Autor: Maximilian Voss; Fotografin: Katharina Junge

Hamburg, 26.01.2017

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Unterzeichnung ist Startschuss in die nächste Phase

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Bundesministerin der Verteidigung Dr. Ursula von der Leyen bei ihrer Rede im November des letzten Jahres

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Grundlage der Weiterentwicklung der IT-Landschaft der Führungsakademie geschaffen

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Engagement der Partner zahlt sich aus

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Vertreter der BWI IT zur Unterzeichnung an der FüAkBw

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Kommandeur der Führungsakdemie und Regionenleiter der BWI IT unterzeichnen Vereinbarung

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Der Kommandeur der Führungsakademie der Bundeswehr (FüAkBw), Konteradmiral Carsten Stawitzki, und der Regionenleiter der BWI IT, Dr. Adrian Overberg, haben heute das Konzept zur Weiterentwicklung der IT-Landschaft der Akademie in Hamburg unterzeichnet. Inhaltlich greift es eine Menge auf: erstens das Ergebnis einer Bestandsaufnahme aller IT-Systeme der Institution. Außerdem beschreibt es akademiespezifische Lösungen und den Weg, wie die BWI IT die Servicedienstleistungen anpassen könnte. „Wir versammeln uns an der Startlinie, um gemeinsam loszulaufen“, sagt Stawitzki. Die Unterzeichnung symbolisiert den Startschuss für die nächste Phase. Basierend auf diesem Schriftstück geht es nun im nächsten Schritt um eine detaillierte Planung: Wie können die Partner ihre Ziele umsetzen? Wie können sie die benötigten Fähigkeiten der FüAkBw auch in Zukunft an die Herausforderungen anpassen? .

An die Spitze der Bundeswehr

„Ich möchte, dass sich die Führungsakademie weiter entwickelt“, sagte die Bundesministerin der Verteidigung bei ihrem Besuch im November an der Akademie. „Gute Lehre ist damit auch eine Frage der Technik“, fügte Ursula von der Leyen hinzu. Deswegen müsse die FüAkBw bei Digitalisierung und bei Fragen des Fernstudiums sowie des e-Learnings an der Spitze stehen. Und wenn es technische und bauliche Hürden gibt, dann sind sie dazu da, genommen zu werden“, forderte die Ministerin weiter. Bereits zuvor hatte das Kommando Streitkräftebasis den Anstoß zur Weiterentwicklung der IT-Landschaft gegeben, woraufhin die IT-Mannschaft der FüAkBw bereits ein Konzept für eine zukunftsfähige Lösung erarbeitet hat.

Besonderer Status

Derzeit hat die Akademie mit ihrer IT-Landschaft eine Sonderstellung innerhalb der Streitkräfte. Sie ist eine „IT-Insel“ der Bundeswehr, die noch nicht vollständig vom Leistungsverbund BWI, dem zentralen IT-Dienstleister der Bundeswehr, versorgt wird. Aufgrund des besonderen Status der Akademie als internationale und gleichzeitig militärische Lehreinrichtung hat sie bisher ein eigenes IT-Leitungsnetz betrieben. Hochqualifiziertes IT-Personal verwaltet die gesamte IT-Ausstattung und managt die Nutzerbetreuung genauso wie den IT-Services für die gesamte Dienststelle. Künftig sollen weitere IT-Services aus dem Projekt HERKULES, das die gesamte IT der Bürokommunikation bereitstellt, genutzt werden. Zu diesem Zwecke führten die IT-Fachkräfte der Führungsakademie eine vollständige Bestandsaufnahme der vorhandenen IT-Systeme in Zusammenarbeit mit dem Bundesamt für Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung der Bundeswehr und der BWI IT durch.

Beurkundung des Konzepts zur Bestandaufnahme der IT-Systeme der Führungsakademie

Neue Lösungen – nicht nur in Hamburg

Die BWI ist zusätzlich von der Bundeswehr im Rahmen der Studie „Interoperables Cloud-Computing“ (IOCC) damit beauftragt, die Möglichkeiten, die sich aus dem Cloud-Computing, ergeben, für die Streitkräfte zu untersuchen. Mit IOCC haben die Mitarbeiter die Chance, ortsunabhängig auf Daten und Programme zuzugreifen und diese zu bearbeiten. Die Weiterentwicklung der IT-Landschaft der Führungsakademie bietet den Anlass, sie als Anwendungsfall für das Cloud-Computing zu nutzen. Somit könnte die Akademie im Ergebnis und in der Art des Weges dorthin als Beispiel und vielleicht auch als Vorreiter für andere Dienststellen der Bundeswehr dienen und diese zusammen mit der BWI IT bei ihren Vorhaben beraten und unterstützen. Vorher müssen jedoch zunächst die erforderlichen technischen, wirtschaftlichen und organisatorischen Voraussetzungen dafür geschaffen werden.

Ideen entwickelt

Das jetzt gemeinsam erarbeitete Konzept berücksichtigt die Besonderheiten, die der Lehrbetrieb an der Akademie erfordert, und gestaltet die gesamte IT-Landschaft für die Herausforderungen der Zukunft aus. Zentrales Stichwort dabei ist nicht zuletzt „Vernetzung“ über nationale Grenzen hinweg, mit anderen Streitkräften und Bündnispartnern. „Bestimmte Dinge sind an der Führungsakademie einfach anders. So stellt die Ausbildung der nationalen und internationalen Stabsoffiziere an uns besondere Anforderungen, die in der restlichen Schullandschaft der Bundeswehr nicht vorzufinden sind“, erklärte Stawitzki. „Demnach müssen wir genau erkennen, was der IT-Nutzer braucht.“

Konkretes Ziel vor Augen

Das mit der Weiterentwicklung der IT-Landschaft der FüAkBw verfolgte Ziel besteht darin, auftrags- und bedarfsgerecht IT-Services, beispielsweise Telefon, Computer und Server, für alle Angehörigen der Führungsakademie bereit zu stellen. Diese Mittel sollen dabei stets zeitgemäß und leistungsfähig sein, um den Vorgaben, die sich aus der IT-Strategiedes Geschäftsbereichs BMVg und der Agenda „Bundeswehr in Führung – Aktiv. Attraktiv. Anders.“ des Verteidigungsministeriums ergeben, zu entsprechen.

Umfassend gewappnet

Zugleich soll in einem erforderlichen Maß ein Risikomanagement eingerichtet und die notwendige IT-Sicherheit gewährleistet werden, ohne dabei die Flexibilität bei der Bereitstellung von IT-Services einzuschränken. Wie sich das alles konkret in die Tat umsetzen lässt, erarbeiten Vertreter der beteiligten Stellen künftig in verschiedenen Workshops. Konteradmiral Stawitzki fordert, „wir müssen uns verzahnen und ein offenes Ohr für den anderen haben. Nur so gelingt es uns, den Bedarf der Zukunft zu erkennen und nachhaltig mit Ressourcen, wie Material, Personal und Ausbildung, zu hinterlegen.“