Autor: Jan Heinsohn; Fotograf: Bundeswehr

Hamburg, 26.04.2017

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Die Kommandeure der Akademien im Gespräch - v.l. Divisionär Keller, Generalleutnant Csitkovits, Konteradmiral Stawitzki

In Luzern sind nun die Leiter der höchsten militärischen Bildungseinrichtungen aus Deutschland (Führungsakademie der Bundeswehr / FüAkBw), Österreich (Landesverteidigungsakademie / LVak) und der Schweiz (Höhere Kaderausbildung / HKA) zusammen gekommen.

Ziel dieser Tagung war es, durch Vorstellung der Neuerungen an den jeweiligen Akademien, vom gemeinsamen Erfahrungsaustausch zu profitieren. Die Schweiz ist Vorreiter in der Führungsausbildung mit Simulatoren. Aufgrund der hohen Bevölkerungsdichte und der im Vergleich zu Deutschland und Österreich relativ kleinen Fläche war die Schweizer Armee schon früh gezwungen, auf Simulationen zu setzen und deren Methodiken kontinuierlich weiterzuentwickeln.

Erfahrungsaustausch und Weiterentwicklung der Lehre

Mittels dieses intensiven Erfahrungsaustausches erlangen die Teilnehmer einerseits Handlungssicherheit, zudem lassen sich zukünftige militärische Entscheidungsprozesse optimieren. Darüber hinaus werden wichtige Erkenntnisse für die Weiterentwicklung der Lehre generiert.

Eingehend thematisiert wurden die aktuellen sicherheitspolitischen Herausforderungen wie z.B. die Terrorismusbekämpfung, die hybride Kriegsführung und Cyberkriminalität, die Prävention kritischer Infrastruktur sowie Migrationsbewegungen. Darüber hinaus diskutierten die Teilnehmer den potentiellen Einsatz von Streitkräften im Inneren vor dem Hintergrund politischer und juristischer Erwägungen in den betrachteten Staaten.

Die nächsten D-A-CH Gespräche sind für April/Mai 2018 geplant und finden an der Landesverteidigungsakademie in Wien statt. Bis dahin sollen auf Vorschlag des Kommandeurs der Führungsakademie im Rahmen von ein- bis zweitägigen Workshops spezifische Fragestellungen (z.B. Cyber Defence) diskutiert sowie Forschungsergebnisse präsentiert und ausgetauscht werden.