von der Leyen, im November 2016, befindet sich die FüAkBw in einem Veränderungsprozess. Durch die Erweiterung der FüAkBw zu einem „Think Tank“ in Kooperation mit der HSU ist die Steuergruppe Denkfabrik auf Seiten der FüAkBw und durch das Netzwerk Internationale Konfliktanalysen (NIKA) auf Seiten der HSU etabliert worden, die beide das GIDS steuern. Die Leistungen der MFIS-Absolventen stellen für die Denkfabrik und damit dem Forschungsauftrag des GIDS eine der Grundlagen dar, dem strategischen Beratungsauftrag nachzukommen.

Ein Studiengang wie kein anderer

Neben dem intellektuell anspruchsvollsten Lehrgang in den Streitkräften zusätzlich an den Wochenenden einen Master-Studiengang zu absolvieren, zeigt die hohe Leistungsbereitschaft der angehenden Führungskräfte und deren Willen, sich zukünftig noch besser in die Streitkräfte einbringen zu können. Die akademische Auseinandersetzung mit den MFIS-Themen gibt den Absolventen ein wichtiges Werkzeug mit auf den Lebensweg, um in der Praxis Entscheidungen auf komplexe Herausforderungen zu finden. Der MFIS hat sich als Erfolgsmodell etabliert.

 

 

 

 

 

Ein sicherheitspolitischer Besuch

Autor: Christoph Weigmann; Fotos: Lene Bartel

Hamburg, 30.08.2018

Der Kommandeur der Führungsakademie, Brigadegeneral Oliver Kohl (r), begrüßte Dr. Fritz Felgentreu (m) und ... Schmidt in der Clausewitz-Kaserne

Dr. Fritz Felgentreu, stellvertretender Landesvorsitzender der Berliner SPD, beim Eintrag in das Gästebuch der FüAkBw

 

 

Wenn ein sicherheits- und verteidigungspolitischer Sprecher einer Bundestagsfraktion eine Reise zu den Dienststellen der Bundeswehr macht, um sich in Gesprächen mit den Soldaten vor Ort einen persönlichen Eindruck zu verschaffen, so ist das gewiss für jede Dienststelle eine Abwechslung im Alltag der Dienstgeschäfte.

Für die Führungsakademie der Bundeswehr (FüAkBw) gab es in dieser Woche einen derartigen Tag. Begrüßt wurde Dr. Fritz Felgentreu MdB, der sicherheits- und verteidigungspolitische Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion und Sprecher im 1. Untersuchungsausschuss der 19. Wahlperiode im Bundestag in der Clausewitz-Kaserne. Er wurde begleitet von dem Hamburger Bürgerschaftsabgeordneten Frank Schmitt.

Ein Tag voller Gespräche und ein Eindruck vom GIDS

Begrüßt wurde Dr. Felgentreu durch den Kommandeur der Führungsakademie, Brigadegeneral Oliver Kohl, dem der traditionelle Eintrag in das  Gästebuch der Akademie folgte. Dr. Fritz Felgentreu und Frank Schmitt besuchen die FüAk zu einem Zeitpunkt, der durch die Erweiterung des Auftrags durch die Bundesverteidigungsministerin geprägt ist, auf dem Feld der Strategieberatung Expertise aufzubauen. An der FüAk ist dieser Auftrag durch den Aufbau des German Institute for Defence and Strategic Studies (GIDS) geprägt. Über das GIDS informierten sich die beiden Politiker in einem Gespräch und Vortrag mit dem militärischen Vorstand des GIDS, Oberst Professor Dr. Rogg.

Gespräche mit Akademiemitgliedern

Es gehört zu einem derartigen Programm und war dem Besucher aus Berlin ein Anliegen, auch mit den Akademiemitgliedern zu sprechen. Ein Gespräch mit Mitgliedern aus den unterschiedlichsten Bereichen der Akademie war so auch die Fortsetzung des dichtgedrängten Besuchstages. Mit seiner Verabschiedung ging damit diese kurze Abwechslung im Alltag ihrem Ende entgegen.

 

 

 

 

 

 

Künstliche Intelligenz – Chance und Herausforderung

Autor: Verena Hoffmann & Jonathan Scheffler ; Fotos: Jonathan Scheffler

Hamburg, 28.08.2018

Aktuelle Informationen aus der FüAkBw durch den Kommandeur, Brigadegeneral Oliver Kohl

Begrüßung zur 52. SiPoInfoT durch Generalleutnant a.D. Herrmann

Das Auditorium verfolgte interessiert den Vorträgen der Referenten

Der Direktor der Clausewitz-Gesellschaft, GenLt a.D. Hermann bedankte sich bei den Angehörigen des LGAN 2017

Flottillenarzt Dr. Brunn nahm sich dem Thema Human Performance Enhancement (HPE) an

