Autor: Philipp Lenske; Fotos: Philipp Lenske / Bundeswehr

Hamburg, 18.10.2017

General Hambach eröffnet die Informationslehrübung 2017

Brigadegeneral Thomas Hambach eröffnet die ILÜ 2017

Genaues Lagebild verschaffen: Zugführer weist ein

Im Gefechtsstand: Einweisung in die Lage

Das mobile Rettungszentrum der Sanitäter bereitet sich auf Verwundetentransport vor

Das mobile Rettungszentrum der Sanitäter bereitet sich auf Verwundetentransport vor

Highlight der Übung - Gefechtsschießen in Bergen

Ein Höhepunkt der Übung war das Gefechtsschießen in Bergen

Wie wirken die an Land operierenden Teilstreitkräfte im Einsatz zusammen? Welche Aufgabe hat die Streitkräftebasis? Wie sieht die Truppenpraxis aus? Um praktische Antworten auf Fragen dieser Art zu geben, haben rund 150 Soldaten und zivile Mitarbeiter der Führungsakademie der Bundeswehr (FüAkBw) zwei Tage lang die alljährlich stattfindende Informationslehrübung (ILÜ) der Bundeswehr besucht. Diese dreiwöchige Großübung, die sich vor allem an den Führungskräftenachwuchs der Bundeswehr und an die Streitkräfte aus den Partnernationen wendet, fand auch in diesem Jahr in Munster/Bergen statt. Das deutsche Heer und die Streitkräftebasis haben mit etwa 2000 Soldaten ihre Einsatzfähigkeit vor gut 5.000 Besuchern demonstriert und dabei 100 Kettenfahrzeuge und 500 Radfahrzeuge eingesetzt. Von der Leistungsfähigkeit der eingesetzten Kräfte hat sich auch der Kommandeur der Führungsakademie, Konteradmiral Carsten Stawitzki, einen Eindruck verschafft.

Lernen durch Erleben

,,Bereits theoretisch erlernte Inhalte mit Bildern und Erlebnissen zu versehen, um diese somit auch für den praktischen Teil anwendbar zu machen, ist das Ziel dieser Übung." Mit diesen Worten begrüßte der ehemalige Direktor Lehre der FüAkBw und jetzige stellvertretende Kommandeur des Logistikkommandos in Erfurt, Brigadegeneral Thomas Hambach, die Teilnehmer der ILÜ 2017. Er betonte die Wichtigkeit dieser Vorführung mit Blick darauf, die Lehre des Führungskräftenachwuchses zu optimieren. Ziel der ILÜ war es zugleich, den angereisten Bündnispartnern aus den Niederlanden und Polen sowie den Teilnehmern des internationalen Generalstabs- und Admiralstabsdienstlehrgangs der FüAkBw (LGAI) das Zusammenwirken und Handeln der deutschen Streitkräfte aufzuzeigen. 

Leben in der Lage: Phasen des Gefechts

An verschiedenen Stationen wurde der Weg von der Befehlsausgabe über die Durchführung bis hin zur Auftragserfüllung innerhalb einer vorgegebenen, fiktiven Rahmenlage dargestellt. Nach der theoretischen Einweisung, die an jeder Station erfolgt ist und dem Besucher die Lageentwicklung verdeutlicht hat, ging es über zum praktischen Teil der Übung. Dabei wurden die vier Operationsarten des Gefechts, Verzögerung, Verteidigung, Angriff und Stabilisierung detailliert erklärt und anhand von Darbietungen veranschaulicht.

Erlebnisse schaffen Erinnerungen

Am Ende führte die Teilnahme an der ILÜ bei den Übungsbesuchern zu einem Mehrwert für den militärischen Berufsweg, denn die praktische Anwendung vom Führungs- und Einsatzgrundsätzen ist durch einsatznahe Bilder verständlicher geworden. In jedem Fall verbleiben eindrucksvolle Bilder dieser Tage als Erinnerung.  Besonders für die Teilnehmer des Internationalen Generalstabsdienst- und Admiralstabsdienstlehrgangs der FüAkBw waren es sehr eindrucksvolle Erlebnisse in Munster. In diesem Sinne äußerte sich in seinen Dankesworten Oberstleutnant Imeda Gvrittishvili aus Georgien: ,,Im Namen des gesamten Lehrgangs bedanke ich mich bei allen Beteiligten, auf welches facettenreiche Portfolio aus Mensch und Material die deutschen Streitkräfte zurückgreifen können - das persönlich zu erleben ist für mich eine sehr eindrucksvolle Erfahrung.“

Gelebte Kameradschaft

Mit einem gemeinsamen Abend zum Abschluss endeten die beiden Besuchstage in Munster. Die Teilnehmer aus den verschiedenen Nationen diskutierten das gemeinsam Erlebte. Es ist das sichtbare Zusammenwachsen der Nationen, das den alljährlichen Erfolg der Informationslehrübung in Munster auszeichnet.