Autor: Christiane Rodenbücher; Fotos: Katharina Roggmann

Hamburg, 24.11.2017

Generalmajor Michael Vetter beim Eintrag in das Gästebuch der Führungsakademie

Generalmajor Michael Vetter beim Eintrag in das Gästebuch der Führungsakademie

Generalmajor Michael Vetter (2. v.l.) und Konteradmiral Carsten Stawitzki (3. v.l.) an der FüAkBw

Generalmajor Michael Vetter (2. v.l.) und Konteradmiral Carsten Stawitzki (3. v.l.) an der FüAkBw

Besprechung im Büro des Kommandeurs

 Besprechung im Büro des Kommandeurs

Cyber – Digitalisierung, hybride Gefahren, virtuelle Realitäten, kritische Infrastruktur … eine Menge an Begriffen fallen einem sofort dazu ein. Die Bundeswehr ist in vielerlei Hinsicht von dem Thema betroffen, sei es bei der täglichen Nutzung von Computern, im Bereich Ausrüstung oder aber in der Ausbildung. Die Thematik hat in den Streitkräften mit der Abteilung Cyber/Informationstechnik (CIT) im Oktober vergangenen Jahres sowie dem neuen Kommando Cyber- und Informationsraum (CIR) seit April 2017 eine große Relevanz erhalten. „Obwohl beide noch in der Aufbauphase sind und somit strukturelle und prozessuale Pionierarbeit leisten, sind die Erwartungen an die Arbeits- und Leistungsbereitschaft dieser neu aufgestellten Bereiche enorm“, erklärt Generalmajor Michael Vetter, der stellvertretende Inspekteur Cyber und Informationsraum bei seinem Besuch an der Führungsakademie. Zusammen mit einer Delegation aus dem Bonner Kommando tauschte er sich ausgiebig mit Vertretern der Führungsakademie aus.

Breitenwirkung

General Vetters Zielvorstellung: „Wir wollen im Cyber- und Informationsraum gezielt wirken – dazu ist es notwendig, dieses Thema in die gesamte Organisation der Streitkräfte einzubringen.“ CIR integriert seine Forderungen inzwischen wie Heer, Luftwaffe und Marine in den Planungsprozess der Bundeswehr und erstellt Laufbahnen und Werdegänge wie andere Teilstreitkräfte. Vetter betont den gesamtstaatlichen Ansatz und die parteiübergreifend fruchtbare Zusammenarbeit auf diesem Gebiet: "Cyber geht uns alle an - das schweißt zusammen." Umso wichtiger ist für ihn, "das Thema an der zentralen Ausbildungsstätte der Streitkräfte zu positionieren". Die FüAkBw eigne sich hervorragend als Multiplikator für Truppe und Führungspersonal. Beispielsweise über Lehrgangsarbeiten oder Studienphase.

Fünfte Dimension

Ähnlich ambitioniert wie im Komamando CIR geht es an der Führungsakademie der Bundeswehr zu: Die organisatorische und strukturelle Abbildung des neuen militärischen Organisationsbereiches CIR treibt die Fakultät Einsatz, CIR, SKB unter Hochdruck voran. Die Umsetzung der fachlichen Aufgaben, Inhalte und Mehrwerte in die Lehre erfordern von einem kleinen Team in kurzer Zeit effektive Ergebnisse. Das bedeutet, der militärische Organisationsbereich CIR soll künftig für die Lehrgangsteilnehmer als eigener Operationsraum in der fünften Dimension mit verschiedenen Aufgaben und Rollen erklärt werden. Die Lehre an der FüAkBw wird künftig vermitteln, wie im Cyber- und Informationsraum aufgeklärt und gewirkt wird.

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