Major Dunn, US-AirForce, erklärte die multinationale Sicht in Bezug auf militärisch genutzte künstliche Intelligenz

Zwischen den Vorträgen gab es Gelegenheit, die Thematik bei einer Tasse Kaffee zu besprechen

Major Levy beleuchtete alle politischen Aspekte zum Thema Militärstrategie und autonome Waffensysteme

Mit diesem hochaktuellen Thema befasste sich die 52. Sicherheitspolitische Informationstagung der Clausewitz-Gesellschaft e.V. und der Führungsakademie der Bundeswehr (FüAkBw), zu der sich im Manfred-Wörner-Zentrum der Führungsakademie ca. 240 geladene Gäste eingefunden haben. Dabei ging es im Besonderen darum, die „Strategie im 21. Jahrhundert unter Berücksichtigung moderner technologischer Entwicklungen“ zu beleuchten und kritisch zu diskutieren. Es ging auch darum zu hinterfragen, welche Herausforderungen künstliche Intelligenz (KI) und autonome Systeme an Politik, Gesellschaft und Streitkräfte stellen. Unter der Organisation von Major Maik Schröder, Lehrgangsteilnehmer des 14. streitkräftegemeinsamen nationalen Lehrgang Generalstabsdienst und Admiralstabdienst (LGAN) gestaltete auch der Hörsaal 3 des aktuellen LGAN einen sicherheitspolitischen Beitrag zu dieser Informationstagung.

Einleitende Worte durch den Präsidenten

Die einleitenden Worte des Tages sprach der Präsident der Clausewitz-Gesellschaft, Herr Generalleutnant a.D. Kurt Herrmann, der die zahlreich erschienenen Teilnehmer im voll besetzten Gneisenau-Saal begrüßte. Den Auftakt übernahm Brigadegeneral Oliver Kohl, Kommandeur der Führungsakademie, der anschließend dem Auditorium einen Sachstand über die Umstrukturierung der Akademie gab. Schwerpunkt seiner Rede war die Neugestaltung des Lehrgangs Basislehrgang Stabsoffizier (BLS), des Lehrgangs Generalstabsdienst und Admiralstabsdienst national und international (LGAN und LGAI), der Lehrgänge der Modullandschaft für ausgebildete Stabsoffiziere nach dem Konzept des lebenslangen Lernens sowie das neu aufgestellte German Institute for Defence and Strategic Studies (GIDS).

„Wir sind keine KI-Experten, aber wir sind frei im Geist und fest im Entschluss“

Mit der einleitenden Frage, wer denn besser geeignet sei zukunftsorientiert und frei zu denken als die Teilnehmer der Lehrgänge für zukünftige Generalstabsdienst und Admiralstabsdienstoffiziere, eröffnete Korvettenkapitän Patrick Jacobi das Spezial-Panel, welches der Hörsaal eigens für diese Informationstagung vorbereitet hatte und das er zusammen mit Major Benedikt Kühn moderierte. Damit kam der Hörsaal dem Auftrag des Akademiekommandeurs nach, im Rahmen der Ausbildung zum militärischen Spitzenpersonal der Streitkräfte den strategischen Blick auf die Herausforderungen von Morgen zu richten. Dazu befasste sich der Hörsaal unter der Leitung von Major Schröder intensiv mit der Fragestellung, welche Auswirkungen durch Künstliche Intelligenz (KI) und Autonome Waffensysteme auf die Militärstrategie zu erwarten sind. Er präsentierte hierzu seine Ergebnisse in Form eines Vortrags mit anschließender Diskussionsrunde den zahlreichen und interessierten Zuhörern.

„KI ist entweder das Beste, was der Menschheit passieren kann, oder das Schlechteste!“

Major Schröder stellte in seinem Vortrag deutlich heraus, dass Künstliche Intelligenz aus dem heutigen Alltag nicht mehr wegzudenken ist. Die Entwicklung von einer schwachen KI hin zu einer „Super-KI“ sei keine Frage mehr nach dem ob, sondern lediglich eine Frage nach dem wann des nächsten Technologiesprungs. Dabei definierte er Künstliche Intelligenz als ein Teilgebiet der Informatik, das sich mit der Nachbildung menschlicher Intelligenz und menschlichen Verhaltens sowie der Weiterentwicklung von maschineller Intelligenz befasst. Wo in der Medizin längst intelligente Computer die Analyse von Krankheitsbildern übernehmen, erhält KI auch im militärischen Anwendungsbereich immer umfangreicheren Einzug und nimmt bereits heute, so die These, Einfluss auf das militärische Schlachtfeld und somit auf die strategische Kriegsführung.

