Autor: Philipp Lenske; Fotografin: Katharina Junge

Hamburg, 28.09.2016

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Hauptmann Saleem spricht über Netzwerk im Irak

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Lehrgangsteilnehmer aus sechs verschiendenen Ländern erläutern ihr Alumni-Portale

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Oberstleutnant Garba Ango aus dem Niger im Gespräch mit der Alumni-Beauftragten Birgit Schön

Wie sind die Alumni-Netzwerke in den Heimatländern der Lehrgangsteilnehmer der Führungsakademie aufgebaut, wie sind sie organisiert, strukturiert, wie viele Mitglieder haben sie, und was kann am Alumni-Portal der höchsten militärischen Bildungseinrichtung der Bundesrepublik optimiert werden? Mit diesen Fragen ist das Sachgebiet Kommunikation an internationale Lehrgangsteilnehmer in der Akademie herangetreten. Alumni-Netzwerke sind aus der Sicht der Hamburger Institution essentiell für den Kontakterhalt von Absolventen eines gemeinsamen Lehrgangs, deshalb bieten wir dieses elektronische Portal an. Auch in der aktiven Zeit an der Führungsakademie dient es als Orientierungshilfe, Ratgeber und dem Informationsfluss für die Lehrgangsteilnehmer.

Von der Schweiz bis in die Volksrepublik China

Teilnehmer des Internationalen Generals- und Admiralstabsdienstlehrgangs aus der Schweiz, dem Niger, Korea, Irak, China und Argentinien haben zu Fragen nach Netzwerken in ihren Streitkräften geantwortet. Sie gaben darüber Aufschluss, wie diese genutzt werden. Von den Befragten besitzt einzig die Schweiz ein eigenes Alumni-Netzwerk. „Die Gesellschaft der Generalstabsoffiziere mit der Generalstabsschule der Schweizer Armee bietet ein geschlossenes Alumni-Portal für das Militär an“, sagt OTL Scheidegger. Ein rein nichtmilitärisches Netzwerk für die Militärakademie gebe es ebenfalls. „Im Irak ist der Kontakt für Aktive und ehemalige Lehrgangsteilnehmer auf Facebook verwirklicht“, erklärt Hauptmann Saleem. Mit 280.000 Mitgliedern und mehreren Administratoren ist dies sicherlich einer der größten Zusammenschlüsse weltweit. In der Volksrepublik China ist die Teilnahme bei Facebook nicht erlaubt, und es gibt kein militärisches Alumni-Netzwerk. Der chinesische Major Yan berichtet: ,,Früher war in China der Kontakt mit ausländischen Soldaten nicht erwünscht, heute gibt es einige Lockerungen in diesem Bereich. Die Kontaktpflege mit den Kameraden ist mir sehr wichtig, ich freue mich über das Alumni-Angebot der Führungsakademie.“

Blick in die Zukunft

Welche Erwartungen haben die Befragten an das soziale Netzwerk der Führungsakademie? Mehrfach wird der Wunsch über eine monatliche Vorstellung eines internationalen Lehrgangsteilnehmers im Alumni-Netzwerk geäußert. Sicherheitspolitik in Deutschland ist sehr gefragt und sollte künftig öfter im Netzwerk aufgegriffen werden, sind sich die internationalen Kameraden einig. Die starke Resonanz auf das Thema „Alumni“ scheint von großem Interesse zu zeugen. „Die zahlreichen Optimierungsvorschläge und Wünsche bekräftigen dies“, erklärt die Alumni-Beauftragte Birgit Schön, „mit den neu gesammelten Eindrücken, Vorschlägen und Ideen nimmt die Social- Media-Plattform der Führungsakademie der Bundeswehr nun wieder neue Fahrt auf – wir werden uns der Wünsche gerne annehmen."