New Work –  Die Arbeitswelt von morgen bedeutet Chance und Herausforderung zugleich

Autor: Jan Heinsohn; Fotos: Xing

Hamburg, 05.04.2017

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Die Zukunft der Führungsetagen -  Admiral Stawitzki im Gespräch über den Aufbruch in die neue Arbeitswelt

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Bodo Jassen erläutert neue Führungsprinzipien für mehr Mitarbeiterzufriedenheit

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Persönlichkeit entwickeln und Handlungskompetenz stärken - das steht für den Kommandeur der Führungsakademie an erster Stelle

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Voller Erfolg -  das interaktive Format lässt alle Teilnehmenden mit neuen Impulsen in die Zukunft der Arbeitswelt starten 

Die Welt um uns herum verändert sich in einem rasanten Tempo. Insbesondere die Digitalisierung verändert unseren Alltag, die Art und Weise, wie wir kommunizieren und wie wir konsumieren. Hinzu kommt eine zunehmend starke Veränderungsdynamik der Arbeitswelt. Unternehmen realisieren, dass sie mit traditionellen Führungsmethoden immer schlechter in der Lage sind, im Wettbewerb und gegen den Innovationsdruck zu bestehen. Die Beziehungen zwischen alter Arbeitswelt und neuem Denken erörterten Experten, Vordenker und Praktiker unter dem Titel „Aufbruch in die neue Arbeitswelt“ in interaktiven Formaten auf der New Work Experience 2017, die das Karriere-Netzwerk XING in Berlin veranstaltete. Die Teilnehmer diskutierten die Werte, Haltungen und Ideale sowie die Konsequenzen für Unternehmen und Individuen, die sich aus den erforderlichen Transformationsprozessen ergeben.

Entscheidungsfreudigkeit als Impulsgeber

Um Erfolgsrezepte und persönliche Führungsstile und -philosophien vorzustellen, war der Kommandeur der Führungsakademie der Bundeswehr, Konteradmiral Carsten Stawitzki, eingeladen, auf diesem Event mitzudiskutieren. Er sagt: „Die Arbeitswelt hat sich verändert. Die Digitalisierung und die Demographie stellen uns vor große Herausforderungen, die Gesellschaft polarisiert sich zudem zunehmend. Längst ist die „Aufbruchstimmung“ der Jahrtausendwende einer gewissen „Gereiztheit“ gewichen. In Zeiten wie diesen müssen wir als Bundeswehr, ähnlich wie nahezu jedes Unternehmen, eingespielte Strukturen und Prozesse hinterfragen – auch und vor allem gilt das im Bereich des Leadership. Ein „weiter so“, das reicht nicht mehr.“

Wirksame Führung erreicht man seiner Meinung nach im Wesentlichen durch zwei Prinzipien. Einerseits führe erst „eine wahre Gefolgschaft im Sinne des angestrebten Ziels“ zu robusten Führungssituationen. Andererseits seien Entscheidungsfreudigkeit, Risikobereitschaft und damit die Handlungsfähigkeit von militärischen Führern entscheidend und erfolgskritisch. Es geht also darum, die Persönlichkeit des Top-Führungspersonals der Bundeswehr zu entwickeln und deren Handlungskompetenz zu stärken. Notwendig dafür ist ein stabiles Fundament, dem ein Wertesystem („Persönlichkeitsprofil“) und ein klares Selbstverständnis im Sinne einer Unternehmensphilosophie bzw. einer Corporate Identity zugrunde liegen.

Lebenslanges Lernen als Erfolgsfaktor

Laut Konteradmiral Stawitzki ist in diesem Zusammenhang die Aus- und Weiterbildung von Persönlichkeiten von zentraler Bedeutung. Eine Führungskraft sollte damit bei sich selbst beginnen. Er fordert: „Lebenslanges Lernen darf keine Worthülse bleiben!“ Gleichzeitig basiert Führungskompetenz auf zwei Säulen, der sozialen Kompetenz und der Methodenkompetenz. Soziale Kompetenz besteht aus dem Dreiklang „Freiheit, Verantwortung und Respekt“. Die Methodenkompetenz hingegen folgt vor allem einer Leitlinie. Das „Führen mit Auftrag“ ist ein entscheidendes Wesensmerkmal militärischer Führung, da die Zielerreichung über allem steht.

Die Kunst der Führung

Was macht nun gute Führung in der heutigen Zeit aus? Für den Kommandeur der Führungsakademie der Bundeswehr bedeutet gute Führung zunächst einmal, sich selbst zu führen. Dabei gilt es, sich immer wieder kritisch zu reflektieren. Gute Führung manifestiert sich in einigen wenigen, vermeintlich einfachen Grundregeln (z.B. zielorientiertes Handeln, Konzentration auf das Wesentliche), die aber jeden Tag gelebt werden wollen. Dafür sei es nicht notwendig, immer neue Begriffe zu erfinden. Konteradmiral Stawitzki führt weiter aus: „Für mich liegt die Kunst der Führung im Entschleunigen und nicht im Beschleunigen. Und, ganz wichtig: Anstatt immer nach vermeintlich besseren, damit neuen und wirkungsvolleren Methoden zu rufen, sollten wir manchmal einfach MACHEN!“

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