Diplomatie als Mittel

Autor: Sebastian Hagen; Fotos: Bundeswehr / Online

Hamburg, 19.10.2017

General Hambach eröffnet die Informationslehrübung 2017

Die Welt zu Gast in Genf - UNO Sitz in Europa

Genaues Lagebild verschaffen: Zugführer weist ein

Professor Kodolitsch beim Vortrag

Das mobile Rettungszentrum der Sanitäter bereitet sich auf Verwundetentransport vor

Teilnehmer bei der Symposiumsarbeit

Highlight der Übung - Gefechtsschießen in Bergen

Diplomatischer Erfolg - Westfälischer Friede in Münster / Osnabrück

Das Clausewitz-Netzwerk für Strategische Studien e.V. (CNSS) hat sein diesjähriges Symposium mit dem Thema „Diplomatie als Mittel“ betitelt. Zahlreiche Teilnehmer aus Wirtschaft, Sicherheitspolitik und Wissenschaft haben daran teilgenommen. Begrüßt wurden die Teilnehmer von Flottillenadmiral Karsten Schneider, dem stellvertretenden Kommandeur der Führungsakademie. Das CNSS diskutierte über die historischen Entwicklungen, die Methoden und aktuellen Problematiken wie auch die denkbaren Handlungsfelder der Diplomatie. Der Münchener Politikwissenschaftler Professor Carlo Masala bereicherte das Thema aus politikwissenschaftlicher Perspektive.

Spontaner hochrangiger Besuch

Masala gewann die Aufmerksamkeit der Teilnehmer mit seinem Impulsvortrag während des festlichen Abendessens im Casino der Führungsakademie. Welchen Stellenwert das CNSS hier genießt, zeigte sich auch daran, dass General a.D. Hans-Lothar Domröse, der aus anderem Grunde an der Führungsakademie weilte, sich spontan der Abendgesellschaft des CNSS anschloss. 

Am Ende dieser sehr kurzweiligen Tage des Austausches und gemeinsamen Nachdenkens konnten mehrere Ergebnisse festgeschrieben werden: Zunächst: Diplomatie benötigt eine überlegte und abgestimmte Vorgehensweise, eine Strategie. Diese ist analog zur Clausewitz´schen Zweck-Ziel-Mittel-Relation zu betrachten. Auch die Diplomatie muss einen „Kriegsplan“ entwickeln, um effektiv wirken zu können. 

Desweiteren: Diplomatie benötigt Informationen zur Erfüllung ihrer Aufgaben. Hierbei spielen Nachrichtendienste und damit auch das Militär eine entscheidende Rolle. Zuweilen sind jedoch die verantwortlichen Entscheider wie auch die Öffentlichkeit nicht sofort in der Lage, alle Fakten nachvollziehen zu können. Das heißt: Regelmäßige Informationen sind notwendig, um alle Beteiligten "mitzunehmen".

Botschaften nicht mehr einzige Quelle

Die Botschaften als Einrichtungen und Institutionen verlieren zunehmend ihre Bedeutung als Informationsquelle der ersten und einzigen Quelle. An ihre Stelle treten Massenmedien, herausragende Persönlichkeiten und internationale Organisationen, die ihre eigene Diplomatie betreiben. Das verändert das "Geschäft" der Diplomatie in noch unbekannter Weise.  Die Diplomatie muss auch dann weitergehen, wenn ein Konflikt bereits unter Einsatz von Waffengewalt ausgetragen wird. Ebenso wie die Politik an sich, muss auch die Diplomatie stetig als Ausweg offen und zur Verfügung stehen.

CNSS in der Tradition eines Think-Tanks

In bester Think-Tank-Tradition sollen diese Ergebnisse in Form von Videos, Denkschriften und Thesen-Papieren ausgearbeitet und publiziert werden, um dringende Handlungsfelder zu benennen und Lösungsvorschläge anzubieten.

 

Weitere Informationen erhalten sie unter www.Clausewitz-Netzwerk.de