„Ohne eine eigene Strategie, wären wir nicht vorbereitet.“

Die im Anschluss stattfindende Diskussion mit dem Publikum wurde von den Lehrgangsteilnehmern des LGAN mit Thesen aus politischer, medizinischer, ethischer sowie technischer Sicht eingeleitet. Um bei der rasanten Entwicklung der Möglichkeiten zum Einsatz von KI den technologischen Anschluss nicht zu verlieren, so stellte Major Levy in den Raum, muss auch Deutschland sich mit dem Einsatz autonomer Waffensysteme auseinandersetzen. Denn der Einsatz dieser Waffen ist unter Berücksichtigung der Chancen aber auch Risiken zur aktiven Unterstützung der Truppen von besonderer Relevanz. Major Dunn, Angehöriger der amerikanischen Streitkräfte, bekräftigte die Aussage und stellte heraus, dass die amerikanischen Streitkräfte eine gute KI-Strategie entwickeln müssen, um jederzeit reagieren zu können. „Ohne eine eigene Strategie“, so Dunn, „wären wir nicht vorbereitet, denn andere Nationen benutzen bereits KI als militärische Wirkmittel.“

Deutschland muss aufholen

Während andere Nationen bereits  Künstliche Intelligenz einsetzen und Konzepte implementiert haben, hängt Deutschland mit einer fehlenden robusten KI-Strategie bislang diesem Entwicklungstrend hinterher. Dabei hilft auch nicht der Blick nach Israel, das bereits autonome Grenzroboter oder Kamikaze-Drohnen einsetzt. Deutschland hat ein anderes ethisches Werteverständnis. Mit den ethischen Aspekten der Diskussion um den Einsatz von autonomen Waffensystemen und der Frage nach der Verantwortlichkeit bei ihrem Einsatz befasste sich Oberstleutnant Trier. Dieser führte aus, dass in letzter Instanz der Mensch immer in der Verantwortung bleibt, denn er entscheidet, ob diese Waffensysteme zum Einsatz kommen oder nicht.

Nicht den Menschen verdrängen

Solange die KI nur eine Ergänzung für die Kriegsführung darstellt und den Menschen dabei nicht verdrängt, so Major Levy weiterführend, gibt es klare Vorteile für ihren Einsatz, da sie zur Unterstützung bei Führungsentscheidungen eingesetzt werden kann und damit die Reaktionsgeschwindigkeit in Entscheidungsprozessen erhöht. Für dieses offene Denken warb auch Major Schröder mit dem technischen Blick auf die Entwicklung von KI. Denn mit dem frühzeitigen Implementieren von Leitplanken kann die Entwicklung dieses nicht mehr aufzuhaltenden technischen Fortschritts eingeschränkt oder sogar behindert werden.

Der medizinische Blickwinkel

Mit einem offenen Blick auf die Potentiale können, so Flottillenarzt Dr. Elisabeth Brunn, in der Nutzung von Human Performance Enhancement (HPE) auch Möglichkeiten für das Militär liegen. Dabei beleuchtete sie einen medizinischen Blickwinkel auf die Debatte. Hier können verschiedenste Maßnahmen dazu beitragen, die menschliche Leistungsfähigkeit über das individuell maximal mögliche Potential zu erhöhen. „HPE wird als Katalysator wirken und die Art der Kriegsführung grundlegend ändern“, so ihre These. 

Eine großartige Debatte

Die zahlreichen Fragen aus dem Publikum zeigten das große Interesse an der Debatte um den Einsatz von künstlicher Intelligenz im Kontext der deutschen Sicherheitspolitik. Mit dem Dank von Admiral Karsten Schneider, stellvertretender Akademiekommandeur, für die plastische Darstellung dieses komplexen Themas endete das Spezial-Panel der LGAN Lehrgangsteilnehmer mit großem Applaus.

„Wer ist ein guter Mensch und wer bestimmt das?“!“

Auch die weiteren Vorträge des Tages, so der Vortrag von Jay Tuck, Buchautor, investigativer Journalist und langjähriger Redaktionsleiter der ARD-Tagesthemen, über den „Einfluss disruptiver Technologien auf Sicherheitspolitik und Strategie“ sowie von Univ.-Professor Dr.-Ing. Dr. rer. Pol. habil. Michael Lauster, Institutsleiter des Fraunhofer Institut für Naturwissenschaftlich-Technische Trendanalysen zum Thema „Künftige Technologien und technologische Quantensprünge mit erwarteter Relevanz für Sicherheitspolitik und Strategie“ erfuhren höchste Aufmerksamkeit durch das Auditorium. Denn die ethische Frage für den Einsatz von letalen, unabhängig handelnden Waffensystemen beginnt bereits mit der Frage „Wer ist ein guter Mensch und wer bestimmt, was gut ist?“. Prof. Dr. Mey, Honorarprofessor für Außenpolitik an der Universität Köln, leitete die Gesprächsrunde mit den beiden Vortragenden, die sich unter anderem um diese Frage drehte. Die Antwort jedoch blieb offen und regt jeden zum Nachdenken an.

