Autor: Michél Gallien; Fotos: Ines Blandau

Hamburg, 22.09.2017

Intro zur Veranstaltung

Intro zur Veranstaltung

Professor Seidel bei der Begrüßung

Professor Seidel bei der Begrüßung

Konteradmiral Stawitzki begrüßt Gäste und Absolventen

Konteradmiral Stawitzki begrüßt Gäste und Absolventen

Ehrengast Generalleutnant von Heimendahl

Ehrengast Generalleutnant von Heimendahl

 

Dritte erfolgreiche Runde im Abschluss Militärfachliches Studium MFIS

Zum dritten Mal haben 33 Absolventen den Master-Studiengang „Militärische Führung und Internationale Sicherheit“ MFIS erfolgreich abgeschlossen. Dieses Studium, das an den Lehrgang General- und Admiralstabsdienst National, kurz LGAN, anknüpft und auch für Studierende an der Helmut-Schmidt Universität (HSU) möglich ist, eröffnet für Offiziere neue Möglichkeiten, die militärische Ausbildung mit wissenschaftlicher Weiterbildung anzureichern. Damit können Offiziere sich für künftige Entscheidungen besser aufstellen und erhalten einen besseren Überblick über sicherheits- und verteidigungspolitische Zusammenhänge.

Anspruchsvolles Niveau

„Führungskräfte müssen ein vertiefendes Verständnis für ihr Handeln entwickeln, sie sind unser wichtigstes Zukunftspotenzial“, hebt Professor Wilfried Seidel, Präsident der HSU, die Leistung der Absolventen hervor. „Durch MFIS erfahren Offiziere eine Verbreiterung ihrer Fertigkeiten“, lobt Konteradmiral Carsten Stawitzki, Kommandeur der Führungsakademie der Bundeswehr (FüAkBw), den neuen Studiengang und die Kooperation beider Bildungseinrichtungen. Dass die Teambildung und der gemeinschaftliche Zusammenhalt bei solch einem anspruchsvollem Studium unentbehrlich sind, betont Konteradmiral Stawitzki, selbst MFIS-Student, mit einem Zitat vom ehemaligen preußischen General Gerhard Johann David von Scharnhorst: „Verzweiflung an der Kunst, Ermüdung in der Nachforschung und Einseitigkeit in der Ansicht ist nicht selten die Folge des isolierten Studiums. Nur durch gegenseitige Belehrung und Aufmunterung kann diese nachteilige Lage gemildert werden.“ Von den Offizieren wird während ihres zweijährigen Studiums viel abverlangt. An sechs zusätzlichen Wochenenden besuchen die jungen Führungskräfte Seminare und Module.

Wissen auf Vorrat genügt nicht

Im Mittelpunkt der Veranstaltung steht die Zeugnisverleihung durch den Abteilungsleiter Führung Streitkräfte, Generalleutnant Klaus von Heimendahl, der die jungen Kameraden persönlich beglückwünscht. „Vor nunmehr fast 40 Jahren habe ich selbst als junger Student aus Anlass meiner Immatrikulation hier in dieser Aula gesessen.“ Während des Studiums werden hohe Anforderungen an die jungen Offiziere gestellt. So gehören beispielsweise die Module Menschenführung und Organisation von Planungsprozessen zu den Bestandteilen ihrer wissenschaftlichen Ausbildung.

Lebenslanges Lernen

General Heimendahl verweist auf die bevorstehenden Herausforderungen in künftigen Tätigkeiten. Mit der bestandenen Master-Prüfung sind die Offiziere nun für ihre Berufspraxis sehr gut vorbereitet, sagt der General, denn „für diese komplexe Welt bedarf es eines besonderen Typus des militärischen Beraters und Entscheiders, nämlich des militärischen Führers, der auf die Anwendung industrieller Technik, des modernen Managements sowie erziehungswissenschaftlicher Methoden angewiesen ist“. Auch künftig werden sich Offiziere im neuen Studiengang wissenschaftlich entfalten dürfen. Selbst die Professoren haben mittlerweile „Blut geleckt“: „Es würde mich reizen, als Studierender an MFIS teilnehmen zu dürfen, fürchte aber nicht mehr zur Zielgruppe zu gehören.“, scherzte Professor Dr. Klaus Beckmann.

Rede von Generalleutnant Klaus von Heimendahl