Autor: Ove Horstmann; Fotos: Laura Clayborn

Hamburg, 05.09.2017

Planung verlangt Verständnis für komplexe Zusammenhänge

Planung verlangt Verständnis für komplexe Zusammenhänge

Reges Interesse beim künftigen Planungspersonal

Reges Interesse beim künftigen Planungspersonal

Erfahrene Anwender geben ihr Wissen weiter

Erfahrene Anwender geben ihr Wissen weiter

Lebenssituationen zu planen, ist jedermann bekannt. Sei es, dass es sich um ein Treffen mit Freunden, einen Urlaub oder um neue Anschaffungen handelt. Der Gedanke, wie wir unser Leben durch Planung gestalten wollen, wird dabei durch den Wunsch nach Verbindlichkeit und Sicherheit motiviert. Die einzelnen Planungsschritte sind dabei wohl überlegt – sei es kurzfristig, mittelfristig oder langfristig. Dieses betrifft Unternehmen und Privatpersonen ebenso wie auch Behörden – und natürlich auch die Bundeswehr.

Die Bundeswehr wird ihren Auftrag heute und künftig dann erfüllen, wenn sie über die hierfür richtigen Fähigkeiten verfügt. Dies erfordert, das Handlungs- und Leistungsvermögen der Bundeswehr systematisch und zukunftsbezogen zu beurteilen und die notwendigen Maßnahmen sowie Mittel in Einklang zu bringen. Diese Überlegungen lassen sich unter dem Begriff „Planung“ als die koordinierte Gestaltung der Zukunft zusammenführen. Anschaulich wird die Thematik an den Herausforderungen, die die Re-Fokussierung auf die Landes- und Bündnisverteidigung wie auch auf die Umsetzung der Trendwenden "Personal", "Material" und "Haushalt" für die Integrierte Planung im Geschäftsbereich des Bundesverteidigungsministeriums bedeutet.

Das Instrument der Integrierten Planung

Damit dieses gelingt, wurde das Instrument des Integrierten Planungsprozesses (IPP) im Rahmen der Neuausrichtung der Bundeswehr geschaffen und weiterentwickelt. Es soll sichergestellt werden, dass eine Ausrichtung der Bundeswehr auf zukünftige Herausforderungen durch Planung möglich wird. Dessen zahlreiche und hierzu notwendigen Prozessschritte wie auch das Zusammenwirken der beteiligten Planenden veranschaulichten die Komplexität von Planung in der Bundeswehr.

Der Fachbereich Führung und Management an der Führungsakademie führte im August das dritte Grundlagenmodul in diesem Jahr zur Integrierten Planung durch. Zielgruppe waren die mit der Planung in der Bundeswehr befassten Personen. Die 25 Teilnehmer stammten aus den Bereichen der zentralen Planung im Bundesverteidigungsministerium, beim Planungsamt wie auch der dezentralen Planung, d.h. aus der Weiterentwicklung der Organisationsbereiche innerhalb der Bundeswehr. Dieses Modul fand großen Zuspruch, so dass die Teilnehmerzahl um 5 Personen erhöht werden musste.

Verständnis für „Planung in der Bundeswehr“

Ein Verständnis für die Planungsprozesse und die Zuständigkeiten beizubringen, sollte das Ziel sein. Um die Grundlagen für die Planung in der Bundeswehr systematisch zu vermitteln, folgte der inhaltliche Verlauf des Seminars dem des Integrierten Planungsprozesses. Vorträge zu politischen und ressortspezifischen Rahmenbedingungen und zu Faktoren wie der NATO bis hin zu den Vorgaben des Bundeshaushaltes steckten den planerischen Handlungsrahmen ab. Die Notwendigkeit zur zielgerichteten Priorisierung wurde den Teilnehmenden durch die hochkarätigen Gastdozenten zum Beispiel aus dem Verteidigungsministerium, dem Planungsamt der Bundeswehr wie auch dem Bundesamt für Umweltschutz, Infrastruktur und Dienstleistungen der Bundeswehr oder dem Kommando Streitkräftebasis nahegebracht.

Ausblick auf Vertiefung

Durch dieses Grundlagenmodul haben die Seminateilnehmenden die Voraussetzung für den Besuch der ebenfalls an der Führungsakademie der Bundeswehr stattfindenden Vertiefungsmodule zur Integrierten Planung gelegt. Für viele der Teilnehmenden bedeutet dieses, dass ein baldiges Wiedersehen in Hamburg anstehen wird.