 

 

 

 

Führungs- und Einsatzgrundsätze von Landstreitkräften

Autorin: Anne Bressem; Fotos: Anne Bressem

Hamburg, 27.08.2018

Erkundung im Gelände

Taktische Verfahrensweisen im Gelände

Offiziere während der Geländetaufe

 

3.00 Uhr morgens, der Wecker klingelt, der Rucksack ist gepackt, ich springe in meine Uniform und Kampfstiefel - wo sind wir? Richtig, beim Deutschen Heer.

Grüne Ausbildung an der Führungsakademie...

Taktische Führung von Landoperationen will gelernt sein. Um angehende Stabsoffiziere des Heeres auf nationale und internationale Führungsprozesse vorzubereiten, schult die Führungsakademie der Bundeswehr ihre Heeresoffiziere im Rahmen des Lehrgangs "Grundlagen der Führungs- und Operationsplanung".

Was heißt das?

Engagierte Hörsaalleiter sowie Dozenten entwickeln gemeinsam mit den Offizieren Verständnis für nationale und internationale Führungsprozesse. Die Unterrichte sind vor allem von kompetenzorientierter Vermittlung von Führungs- und Einsatzgrundsätzen der Landstreitkräfte geprägt. Handlungstraining steht in der Lehre Landstreitkräfte an vorderster Stelle. Neben den Grundsätzen der Truppenführung werden dabei auch die Verfahren für Führung,  und Einsatz von Landstreitkräften vermittelt.

Wie üben wir das?

Das Deutsche Heer ist seit mehr als zwanzig Jahren in den Auslandseinsätzen der Bundeswehr im Schwerpunkt eingesetzt und hat sich dort voll bewährt. Die Fakultät Landstreitkräfte setzt diese Erfahrungswerte in diversen Übungslagen mit den Lehrgangsteilnehmerinnen und -teilnehmern um. Neben der Vermittlung allgemeiner Grundsätze, die die Lehrgangsteilnehmer auch in zukünftigen Einsätzen befähigen sollen, ihre Rolle als Führungskräfte wahrzunehmen, wird der notwendige Einsatzbezug durch Aspekte der aktuellen Einsatzrealität in Form von Planübungen hergestellt.

Raus ins Gelände!

Der Praxisbezug darf während eines Lehrgangs selbstredend nicht fehlen. Mit der Geländebesprechung, zu der bereits um 04.15 Uhr am frühen Morgen aufgebrochen wurde, können die Lehrgangsteilnehmer in unterschiedlichen Situationen das bereits an der Offizierschule des Heeres vermittelte Wissen erneut anwenden. An ausgewählten Geländepunkten organisieren die Hörsaalleiter eine lagebezogene Geländeorientierung, um dort zugleich taktische Aufgabenstellungen aufzugeben.

Die Orientierung erfolgt in anschaulicher Weise. Zunächst wird der eigene Standort mit Hilfe von zwei eindeutigen Geländepunkten, die gut sichtbar sein sollten, genau angegeben. Wichtig ist hierbei, dass der Bezug zur Lage immer hergestellt wird.

Mit der Angabe der Himmelsrichtung, die, wenn möglich, die Nordrichtung sein sollte, erfolgt eine Konkretisierung. Kann diese nicht eindeutig beschrieben werden, z.B. weil sich der eigene Standort südlich eines Waldes befindet, kann natürlich auch eine andere Richtung gewählt werden. Für deren Bestimmung ist nach dem Schema REHLZ vorzugehen.

Dabei steht das

Richtung

Entfernung

Hilfsziel (wenn notwendig)

Lage zum Ziel

Ziel

 

Ist die Lage beschrieben, erfolgt nun das Ansprechen der in der Lage wichtigen Geländeteile/-punkte. Dabei bleibt es dem Vortragenden überlassen, mit welchem dieser Geländeteile begonnen werden soll. Es sind dabei einige Regeln zu beachten:
Zum Beispiel von der Richtung im Uhrzeigersinn über Osten, Süden nach Westen oder in jeder anderen Richtung beginnend, wenn sich die Lage zusammenhängend auf das Gelände übertragen lässt. Dabei ist für den Anwender immer zu beachten, im Uhrzeigersinn vorzugehen.

