Autor: Inka von Puttkamer; Fotos: Katharina Junge

Hamburg, 29.09.2017

Modulteilnehmer beim Kartenstudium

Oberst Grewen bei der Begrüßung der Teilnehmer

Qualmende Köpfe

Gespannt auf die nächsten zwei Jahre: LGAN 2017

Der Teilnehmerkreis

Austausch beim anschließenden Empfang

Der Teilnehmerkreis

Beim Netzwerken: Lehrgangsteilnehmer unter sich

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

In 95 gespannte Augepaare blickt Konteradmiral Carsten Stawitzki, Kommandeur der Führungsakademie der Bundeswehr, als er die Teilnehmer des jüngst an die Führungsakademie der Bundeswehr (FüAk) angereisten General- und Admiralstabslehrgangs „von ganzem Herzen willkommen“ heißt. Es ist der 14. streitkräftegemeinsame und nationale Lehrgang, der stattfindet. Angereichert durch internationale Teilnehmer aus NATO-Partnerstaaten und erstmals auch einen schweizerischen Offizier, sitzt eine bunte Mischung aus Heeres-, Luftwaffen- und Marineuniformen vor dem Admiral. Sie alle sind gespannt auf die kommenden zwei Jahre, in denen die hochwertigste Ausbildung der deutschen Streitkräfte auf sie wartet. Sie werden einen Überblick über alle Bereiche der Bundeswehr bekommen und durch viele Seminare, Module und Vorträge dazu angeregt, über ihren bisherigen Tellerrand hinaus zu denken. Sie beschäftigen sich mit Themen innerhalb und außerhalb der Bundeswehr, die den Weitblick fördern sollen.

Im Sinne der Denkfabrik

Das ist es auch, was Stawitzki von den Neuankömmlingen fordert. „Ich lege Wert auf den kritischen Diskurs. Wir brauchen wieder Verständnis für die gesamtstaatliche Verteidigung und das schließt ein, dass wir alle Schulter an Schulter zusammen stehen, um Probleme zu lösen. Wir wollen Sie bestmöglich auf Ihre späteren Verwendungen vorbereiten.“ Konsequent betont Stawitzki mit seinen Ausführungen, dass von den angehenden General- und Admiralstabsoffizieren nicht nur Input, sondern grade auch eigene Antworten auf die Fragen von morgen gefordert sind. Das beinhaltet, was Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen, vor einem knappen Jahr als neue Aufgabe der FüAk definiert hat – sie soll mit ihrem vielfältigen Personal zum Think Tank werden, was besonders die Lehrgangsteilnehmer einschließt. An dieser Stelle spannt der Akademiekommandeur den Bogen zum neuen Masterstudiengang, der extra für die Lehrgangsteilnehmer eingeführt wurde. „Militärische Führung und Internationale Sicherheit“ kann lehrgangsbegleitend und in Kooperation mit der Helmut-Schmidt-Universität (Universität der Bundeswehr Hamburg) belegt werden. Soeben wurden zum dritten Mal Masterurkunden an einen scheidenden Lehrgang verliehen (Link zum Artikel). Spätestens mit der Erstellung der Masterarbeiten werden die Lehrgangsteilnehmer zu einem aktiven Teil der Denkfabrik.

In der Ruhe liegt die Kraft

Für Stawitzki selbst verdeutlicht der Beginn des neuen Lehrgangs, dass die Zeit sehr schnell ins Land geht: „Vor einem Jahr habe ich hier als Kommandeur neu angefangen, inzwischen sitzen viele vertraute Ausbildergesichter vor mir.“ Er betont, dass genau das die FüAk ausmacht, nicht nur „Kästchen und Verfahren, sondern vor allem die Menschen“. Der Akademiekommandeur rät den angehenden General- und Admiralstabsoffizieren, die kommenden zwei Lehrgangsjahre intensiv dafür zu nutzen, den eigenen Standort zu bestimmen, sich durch die vielen Erfahrungsträger und das breite Portfolio an Expertise beraten zu lassen und sich weiterzuentwickeln. Nichtsdestotrotz regt er auch an, sich zurückzulehnen und „einfach mal nachzudenken“, sich zu sortieren und zu entschleunigen, solche Pausen auch dem später unterstellten Personal einzuräumen. Stawitzki entlässt seine neuen Lehrgangsteilnehmer ganz in diesem Sinne in einen Empfang und in die Gelegenheit zum lockeren Gespräch mit einem Ausblick auf den Tag der Bundeswehr 2018, der an der Akademie mit den Feierlichkeiten zum 60jährigen Bestehen der FüAk zusammenfällt. „Sie haben zwei großartige Jahre vor sich! Ich habe noch niemanden getroffen, der von der Ausbildung hier enttäuscht war!“