Die Reserve ist und bleibt unverzichtbar! ‐ Generalleutnant Peter Bohrer an der Führungsakademie der Bundeswehr

Autor: Bundeswehr ; Fotos: Katharina Junge

Hamburg, 07.08.2017

,,Die Reservedienstleistenden sind wichtiger denn je!´´

,,Die Reservedienstleistenden sind wichtiger denn je!"

Ziel: noch mehr Interessenten für eine Laufbahn in der Reserve

Ziel: noch mehr Interessenten für eine Laufbahn in der Reserve

Zuhörer in für sie nicht alltäglichen Uniformen

Zuhörer in für sie nicht alltäglichen Uniformen

Bohrers Dank geht an seine Zuhörer für geleisteten Dienste

Bohrers Dank geht an seine Zuhörer für geleisteten Dienste

Als Stellvertreter des Inspekteurs der Streitkräftebasis ist Generalleutnant Peter Bohrer Beauftragter für Reservistenangelegenheiten. In dieser Funktion hat er das einwöchige Modul „Aktuelle Entwicklungen der Sicherheitspolitik für Stabsoffiziere der Reserve“ besucht. Organisiert durch den Fachbereich Politik‐ und Gesellschaftswissenschaften waren die Teilnehmer durch die Bank Reservisten und damit die Zielgruppe Bohrers.

Gesamtes Spektrum betrachtet

Sein Vortrag über die Weiterentwicklung der Reserve unter geänderten sicherheitspolitischen Rahmenbedingungen ist das „Highlight“ in einem Reigen aus Blitzlichtern über die deutsche Außen- und Sicherheitspolitik. USA, China, Afrika, Cybersicherheit, Populismus – alle aktuellen Themen sind beleuchtet und aufgrund der sehr unterschiedlichen Expertise der Teilnehmer sehr breit diskutiert worden. General Bohrer ist durch die Betroffenheit aller Modulbesucher gespannt erwartet worden.

Die Reserve ist Alleskönner

„Die Reserve unserer Bundeswehr rückt durch die Wiederbetonung der Landes- und Bündnisverteidigung, des Heimatschutzes, wieder sehr stark in den Fokus“, führt Bohrer vor dem Hintergrund der Festlegungen des Weißbuches aus. Neben der Einsatzgestellung trägt Deutschland als Transitland besondere Verantwortung und ist dabei dem gesamten Portfolio hybrider Bedrohungen ausgesetzt. Vor allem gefordert sind Fähigkeiten zur Erfüllung Nationaler Territorialer Aufgaben und Host Nation Support - die Unterstützung von verbündeten Streitkräften im eigenen Land, zum Beispiel bei Schiffsbesuchen. Darunter werden aber auch die Kenntnisse von Objektschutz‐ und Logistikkräften, von Feldjägern bis hin zur ABC‐Abwehrtruppe verstanden und genutzt. Aufgrund dieses Spektrums fordert Bohrer eine stärkere Differenzierung der Aufgaben der Reserve, aber auch eine stärkere Einbindung in die Auftragserfüllung der Streitkräfte.

Blick in die Zukunft

Das Konzept der regionalen Sicherungs- und Unterstützungskräfte (RSU), in denen Reservisten organisiert sind, bezeichnet Bohrer als echtes Erfolgsmodell, das er weiter ausbauen will. Sie haben regionale Expertise, arbeiten Seite an Seite mit aktiven Soldaten, erfüllen Sicherungsausgaben und stehen auch bei Katastrophenfällen und schweren Unglücken zur Verfügung. „Wir brauchen allerdings noch weitere Anreize für Arbeitgeber, die einen Reservisten freistellen sollen als auch für die Reservedienstleistenden an sich, um noch mehr Menschen für uns zu gewinnen“, führt Bohrer mit dem Hinweis auf zwei Dinge aus - Planbarkeit für alle Beteiligten und zivil verwertbare Fähigkeiten, die während der Reserveübung erworben werden können. Insbesondere angesichts der ausgesetzten Wehrpflicht und immer länger geplanten Verpflichtungszeiten hebt General Bohrer die Notwendigkeit der Regeneration der Reserve aus ungedienten Teilen der Bevölkerung hervor. Dass ihm die Ideen nicht ausgehen, ist daran zu merken, dass er zum Schluss vorschlägt, Flexibilität durch Lehrgangsteilnahme in modularen Abschnitten zu schaffen sowie ein kostenloses Leadership‐Training im Karrierecamp anzubieten. Die Reservedienstleistenden liegen General Bohrer sehr am Herzen und so spricht er Ihnen vor seinem Abschied seinen Dank für die in die Bundeswehr investierte Zeit aus.