Richtung Nordost
Entfernung 3500
Hilfsziel (wenn notwendig) Haus mit weißem Giebel
Lage zum Ziel handbreit rechts davon
Ziel Funkmast, dies rechte Grenze Stg PzGrenBtil 171

 

 

 

 

 

Horizonterweiterung

Die Befähigung zum erfolgreichen Kampf an Land ist entscheidend für den gesicherten Zugang eigener Kräfte ins Einsatzgebiet, die Operationsfreiheit im Einsatzgebiet sowie für die Durchsetzungsfähigkeit gegen gegnerische Kräfte. Am Ende steht immer eine schnelle Konfliktbeendigung zu günstigen Bedingungen. Mit diesen und weiteren Erkenntnissen ist der Lehrgang für alle Offiziere ein ordentlicher Gewinn an Erfahrung und Horizonterweiterung, vor allem auch für „frische“ Heeresuniformträger oder Seiteneinsteiger.

 

 

Kompetenz in der Lehre

Autor: Jürgen Orth; Fotos: FüAkBw

Hamburg, 24.08.2018

Zivile und militärische Dozentinnen/Dozenten

Erfahrungsaustausch in der Lernsituation

 

 

An der Führungsakademie der Bundeswehr (FüAkBw) ist es wieder soweit: Der nächste Lehrgang “Didaktik und Methodik“ startet an der Führungsakademie der Bundeswehr. In wenigen Wochen werden 12 Teilnehmerinnen und Teilnehmer „fit“ für die Lehraufgaben gemacht.

Schwerpunkt kompetenzorientierte Ausbildung

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer erleben kompetenzorientiere Ausbildung aktiv im Lehrgang und lernen, eigene Unterrichte mit dem neuen Lehr- und Lehrprinzip der Bundeswehr zu gestalten. Diverse Ausbildungsabschnitte erlauben es ihnen, eigene Erfahrungen einzubeziehen und zukünftig eine professionelle, handlungsorientierte Lehre durchzuführen.

Kooperation mit der Führungsakademie der Bundesagentur für Arbeit

Das Besondere an diesem Lehrgang: Auf Grundlage einer Kooperationsvereinbarung kommt die Hälfte der Teilnehmenden von der Bundesagentur für Arbeit. Durch Prüfung am Lehrgangsende sollen möglichst alle zum „Senior Trainer“ zertifiziert werden. Auch die Stabsoffiziere werden die Gelegenheit erhalten, sich der Zertifizierungskommission zu stellen. Das Dozententeam ist ebenfalls zivil/militärisch gemischt. Herr Jens Kunkel und Oberstleutnant Jürgen Orth werden im Teamteaching als Dozenten ihr Bestes geben. Die wechselseitige Teilnahme an Qualifizierungsmaßnahmen wiederholt sich bereits seit mehreren Jahren und ist Ausdruck gelebter Kooperation.

Drei Wochen intensiver Arbeit liegen vor den Teilnehmerinnen und Teilnehmern, jedoch auch vor den Dozenten. Drei Wochen, die sich garantiert lohnen werden und an deren Ende 12 neue Multiplikatoren für die Umsetzung der kompetenzorientierten Ausbildung bereit stehen werden.

 

 

 

 

 

Hoher NATO-Besuch an der Führungsakademie

Autor: Christoph Weigmann; Fotos: Lene Bartel

Hamburg, 23.08.2018

General Oliver Kohl begrüßt Admiral James Foggo III an der Führungsakademie der Bundeswehr

Admiral Foggo III, Commander Allied Joint Force Command Naples, Commander U.S. Naval Forces Europe, Commander U.S. Naval Forces Africa, beim Eintrag in das Gästebuch der Führungsakademie der Bundeswehr

Admiral Foggo III begrüßt die amerikanischen Austauschoffiziere an der FüAkBw

Bei der Begrüßung des amerikanischen Admirals

Admiral Foggo III beim Vortrag

Es war ein besonderes Ereignis, das die Führungsakademie der Bundeswehr (FüAkBw) in ihren Büchern verzeichnen durfte. Der Vortragssaal im Manfred-Wörner-Zentrum der Clausewitz-Kaserne war randvoll mit interessierten Zuhörern gefüllt, die zum Vortrag von Admiral James G. Foggo III erschienen sind. Mit Admiral Foggo III besuchte einer der ranghöchsten Mitglieder der US-Streitkräfte die Führungsakademie. Derzeit ist der amerikanische Admiral Kommandeur des Allied Joint Force Commands in Neapel (JFC), der U.S. Naval Forces Europe und der U.S. Naval Forces Africa.

Der Kommandeur der Führungsakademie der Bundeswehr, Brigadegeneral Oliver Martin Kohl, begrüßte den NATO-Oberbefehlshaber für Europa und Afrika, dem der traditionelle Eintrag in das Gästebuch der Akademie folgte.

Eine militärische Führungskraft mit enger Bindung an Deutschland

Admiral Foggo III kannte Deutschland sehr gut, was seinen Auftritt an der FüAkBw für ihn fast zu einem Auftritt in heimatlichen Gefilden werden ließ. Sein Vater landete 1944 mit den US-Streitkräften im Rahmen der Operation Overlord in der Normandie und kam in der Folge nach Deutschland, wo er in Mönchengladbach seinen langjährigen Lebensmittelpunkt hatte. In dieser Zeit lernte auch der Admiral Deutschland kennen.

