Autor: Daniel Eisenbraun; Fotografin: Katharina Junge

Hamburg, 28.04.2017

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Kameratraining im Mannfred-Wörner-Zentrum

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Viele Fragen, viele Antworten

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Die CRC-Gruppe verrichtet in dieser Ausrüstung regelmäßig ihre Arbeit

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Erheber und Ermittler: die Detektive der Feldjäger

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Die Feldjägerausstattung ist vielfältig

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Hauptfeldwebel Jaenicke gibt die Kommandos

„Clausewitz-Kaserne – Führungsakademie der Bundeswehr“, liest Dorit Alina Dankert neugierig auf dem Schild. Aufmerksam wandert ihr Blick über das Gelände der Kaserne. Zwischen den Gittern der Zäune erblickt sie ein eindrucksvolles Gebäude – „offenbar das Herzstück der Institution“, denkt sich die Gymnasiastin aus Tostedt. Und dann: „So viele uniformierte Personen auf einmal habe ich noch nie gesehen.“ Die 15-jährige Schülerin und weitere 35 Schülerinnen sind besonders aufgeregt. Sie sind heute zu Besuch bei der Bundeswehr. Es gibt viel zu entdecken.


Es hat der diesjährige Girl’s Day stattgefunden. Alle Fragen von jungen und wissbegierigen Schülerinnen hat die Bundeswehr beantwortet und ihnen einen Eindruck vom Soldatendasein vermittelt. Stabsfeldwebel Stefan Dankelmeier, ein erfahrener und langjähriger Berufssoldat der Bundeswehr, war als Projektleiter für den Girl’s Day 2017 verantwortlich. Der IT-Spezialist aus dem Sachgebiet Kommunikation hieß die Schulgruppe im Admiral-Dieter-Wellershof-Gebäude herzlich willkommen.

Kulturenvielfalt in der Bundeswehr

Dass die Führungsakademie der Bundeswehr keine normale Kaserne ist, wird den Schülern im Vortrag von Fregattenkapitän Kai Paetau sofort bewusst. Schon seit 60 Jahren werden hier militärische Spitzenkräfte auf ihre anspruchsvollen und federführenden Aufgaben in den Streitkräften, der NATO, der Europäischen Union und den Vereinten Nationen vorbereitet. Deswegen treffen die Schüler in dieser Kaserne auch auf internationale Lehrgangsteilnehmer, die wiederum mit ihren unterschiedlichen Uniformen und Kulturen, die Vielfalt der Führungsakademie zum Vorschein bringen.

Über Pressearbeit und Facebook-Auftritte

Nach der Vorstellung der Akademie folgte auch schon der nächste Programmpunkt: die Medienarbeit. Sie ist facettenreich und fordert einen Scharfsinn für Menschen, Meinungen, Sachverhalte. Das Landeskommando Hamburg war vor Ort dabei, um die Schülerinnen über die Aufgaben eines Pressesoldaten zu informieren. „Wir beschäftigen uns jeden Tag mit medialen Aufgaben und sorgen in der Öffentlichkeitsarbeit für ein gutes Bild der Bundeswehr“, sagt Kapitänleutnant Janne Sommerkorn, eine routinierte Fachfrau. Mit der eigenen Facebook-Seite ist es dem Landeskommando möglich, neue Beiträge und Nachrichten aus der Bundeswehr aktuell zu platzieren. Über 2600 interessierte Leser hat das Landeskommando bereits für sich gewinnen können, die mit ihren Kommentaren und Anregungen die Seite genauso wie das Presseteam des Landeskommandos mitgestalten und bereichern.

Ein treuer Freund und Begleiter

Der nächste spannende Programmpunkt: die Feldjäger. Sie demonstrieren den Jugendlichen Drogen- und Sprengstoffspürhunde, die für die Bundeswehr eine große Unterstützung darstellen. Mit ihrem feinen Spürsinn schaffen sie es, unterschiedliche Substanzen in ihrem Versteck ausfindig zu machen. Zum Girl’s Day wurde diese Hundestaffel in Person von Hauptfeldwebel Alexander Jaenicke und seinem Hund Rocky vorgestellt. Noch bevor es richtig losgeht, sehen die Schüler, dass die beiden ein eingespieltes Team sind. Während Jaenicke der Schulgruppe seine Aufgaben als Hundeführer erklärt, beobachtet Rocky in aller Seelenruhe seinen Partner und wartet auf dessen bevorstehende Kommandos. Egal, wie gut die Kapsel mit dem Sprengstoff am Fahrzeug versteckt wird, Rocky erschnüffelt es in Sekundenschnelle. „Jeder Hundeführer hat eine große Verantwortung gegenüber seinem tierischen Begleiter“, berichtet der Hauptfeldwebel. Die richtige Erziehung sowie jahrelanges Training sind erforderlich, um den Hund bestens auf die kommenden Einsätze vorzubereiten. Die Tiere werden spielerisch an die Übungen herangeführt, doch für die Hundeführer ist es jedes Mal purer Ernst.

Militärpolizei im Einsatz

Schilde, Helme und Protektoren – für die CRC-Gruppe (Crowd and Riot Control) gehört diese Grundausstattung zur Lebensversicherung, wenn es darum geht, unfriedliche Menschenansammlungen zu überwachen und wenn nötig einzudämmen. Mit neugierigen Augen betrachteten die Schülerinnen, was CRC ausmacht, aber auch die Feldjägerausrüstung der Erheber und Ermittler. Am Tatort sichern sie Spuren, dokumentieren und stellen im Fall der Fälle die Beweismittel den Strafverfolgungsbehörden zur Verfügung. Ausgestattet wie ein echter Feldjäger – die Schulgruppe erfuhr es am eigenen Leib. Die Waffen blieben dabei natürlich außen vor. Wie schwer so eine Ausrüstung ist, haben die Schüler selbst erfahren dürfen.

Wertvolle Erinnerungen

Ein spannender Tag neigt sich dem Ende zu. „Heute, konnte ich viel über das Soldatendasein in der Bundeswehr erfahren“, denkt sich Dorit, als sie die Kaserne mit ihrer Freundin verlässt. In den Gedanken der Schülerinnen bleiben wertvolle Erfahrungen fest verankert. Für Dorit, und viele andere auch, ist ein großer Wunsch in Erfüllung gegangen.