Mit dieser kleinen Episode, die seine Bindung zu Europa anschaulich werden ließ, begann er den Vortrag mit einem Überblick über die umfangreichen Aufgaben des Joint Task Force Commands. Ausführlich ging der amerikanische Admiral auf die Aufgabenfülle ein, die sein Kommando im Rahmen der Humanitären Hilfseinsätze zu leisten hat. Die durch die Libyenkrise in Gang gesetzten Flüchtlingsströme halten bis heute an. Es geht im Kern um die Frage, „Wie findet man heraus, was die Flüchtlinge benötigen?“. Als sich die Frage 2011 zuspitzte und am 17. März 2011 die UN-Resolution 1973 zur Libyenkrise unter Beachtung des allgemeinen Waffenembargos und ohne Einsatz von Besatzungstruppen legitimiert und beschlossen worden ist, war unter den NATO-Kommando des JFC der Einsatz durchgeführt worden. Der internationale Militäreinsatz in Libyen umfasste bewaffnete Operationen zur Einrichtung einer Flugverbotszone, zum Schutz der Zivilbevölkerung in Libyen, zur Unterstützung der Aufständischen gegen die Regierungstruppen und zur Durchsetzung des Waffenembargos durch Marineschiffe. Am Nachmittag des 19. März 2011 begannen die Militäraktionen mit der französischen Opération Harmattan bzw. der Operation Odyssey Dawn, was auf Deutsch „Morgendämmerung der Odyssee“ bedeutet.
Die NATO-Operation zur Durchsetzung des Waffenembargos mittels des Einsatzes von Marineeinheiten trug den Namen Unified Protector und begann am 22. März 2011. Es war ein großangelegter NATO-Einsatz.

Minensuche als NATO-Aufgabe

Eine weitere wesentliche Aufgabe besteht noch heute in der Minensuche. Diese aus den Konfliktregionen, insbesondere des Libyenkonfliktes, resultierenden Hinterlassenschaften gefährden noch heute hochgradig die Flüchtlingsströme. Als Beispiel zeigte der Admiral die effektive Wirkung von Minen auf. Immerhin unterbrachen im Jahr 2011 vier durch Libyen ausgebrachte Minen für gut einen Tag die Versorgungskette des Joint Task Force.

Die Rolle von Social Media

Admiral Foggo III sprach der Wirkung der Social Media eine große Bedeutung zu. Im Verlauf seines NATO-Kommandos hat er die Nutzung von Social Media weit ausgebaut. Sie dient zum Erkenntnisgewinn, aber auch zur Kommunikation von NATO-Positionen. Es sei an dieser Stelle auf das von David Patrikakakos verfasste Buch „War in 140 characters“ verwiesen,  das für Admiral Foggo eine Quelle des Erkenntnisgewinns zu diesem Thema darstellt.

Der Focus des Allied Joint Force Command in Neapel

Die wichtigsten Themenfelder, die die NATO JFC zu bearbeiten hat, zeigte der Admiral anhand von fünf Schwerpunkten auf. So steht neben der NATO Mission Irak, dem NATO Einsatz im West-Balkan, dem Hauptquartier der Multinationalen Division Southeast und der Übung „Trident Juncture 2018“ vor allem die NATO Strategic Dirction South Hub (NSDS) im Mittelpunkt seiner Darstellungen.  Bei der NSDS versucht die NATO ein kollektives Verständnis über Bedrohungen und bestehenden Herausforderungen, die aus dem Süden aufkommen zu erlangen und versucht Erkenntnisse über Möglichkeiten des Handeln zu gewinnen. Der Hub soll operative und strategische Führungskräfte mit einem kollektiven Verständnis über den Süden, insbesondere über Schauplätze in Afrika, ausstatten, damit eine Entscheidungsfindung ermöglicht wird. Schließlich soll der Hub dazu beitragen, Deeskalationsbestrebungen zu synchronisieren und aufeinander abzustimmen.

Die Aufgabe der NATO in Afrika

Nach Foggo III trägt die NATO mit Ihren Aktionen vor Ort dazu bei, wirtschaftliche Stärke nach Afrika zu bringen. Die Aufgabe des AJFC in Neapel besitzt durch die Präsenz in Afrika eine hohe Kenntnis, mit militärischer Präsenz die Grenzen zu sichern und die dortigen Polizeien zu stärken. Doch auch die Flüchtlingskrise ist hochaktuell. Nach Foggo III verlassen die Menschen ihre Heimatländer ja nicht deshalb, weil sie krank sind. Sie verlassen sie, weil sie bedroht werden. Diesen Prozess Einhalt zu gebieten und für eine Stabilität der afrikanischen Regionen zu sorgen, ist eine der großen und wichtigen Aufgaben des Allied Joint Force Command in Neapel.

 

Vielfältige Aufgaben ohne ein absehbares Ende

Mit Blick auf die weiteren Schwerpunktfelder ist das Aufgabenspektrum, dem sich Admiral Foggo III und seine Stäbe zu stellen haben, übergroß. So ist an dieser Stelle der durch das JFC kontrollierte KFOR-Einsatz, der seit 1999 besteht, ebenso zu nennen wie die Führung des seit 2015 bestehenden multinationalen Divisionshauptquartiers in Bukarest in Rumänien, das für die Führung der Verteidigungsoperationen gem. Artikel 5 des NATO-Statuts im Falle eines Angriffs auf das Allianzgebiet im Südosten zuständig ist. Nicht zuletzt ist die unter der Führung des Hauptquartiers der JFC in Neapel geführten multinationalen Übung „Trident Juncture 2018“ aufzuführen, mit der das Zusammenwirken der Streitkräfte der Mitgliedsstaaten geübt wird. Im Oktober 2018 werden mehr als 40.000 Soldaten nach Zentral und Nordnorwegen gebracht, um die sich dort befindliche Very High Readiness Joint Task Force zu verstärken.

Ein sich lohnender Diskussionsbeitrag

Den ausführlichen, informativen und lebhaft vorgetragenen Schilderungen folgte eine rege Diskussion mit den Zuhörern. Dabei durfte sich der erste Diskussionsteilnehmer besonders freuen, denn er erhielt als „Icebreaker“ eine Erinnerungsmünze von Foggo III überreicht.

Mit vielen Eindrücken aus den umfangreichen und komplexen Auftrag des Allied Joint Force Command in Neapel Vortrag gingen die Zuhörer in ein sonniges Hamburger Wochenende.  

 

 

 

 

Betriebliches Gesundheitsmanagement ist mehr als nur Sport!

Autor: Michel Gallien; Fotos: Katharina Roggmann

Hamburg, 16.08.2018

Die drei Säulen des BGMs

Rückenschule als eine der BGM-Maßnahmen

Training ist auch am Arbeitsplatz möglich

BGM – Für Soldaten und Zivile Angehörige

Vielfältige Übungen: Vom Pezziball bis zum TRX-Band


TRX-Schlingentraining zur Stärkung der Rückenmuskulatur

Der Rücken schmerzt, der Nacken ist verspannt, die Konzentration versinkt im Stress. Wer kennt die alltäglichen Leiden nicht? Was sich anfangs oft als vermeintlich harmlose Beschwerden darstellt, kann bei zu wenig Beachtung schnell zu ernst zu nehmenden körperlichen oder psychischen Krankheiten führen. Um diesen und vielen weiteren Herausforderungen im Alltag zu begegnen, ist das Betriebliche Gesundheitsmanagement (BGM) geschaffen worden. Im September hat an der Führungsakademie der Bundeswehr (FüAkBw) die Erprobungsphase für das BGM begonnen. 2018 soll das BGM in den Regelbetrieb übergehen.

Was ist das BGM?

Unter dem Betrieblichen Gesundheitsmanagement (BGM) wird die Gestaltung, Lenkung und Entwicklung betrieblicher Strukturen und Prozesse verstanden, die zum Ziel haben, die Arbeit, die Organisation und das Verhalten am Arbeitsplatz gesundheitsförderlich zu gestalten. Dies soll den Beschäftigten und dem Unternehmen gleichermaßen zugute kommen.

Drei Säulen der Gesundheit

Das BGM umfasst drei Säulen. Den Schwerpunkt bildet die Betriebliche Gesundheitsförderung (BGF). Die BGF hilft, z.B. mit Stressfaktoren umgehen zu können oder den eigenen Bewegungsapparat gezielt zu trainieren und zu stärken. Umfassende Angebote zur BGF werden nach und nach in allen Dienststellen eingeführt. Dazu gehören Bewegungskurse wie „Rückenschule“ oder „Aquajogging“, aber auch „Raucherentwöhnung“ oder „Suchtprävention“. Die Teilnahme an den Maßnahmen der BGF sind für alle Beschäftigten freiwillig. Einen besonderen Attraktivitätsgewinn stellt die BGF für Zivilbeschäftigte dar, für die zuvor kein Sport während der Dienst– oder Arbeitszeit vorgesehen war.

Arbeits- und Gesundheitsschutz als zweite Säule

Die zweite Säule bildet der Arbeits- und Gesundheitsschutz (AGS). Dieser ist gesetzlich vorgegeben und umfasst einerseits die Fürsorgepflicht des Vorgesetzten / Arbeitgebers. Andererseits werden durch den AGS situativ angepasste Arbeitsmittel bereitgestellt. Ein Beispiel hierfür ist der elektrisch höhenverstellbare Schreibtisch, der eine bessere und gesündere Körperhaltung ermöglicht. Weitere wichtige Bestandteile des AGS sind unter anderem Gefährdungsbeurteilungen durch psychische Belastungen oder auch externe Gefahrenquellen, wie Lärm oder Strahlung.

Motivation durch Information

Die Bereitschaft zur Teilnahme am BGM soll durch die dritte Säule „Führung und Organisation“ (FuO) gefördert und gewährleistet werden. Die Führungskräfte sind dazu angehalten, die Mitarbeiter zu sensibilieren, auf die eigene Gesundheit zu achten. Dabei handeln die Führungskräfte zugleich mit Vorbildfunktion. Damit eine Führungskraft vorbildlich führt, sind ein selbst eingehaltener, gesunder Führungsstil und das richtige Delegieren von Aufträgen wichtige Erfolgsfaktoren.

Konzeption und Verantwortlichkeit

Im Zuge der Agenda „Bundeswehr in Führung – Aktiv. Attraktiv. Anders.“ ist 2015 durch das BMVg damit begonnen worden,  das Betriebliche Gesundheitsmanagement an zunächst elf ausgewählten Standorten einzuführen. Unter dem Titel  „Gesundes Arbeiten“ wird es jetzt nach und nach bis 2019 bundeswehrweit etabliert. Die Federführung bei der Umsetzung lag im Schwerpunkt beim Sanitätsdienst. Das BGM gilt von der Truppe bis zum Ministerium, vom Bundeswehrkrankenhaus bis hin zur Militärseelsorge. Dabei unterstützen BGM-Koordinierende an den Standorten. Jede Dienststelle gründet dafür ein Gremium "Gesundheit", das die Einführung des BGM plant, steuert und später überwacht. Die Durchführung von Maßnahmen im Sinne der Betrieblichen Gesundheitsförderung obliegt den durchführenden Dienststellen.

Vielfältige Angebote an der FüAK

Der Angebotskatalog der BGM-Maßnahmen ist umfangreich. An der FüAkBw werden Maßnahmen wie beispielsweise „Funktionelles Training“ oder „Rückenschule“, systematisches Ganzkörpertraining mit dem eigenen Körpergewicht oder unter Zuhilfenahme von Pezziball oder Thera-Band, angeboten. Dies dient auf der einen Seite zur Kräftigung der Tiefenmuskulatur, hilft aber auch gleichzeitig dabei, Rückenbeschwerden vorzubeugen oder zu lindern, denn Rückenprobleme treten oftmals schon durch Fehlhaltungen am Arbeitsplatz auf. Beim „TRX-Schlingentraining“ und „AquaGym“ wird gezielt die Koordination und Beweglichkeit durch gelenkschonende Übungen gestärkt und verbessert. Die Stärkung der körperlichen Flexibilität und Sensibilisierung der eigenen Körperwahrnehmung steht hier im Fokus. Die Beseitigung innerer und äußerer Verspannungen abzubauen und den Köprer und Geist der Teilnehmenden zu fördern, zu mobilisieren und zu stabilisieren, ist das Ziel des gleichnamigen Kurses. Wer seine Zeit gern im Freien verbringt, kann sich bei der wenig verletzungsanfälligen Outdoor-Sportart „Nordic Walking“ durch die grüne Natur bewegen. Wer schließlich noch zukünftig mit einem gesünderen Führungsstil arbeiten möchte, lernt im Kurs „Gesundes Führen“, wie wichtig es ist, ein eigenes Zeit- und Belastungsmanagement aufzubauen. Für den nachhaltigen, gesundheitsfördernden Umgang zur Prävention, aber auch mit bereits eingetretenen Beeinträchtigungen sieht das BGM unter anderem psychosoziale Beratungen und sporttherapeutische Lehrgänge vor. Letztere werden an der Sportschule der Bundeswehr in Warendorf angeboten werden.

Ein Zwischenfazit

Die Ressourcen von Menschen sind endlich. Gehen die Ressourcen aus oder werden diese zu schnell verbraucht, führt dies zu Kopf- und Gliederschmerzen, Depressionen oder sogar letztlich zur Arbeitsunfähigkeit. Das Betriebliche Gesundheitsmanagement soll dies verhindern helfen. Die Angebote sind vielfältig, die Mitgestaltung einfach, der Effekt enorm.

Tag der Bundeswehr

 

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Die Führungsakademie der Bundeswehr ist traditionell international stark vernetzt. Weltweite Kooperationen sind die Basis unseres Beitrages zur Völkerverständigung.

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